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FTP-Empfänger-Adapter konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Legen Sie einen FTP-Empfänger-Adapter an, um damit XML-Messages vom Integration Server/PCK in Dateien auf einem FTP-Server abzulegen.

Voraussetzungen

Für den Einsatz von FTPS (File Transfer Protocol über SSL/TLS) muss Folgendes erfüllt sein:

Das CA-Zertifikat, mit dem das Server-Zertifikat signiert wird, muss der Schlüsselspeichersicht TrustedCAs hinzugefügt worden sein.

Weitere Informationen: Using the AS Java Key Storage

Die Anwendung von FTPS folgt der Spezifikation RFC 4217.

Vorgehensweise
  1. Damit das Dokument, das vom Integration Server/PCK geschickt wird, direkt in eine Datei abgelegt wird, wählen Sie das Message-Protokoll
    Datei
    .

    Falls ein XML-Dokument in eine Textdatei konvertiert werden soll, wählen Sie Konvertierung des Dateiinhaltsund machen Sie unter Parameter zur Inhaltskonvertierung die notwendigen Angaben zur Konvertierung (siehe unten).

  2. Wählen Sie die Adapter Engine auf dem Integration Server oder eine dezentral installierte Adapter Engine aus.

    Diese Auswahl ist im PCK nicht möglich.

Dateizugriffsparameter definieren

  1. Wählen Sie die Registerkarte Ziel aus.
  2. Geben Sie das Zielverzeichnis an, in dem die Dokumente abgelegt werden sollen.

    Sie können Variablen in der Angabe für das Zielverzeichnis verwenden. Die Variablen können sich auf Elemente im XML-Schema der Payload oder auf Attribute im Message-Header beziehen.

    Weitere Informationen: Variablenersetzung für Zielverzeichnis und Dateinamen definieren

  3. Falls noch kein Zielverzeichnis vorhanden ist und Sie es mithilfe des Adapters angelegen möchten, wählen Sie Zielverzeichnisanlegen.

    Ist das Kennzeichen nicht gesetzt und das Zielverzeichnis existiert nicht, meldet der Adapter einen Fehler.

  4. Geben Sie das Dateinamenschema an, unter dem das erste eingehende Dokument abgelegt werden soll.

    Sie können Variablen für das Dateinamenschema eingeben.

    Weitere Informationen: Variablenersetzung für Zielverzeichnis und Dateinamen definieren

FTP-und FTPS-Verbindungsparameter definieren

  1. Geben Sie folgende Informationen zum FTP-Server an:
    • Server: Rechnername oder IP-Adresse
    • Port: Die Voreinstellung ist der Standard-Port für FTP-Server (21).
  2. Markieren Sie Datenverbindung.
    • Eine passiveDatenverbindung ist die Voreinstellung.

      Ändern Sie die Einstellung nicht ohne wichtigen Grund. Im passiven Modus baut der Client eine Datenverbindung zu dem vom Server geforderten Port auf.

    • Im aktiven Modus baut der Server von seinem Port 20, dem Datenport, eine Datenverbindung zu einem vom Client gewählten Endpunkt auf.
    • Legen Sie unter Zeitüberschreitung (Sek.) fest, nach welcher Zeitspanne der Adapter die Übertragung abbricht, wenn keine Datenübertragung zwischen Client und FTP-Server stattfindet. Der Adapter wertet dies als Fehler.
  3. Wählen Sie die Verbindungssicherheit.
    • Keine (Das FTP-Protokoll wird ohne Verschlüsselung eingesetzt.)
    • FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontrollverbindung

      Die FTP-Kontrollverbindung wird per TLS/SSL (Transport Layer Security (BC-SEC) /Secure Sockets Layer) geschützt. Die Übertragung von Dateien erfolgt unverschlüsselt.

    • FTPS (FTP über SSL/TLS) für Kontroll- und Datenverbindung

      Jede Kommunikation mit dem FTP-Server wird über TLS/SSL verschlüsselt.

      Wenn Sie unter Verbindungssicherheit FTPS gewählt haben, machen Sie folgende Angaben:

      • Legen Sie unter Befehlsreihenfolge die Reihenfolge der zur Authentifizierung und Sicherung der Verbindung eingesetzten Befehle fest.

        Übernehmen Sie die Standardeinstellung. Passen Sie die Befehlsreihenfolge nur bei Problemen mit der FTP-Verbindung an die vom FTP-Server erwartete Reihenfolge an. Informationen zu den richtigen Einstellungen entnehmen Sie der Dokumentation des FTP-Servers.

      • Wenn sich der Adapter gegenüber dem FTP-Server per X.509-Zertifikat und Public-Key-Kryptographie authentifizieren soll, wählen Sie X.509-Zertifikat für die Client-Authentifizierungverwenden.

