
Sie können für eine Sender-Kommunikationskponente vom Typ Business-Serviceoder Business-Systemden Zugriff auf die Laufzeitumgebung auf bestimmte (Service-)Benutzer einschränken. Zur Laufzeit findet dann eine Berechtigungsprüfung statt, über die sicher gestellt wird, dass Messages, die die Kommunikationskponente als Sender im Message-Header eingetragen haben, nur von den angegebenen Benutzern im Integration Server bzw. in der Advanced Adapter Engine ausgeführt werden dürfen.
Sie legen die Zugriffskontrolle bei der Konfiguration der entsprechenden (Sender-) Kommunikationskponenteim Integration Directory fest.
Darüber hinaus können Sie die Zugriffskontrolle auf ein bestimmtes Interface des Senders eingrenzen. Die hierzu autorisierten Benutzer geben Sie bei der Konfiguration der involvierten Sendervereinbarungan, die das Interface im Objektschlüssel enthält.
Diese Funktion ist speziell für die Konfiguration von B2B-Szenarien gedacht. Hierbei vereinbaren Sie mit einem externen Geschäftspartner einen speziellen Benutzer für die Kommunikation über SAP NetWeaver Process Integration. Allen Kommunikationskomponenten, über die der externe Partner Messages an Ihren Integration Server schickt, ordnen Sie diesen Benutzer zu. Der externe Partner muss diesen Benutzer dann bei der Konfiguration der verwendeten Empfängerkanäle (oder bei der Konfiguration der verwendeten HTTP-Destinationen) berücksichtigen.
Diese Funktion wird bei Verwendung folgender (Sender-)Adapter unterstützt:
XI-Adapter
Plain-HTTP-Adapter
RFC-Adapter (Dabei handelt es sich um den Benutzer, der für RFC verwendet wird (üblicherweise der Benutzer für die Anmeldung an das SAP-System).)
IDoc-Adapter
SOAP-Adapter
RNIF (RNIF-Adapter 1.1 und RNIF-Adapter 2.0)
CIDX
SAP Business Connector-Adapter
Marketplace-Adapter
Wenn Sie Adapter von Fremdherstellern verwenden, überprüfen Sie in der Dokumentation des Fremdadapters, ob diese Funktion unterstützt wird.
Zuordnung von Benutzern zu einer Kommunikationskomponente
Um autorisierte Benutzer zuzuordnen, wählen Sie im Editor Kommunikationskomponente bearbeitendie Registerkarte Zugeordnete Benutzer. Fügen Sie für den Benutzer eine neue Zeile ein und geben Sie den Benutzernamen manuell ein.
Die Benutzernamen werden von den involvierten Laufzeitkomponenten immer case-insensitive behandelt und werden daher in Großbuchstaben abgespeichert.
Wenn keine Benutzer angegeben sind, besteht für diese Kommunikationskomponente keine Zugriffsbeschränkung.
Zuordnung von Benutzern zu einer Sendervereinbarung
Um autorisierte Benutzer für ein bestimmtes Interface des Senders anzugeben, wählen Sie im Editor Sendervereinbarung bearbeitendie Registerkarte Zugeordnete Benutzerund fügen die Benutzer zeilenweise ein.
Beachten Sie, dass die bei der Sendervereinbarung angegebenen Benutzer mit den bei der Kommunikationskomponente zugeordneten Benutzern übereinstimmen oder eine Teilmenge daraus darstellen müssen.
Für bestimmte Adaptertypen ist die Konfiguration einer Sendervereinbarung nicht zwingend erforderlich, sofern Sie keine weiteren Sicherheitseinstellungen vornehmen möchten (siehe Sendervereinbarung). Wenn Sie den Zugriff auf die Laufzeitumgebung zusätzlich vom Sender-Interface abhängig machen möchten, müssen Sie separat hierfür eine Sendervereinbarung definieren, die die Liste der autorisierten Benutzer enthält.
An einem Business-to-Business-Prozess sind ein Reisebüro und die Fluggesellschaft Lufthansabeteiligt. Beide Geschäftspartner vereinbaren, dass die Laufzeitumgebung des Reisebüros nur dann Messages von der Lufthansa verarbeiten darf, wenn diese über den Benutzer USER_LHgesendet werden.
Um dieses Verhalten zu realisieren, trägt der Integrationsexperte, der die Konfiguration auf der Seite des Reisebüros vornimmt, bei allen Sender-Komponenten des Partners Lufthansaden Benutzer USER_LHein.
Der Integrationsexperte, der die Konfiguration auf der Seite der Lufthansa vornimmt, muss dann sicherstellen, dass alle Messages, die an das Reisebüro gesendet werden, über den Benutzer USER_LHlaufen. Er nimmt diese Einstellung typischerweise bei der Konfiguration der Empfängerkanäle vor, die die Ausgangsverarbeitung der Messages zum Reisebüro regeln.
Zur Laufzeit werden dann beim Reisebüro alle Messages, bei denen Sender-Komponenten der Lufthansa im Message-Header eingetragen sind, daraufhin überprüft, ob sie auch über den Benutzer USER_LHgesendet werden. Hierzu wird der (bei der entsprechenden Kommunikationskomponente) eingetragene Benutzer mit dem Benutzer verglichen, über den eine Message hereinkommt. Nur wenn beide Benutzer übereinstimmen, wird die Message in der Laufzeitumgebung des Reisebüros fehlerfrei verarbeitet.
Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 852237.