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B2B-Integration konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Bei der Konfiguration von B2B-Prozessen gehen Sie vor wie unter Integrationsszenarien entwickeln und konfigurieren beschrieben.

Berücksichtigen Sie bei der B2B-Konfiguration folgende Besonderheiten.

An einem B2B-Prozess sind typischerweise mehrere Unternehmen oder Geschäftspartner beteiligt. Diese konfigurieren den B2B-Prozess jeweils anhand der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen. Beispielsweise geben die Geschäftspartner Details über ihre interne Systemlandschaft nicht nach außen hin bekannt.

Um die Beschreibung zu vereinfachen, wird im Folgenden von einem Geschäftsprozess mit zwei Geschäftspartnern ausgegangen. Hierbei hat einer der beteiligten Geschäftspartner SAP NetWeaver PI im Einsatz und führt die B2B-Konfiguration im Integration Directory durch. Der andere Geschäftspartner kann auch SAP NetWeaver PI im Einsatz haben und die Konfiguration (spiegelbildlich) in seinem Integration Directory durchführen. Er kann hierzu aber auch ein anderes Integrationswerkzeug nutzen.

In diesem Abschnitt werden die Schritte beschrieben, die auf der Seite eines der beteiligten Geschäftspartner im Integration Directory durchgeführt werden.

Weitere Informationen: B2B-Konfiguration.

Voraussetzungen

Idealerweise haben Sie die B2B-Integration im Enterprise Services Repository durch ein Prozessmodell (Prozesskomponenten-Interaktionsmodell oder Process-Integration-Szenario) abgebildet. Im Integration Directory können Sie in diesem Fall die Konfiguration der Kommunikationsvereinbarungen und des logischen Routing mit Hilfe des Modellkonfigurators weitgehend automatisieren. Das Kommunikationsprofil müssen Sie hingegen manuell definieren.

Wenn kein Prozessmodell als Konfigurationsvorlage zur Verfügung steht, müssen Sie alle Konfigurationsobjekte manuell anlegen.

Vorgehensweise

Kommunikationsprofil konfigurieren

Mit diesem Schritt definieren Sie die benötigten Kommunikationspartner, Kommunikationskomponenten und Kommunikationskanäle.

Um das Kommunikationsprofil zu definieren, führen Sie folgende Schritte durch.

  1. Legen Sie für jeden am Prozess beteiligten Geschäftspartner jeweils einen Kommunikationspartner im Integration Directory an.

  2. Legen Sie für jedes Business-System Ihrer internen Systemlandschaft jeweils eine Kommunikationskomponente vom Typ Business-System an.

  3. Legen Sie die benötigten Business-Komponenten an.

    Hinweis

    In B2B-Prozessen geben die beteiligten Geschäftspartner typischerweise nicht die Namen ihrer internen Business-Systeme nach außen bekannt, sondern maskieren diese durch Business-Komponenten.

    • Ordnen Sie dem Kommunikationspartner, der Ihren externen Geschäftspartner repräsentiert, die Business-Komponenten zu, die der Geschäftspartner Ihnen für die externe Kommunikation mitgeteilt hat.

    • Ordnen Sie dem Kommunikationspartner, der Ihr eigenes Unternehmen repräsentiert, Business-Komponenten zu, die Ihre eigene interne Systemlandschaft nach außen hin repräsentieren sollen.

  4. Legen Sie die benötigten Kommunikationskanäle an.

    Für jeden beteiligten Adapter benötigen Sie jeweils einen Kommunikationskanal. Abhängig davon, ob es sich um einen Sender-Adapter oder um einen Empfänger-Adapter handelt, ordnen Sie den Kommunikationskanal der jeweils relevanten Sender- oder Empfänger-Kommunikationskomponente zu.

Kommunikationskanäle mit Industriestandard-Adapter konfigurieren

Mindestens einer der beteiligten Geschäftspartner verwendet einen Industriestandardadapter (zum Beispiel den RNIF-Adapter) für die Anbindung an das vom jeweiligen Industriestandard unterstützte Message-Protokoll.

Mit diesem Schritt konfigurieren Sie die beteiligten Industriestandardadapter über die entsprechenden Kommunikationskanäle.

Informationen darüber, welche Werte Sie für die Parameter des Kommunikationskanals angeben müssen, finden Sie im Konfigurationsleitfaden für das jeweilige Industriestandard-spezifische Business-Package von SAP.

Kommunikationsvereinbarungen konfigurieren

Mit diesem Schritt konfigurieren Sie die benötigten Kommunikationsvereinbarungen. In einer Kommunikationsvereinbarung ordnen Sie den relevanten Sender-Empfänger-Paaren die benötigten Kommunikationskanäle zu. Darüber hinaus geben Sie die vereinbarten Sicherheitseinstellungen an (sofern diese durch den jeweils verwendeten Adapter unterstützt werden).

Um eine Kommunikationsvereinbarung zu definieren, führen Sie folgende Schritte durch.

  1. Legen Sie für jedes Sender-Empfänger-Paar, bei dem ein Sender-Adapter für die Eingangsverarbeitung benötigt wird, eine Sendervereinbarung an.

    Hinweis

    Beachten Sie, dass nicht in jedem Fall die Definition einer Sendervereinbarung notwendig ist.

    Weitere Informationen: Sendervereinbarung definieren

  2. Legen Sie für jedes Sender-Empfänger-Paar, bei dem ein Empfänger-Adapter für die Ausgangsverarbeitung benötigt wird, eine Empfängervereinbarung an.

    Definieren Sie ein Header-Mapping bei den Empfängervereinbarungen, die die Kommunikation mit Ihrem externen Geschäftspartner beschreiben. Hierdurch stellen Sie sicher, dass zur Laufzeit der Name einer Business-Komponenten (statt eines Business-Systems- oder einer Integrationsprozess-Komponenten) in den Header der ausgehenden Message geschrieben wird.

    Weitere Informationen:

    Empfängervereinbarung definieren

    Header-Mapping definieren

  3. Geben Sie die benötigten Sicherheitseinstellungen in den relevanten Sender- und Empfängervereinbarungen an.

Logisches Routing konfigurieren

Mit diesem Schritt definieren Sie das logische Routing.

Im Logischen Routing definieren Sie

  • Die benötigten Empfängerermittlungen

    In einem B2B-Prozess geben Sie für alle Messages, die von Ihrem Geschäftspartner an die von Ihnen publizierten Business-Komponenten gesendet werden,empfängerabhängige Empfängerermittlungen an. Als konfigurierte Empfänger geben Sie hierbei die Business-System-Komponenten Ihrer internen Systemlandschaft an, zu denen die Message geleitet werden soll.

    Weitere Informationen: Empfängerermittlungen definieren

  • Die benötigten Interface-Ermittlungen