        Das entsprechende Schlüssel-/Zertifikatspaar muss dazu in einer Key-Store-View des AS Java hinterlegt sein.

      • Geben Sie nun den Schlüsselspeicher und das X.509-Zertifikat und privater Schlüssel an.
  4. Um sich anonym anzumelden, wählen Sie Anonyme Anmeldung.

    Sonst geben Sie den für den FTP-Server gültigen Benutzernamen und das Kennwort mit Bestätigung an.

  5. Wählen Sie den Verbindungsmodus.
    • Bei Permanent wird eine bestehende Verbindung zum FTP-Server genutzt. Die Verbindung wird automatisch wieder aufgebaut, falls sie durch den Server beendet wurde.
    • Bei Pro Dateitransfer wird für jeden Dateitransfer zum FTP-Server eine neue Verbindung geöffnet.
  6. Setzen Sie den Übertragungsmodus der FTP-Verbindung auf Text- oder auf Binär-Datentransfer.

Verarbeitungsparameter definieren

  1. Wählen Sie die Registerkarte Verarbeitung.
  2. Wählen Sie den Dateierzeugungsmodus.
    • Anlegen

      Die Datei wird erstellt. Das jeweils zuletzt erhaltene Dokument wird gesichert.

      Wenn die erstellte Datei überschrieben werden soll, wählen Sie Bestehende Datei überschreiben. Setzen Sie das Kennzeichen nicht, dann stoppt die Verarbeitung, bis die erstellte Datei verarbeitet ist.

      Sie können das Kennzeichen nur setzen, wenn Sie unten unter Übertragung Temporäre Datei verwenden wählen.

    • Anhängen

      Die Datei wird durch Anhängen der eingehenden Dokumente fortgeschrieben.

    • Zeitstempel hinzufügen

      Für jedes Dokument wird eine neue Datei angelegt. Der Dateiname wird mit einem Zeitstempel im Format yyyyMMdd-HHmmss-SSS versehen. Der Zeitstempel wird als letzter Bestandteil des Namens vor der Erweiterung eingefügt.

      Dieser Modus garantiert, dass keine Datei überschrieben wird. Dateien, die aus der gleichen Adapterkonfiguration stammen, können so sortiert werden.

    • Message-ID hinzufügen

      Für jedes Dokument wird eine neue Datei angelegt. Der Dateiname wird um die vom Integration Server/vom PCK erzeugte Message-ID erweitert. Die ID hat folgendes Format: xxxxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx.

      Die Message-ID wird als letzter Bestandteil des Namens vor der Erweiterung eingefügt. Dieser Modus garantiert, dass keine Datei überschrieben wird.

    • Zähler hinzufügen

      Für jedes Dokument wird eine neue Datei angelegt. Der Dateiname wird um einen Zähler erweitert, der vor der Erweiterung des Dateinamens eingefügt wird (beispielsweise default002.file).

      Machen Sie unten Angaben zur Zählerdefinition:

      • Präfix

        Geben Sie ein oder mehrere Zeichen an, die vor dem Zähler in den Dateinamen eingefügt werden.

      • Format

        Geben Sie den ersten Zähler an, der verwendet werden soll. Es muss sich um eine gültige Integer-Zahl handeln. Führende Nullen sind erlaubt.

      • Schritt

        Geben Sie die Schrittweite des Zählers an.

      • Modus

        Geben Sie an, wann der Zähler eingefügt werden soll.

        Wählen Sie Nach der ersten Datei, wird der Zähler angefügt, wenn der Dateiname erstmals unverändert verwendet wurde.

        Wählen Sie Sofort, wird der Zähler beim ersten eingehenden Dokument angefügt.

        Hinweis

        Diese Option ist nur verfügbar, wenn Sie für das Transportprotokoll File System (NFS)wählen

  3. Wählen Sie unter ÜbertragungDirekt, wenn die Datei sofort auf dem Server abgelegt werden soll.
    • Wenn ein zusätzlicher Schritt über eine temporäre Datei eingefügt werden soll, wählen Sie Temporäre Datei verwenden.
    • Sie können für die temporäre Datei unter Temporäres Dateinamenschema ein Namensschema angeben.

      Die Auswahl steht für Dateierzeugungsmodus Anhängen nicht zur Verfügung.

  4. Wählen Sie Behandlung leerer Messages:
    • Leere Datei schreiben

      Es wird eine leere Datei (Länge 0 Byte) in das Zielverzeichnis gestellt.

    • Ignorieren

      Es wird keine Datei in das Zielverzeichnis gestellt.

  5. Geben Sie unter Maximale Parallelitätein, wie viele Messages der Adapter auf einem Cluster-Knoten gleichzeitig parallel verarbeiten soll.
  6. Geben Sie den Dateityp des Dokuments an.
    • Binär
    • Text

      Geben Sie unter Dateikodierungeine Codepage an.

