Multi-Mappings für Message-Splits
entwickeln
Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie ein Multi-Mapping für einen Message-Split (1:n-Transformation) entwickeln. Sie können das Multi-Mapping-Programm über ein Operation-Mapping direkt beim logischen Routing angeben. In so einem Fall bestimmt das Operation-Mapping nicht nur das Mapping-Programm, sondern auch die Ziel-Operation, an die die Ziel-Message beim logischen Routing gesendet werden soll. Daher spricht man auch von einem Mapping-basierten Message-Split.
Multi-Mappings setzen voraus, dass die beteiligten Interfaces asynchron sind. Für die Ausgangs-Operation des Operation-Mappings gibt es darüber hinaus keine Einschränkungen.
Bei einem Mapping-basierten Message-Split werden die Messages, die bei dem Message-Split entstehen, über eine Adapter-Engine versendet. Die Java-Proxy-Laufzeit wird nicht unterstützt. Das bedeutet, dass die Auswahl der möglichen Ziel-Interfaces auf die zugehörigen Adaptertypen eingeschränkt ist. Insbesondere kann keine der Ziel-Messages an einen Integrationsprozess gesendet werden.
Siehe auch:
Mapping-basierten
Message-Split konfigurieren.
Der hier beschriebene Ablauf setzt voraus, dass die Message-Schemata zu den aufeinander abzubildenden Messages bereits im ES Repository existieren (siehe auch den Abschnitt Funktionsumfang unter Multi-Mappings).
Für die Ausgangs- und Ziel-Messages, auf die Sie von einem Message-Mapping verweisen, gilt folgende Einschränkung: Die Ausgangs- und Ziel-Messages können in einer anderen Software-Komponentenversion wie das Message-Mapping liegen, müssen aber jeweils aus einer Software-Komponentenversion (und gegebenenfalls unterliegenden Software-Komponentenversionen) stammen.

Ein Multi-Mapping, bei dem das Message-Mapping in der Software-Komponentenversion CRM 3.0 liegt, alle Ausgangs-Messages in der Software-Komponentenversion APO 2.0 liegt und alle Ziel-Messages in der Software-Komponentenversion CRM 2.0, erfüllt die oben beschriebene Voraussetzung.
Diese Einschränkung gilt auch für die unten beschriebene Exportfunktion des Operation-Mappings, die Sie für die externe Entwicklung von Multi-Mappings nutzen.
...
1. Legen Sie ein Message-Mapping an.
2. Wechseln Sie im Mapping-Editor auf die Registerkarte Messages.
3. Verweisen Sie auf einen (Fault-)Message-Typ, ein IDoc, den Request-, Response- oder Fault-Teil eines RFC oder eine externe Message (externe Messages stammen aus externen Definitionen).
4. Geben Sie für jede Message ihre Häufigkeit an.
5. Wechseln Sie auf die Registerkarte Design und bearbeiten Sie wie gewohnt Ihr Message-Mapping. Es gelten die gleichen Regeln wie bei normalen Message-Mappings.
6. Legen sie ein Operation-Mapping an und verweisen Sie auf die Operationen, die diese Message-Schemata verwenden. Geben Sie im Operation-Mapping Ihr Message-Mapping an.
Sie können Multi-Mappings nicht nur über Message-Mappings implementieren. Sie müssen das Mapping-Programm nur nach dem gleichen Ansatz entwickeln, wie unter Multi-Mappings beschrieben:
...
1. Legen Sie ein Operation-Mapping an und verweisen Sie auf die Interfaces, die auf die für das Multi-Mapping relevanten Message-Schemata verweisen. Es werden nur Zieloperationen derjenigen Adaptertypen unterstützt, die Message-Paketierung unterstützen.
2. Exportieren Sie das Schema der Request-Message aus dem Operation-Mapping.
3. Entwickeln Sie das Multi-Mapping, indem Sie das exportierte Schema verwenden. Die erzeugte Zielstruktur muss wie unter Multi-Mappings beschrieben aufgebaut sein.
4. Wenn es sich um ein um ein XSLT- oder Java-Mapping handelt (siehe: Importierte Archive (XSLT/Java)), importieren Sie das Mapping-Programm in das ES Repository und verweisen von dem Operation-Mapping darauf.
Sie haben ein Multi-Mapping-Programm entwickelt und in
ein Operation-Mapping eingebunden. Sie können nun das Operation-Mapping in
einer Interface-Ermittlung angeben, um einen Message-Split zu konfigurieren
(siehe:
Mapping-basierten
Message-Split konfigurieren).