      Standardmäßig wird hier die System-Codepage verwendet, die von der Konfiguration des installierten Betriebssystems abhängig ist. Der Inhalt der Message wird vor dem Abspeichern als Datei in die entsprechende Codepage umgewandelt.

      Sie sollten diese Konvertierung nur bei reinen Textdateien und nicht bei XML-Dokumenten anwenden. Wenn Sie die Kodierung eines XML-Dokuments ändern möchten, wählen Sie den Dateityp Binär und wenden Sie im Register Modul als zusätzliches Modul XMLAnonymizerBean an.

      Erlaubte Werte für die Codepage sind die vorhandenen Zeichensätze der Java-Laufzeit. Nach der Spezifikation von SUN für die Java-Laufzeit müssen mindestens die folgenden Standardzeichensätze unterstützt werden:

      • US-ASCII

        Sieben-Bit ASCII, auch bekannt als ISO646-US, oder Basic-Latin-Block des Unicode-Zeichensatzes

      • ISO-8859-1

        ISO-Zeichensatz für westeuropäische Schriften (Latin Alphabet Nr. 1), auch bekannt als ISO-LATIN-1

      • UTF-8
      • UTF-16BE

        16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Big-Endian-Bytereihenfolge

      • UTF-16LE

        16-Bit Unicode-Zeichendarstellung, Little-Endian-Bytereihenfolge

      • UTF-16

      Überprüfen Sie in der Dokumentation für Ihre Java-Laufzeitimplementierung, welche weiteren Zeichensätze unterstützt werden.

Betriebssystembefehle definieren

  1. Geben Sie Betriebssystembefehle an, die vor oder nach der Message-Verarbeitung ausgeführt werden sollen.

    Weitere Informationen: Betriebssystembefehle vor/nach Message-Verarbeitung definieren

Parameter zur Inhaltskonvertierung definieren

  1. Haben Sie das Message-ProtokollUmwandlung des Datei-Inhalts ausgewählt, dann können Sie ein XML-Dokument in eine Textdatei konvertieren.

    Wählen Sie die Registerkarte Inhaltskonvertierung.

    Weitere Informationen: XML im File-/FTP-Empfänger-Adapter in Textformat umwandeln

Variablenersetzung für Zielverzeichnis/Dateinamenschema definieren

  1. Wählen Sie die Registerkarte Erweitert.

    Weitere Informationen: Variablenersetzung für Zielverzeichnis und Dateinamen definieren

Adapterspezifische Message-Attribute definieren

Eine konfigurierte Variablenersetzung (siehe oben) wird nach der Übernahme der Attribute aus dem Message-Header durchgeführt.

  1. Um Adapterattribute im Message-Header der PI-Message auszuwerten, wählen Sie Adapterspezifische Message-Attribute verwenden.
  2. Wenn das Fehlen von Message-Attributen zu einer Fehlermeldung führen soll, wählen Sie Fehlerausgabe beim Fehlen adapterspezifischer Message-Attribute.

    Ist das Kennzeichen gesetzt und in der Message fehlt der Header für adapterspezifische Message-Attribute oder eines der gesetzten Attribute, dann führt dies im asynchronen Fall zu einer Delivery Exception im Audit-Log der Message. Im synchronen Fall wird der Sender der Message benachrichtigt.

    Setzen Sie das Kennzeichen nicht, und es fehlen Message-Attribute, greift der Adapter auf Informationen aus der Adapterkonfiguration zu.

    Um die folgenden Attribute im PI-Message-Header auszuwerten, setzen Sie das jeweilige Kennzeichen:

    • Dateiname(technischer Name: FileName)
    • Directory (technischer Name: Directory)
    • Dateityp (technischer Name: FileType)
    • Zeichensatz (technischer Name: FileEncoding)
    • Temporäres Namensschema für Name der Zieldatei (technischer Name: TargetTempFileName)

      Sie können das Kennzeichen nur setzen, wenn die Zieldatei über eine temporäre Datei geschrieben wird.

    Der Attributnamensraum für den Adapter lautet: http://sap.com/xi/XI/System/File.

Adapterstatus definieren

  1. Setzen Sie den Adapter auf Aktiv, um ihn für den Message-Austausch einzusetzen.

Zusätzliche Parameter im erweiterten Modus definieren

  1. Um zusätzliche Parameter für die Adapterkonfiguration anzugeben, wählen Sie Erweiterter Modus.

    Geben Sie die zusätzlichen Parameternamen und -werte in der Tabelle an.

    Hinweis

    Zusätzliche Parameter werden im SAP-Hinweis 801926 veröffentlicht.