Position (und deren Unterkontierungen)Zentrale Kontierung beim Erfassen, Buchen oder Auswerten von Mengen oder Werten.
Eine Position kann unterschiedliche Inhalte haben. Sie kann folgendes darstellen:
eine buchhalterisch relevante Größe aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung etc.
eine statistische Größe
eine Kennzahl
Die Position ist abhängig vom Positionsplan, d.h. sie gilt nur für den Positionsplan, in dem sie angelegt wurde.
Im Stammsatz einer Position
pflegen Sie die Positionstexte
legen Sie die Positionseigenschaften wie Positionsart, Vorzeichen, Positionsverwendung etc. fest
legen Sie durch den Kontierungstyp (siehe unten) die Unterkontierungen fest
Unterkontierungen
Durch Unterkontierungen können Sie die Positionswerte weiter differenzieren bzw. "aufreißen". Es gibt Standard-Unterkontierungen, die also von SAP ausgeliefert werden sowie kundendefinierte Unterkontierungen.
Standard-Unterkontierungen sind:
Partnereinheit
Unterpositionstyp und Unterposition
Transaktionswährung
Zugangsjahr
Zugangsperiode
Mengeneinheit
Kundendefinierte Unterkontierungen könnten beispielsweise sein:
Region
Produktgruppe
Vertriebsweg
etc.
Siehe auch: Kundendefinierte Merkmale .
Durch das Konzept der Unterkontierungen bleibt die Anzahl der Positionen eines Positionsplans überschaubar. Ohne die Unterkontierungen müßten Sie alle Kombinationen von Kontierungen ausmultiplizieren und als Positionen definieren. Beispielsweise müßten Sie pro Partnereinheit eine Position für Forderungen oder Verbindlichkeiten anlegen.
Nicht alle Positionen benötigen die gleichen Unterkontierungen.
Beispiel
Beispielsweise müssen Sie die Werte der Positionen
Forderungen
und
Verbindlichkeiten
mit Partneraufriß und evtl. mit Aufriß nach Transaktionswährungen erfassen, wenn Sie diese Werte konsolidieren wollen.
Die Werte der Positionen des Anlagevermögens müssen Sie jedoch nach Bewegungsarten differenzieren, um einen Anlagespiegel zu zeigen.
Sie bilden daher Gruppen von Positionen, die gleiche Kontierungen benötigen. Es gibt in der Regel auch Positionen, die keine Unterkontierung benötigen.
Kontierungstyp
Für jede Positionengruppe, die Unterkontierungen benötigt, definieren Sie im Customizing einen Kontierungstyp. Diesen Kontierungstyp ordnen Sie allen Positionen der Gruppe im Stammsatz zu.
Bei der Defintion eines Kontierungstyps bietet Ihnen das System alle Standard-Unterkontierungen und alle kundendefinierten Unterkontierungen an. Pro Unterkontierung legen Sie folgendes fest:
Aufrißart
Die Aufrißart bestimmt, ob die Positionswerte beim Erfassen und Buchen nach dieser Unterkontierung aufgerissen werden sollen und wie streng das System die Kontierung der jeweiligen Unterkontierung prüfen soll.
Das System bietet folgende Aufrißarten an:
Aufrißart |
Bezeichnung |
Bedeutung |
0 |
Kein Aufriß |
|
1 |
Kannaufriß |
Initialwert erlaubt. |
2 |
Mußaufriß |
Wenn keine Eingabe, dann setzt das System den Defaultwert. |
3 |
Mußaufriß |
Das System erzwingt die Werteingabe; der Defaultwert ist als Eingabe erlaubt. |
4 |
Mußaufriß |
Das System erzwingt die Werteingabe; der Defaultwert ist nicht erlaubt. |
Ggf. Festwert
Ein Festwert legt die Ausprägung der Unterkontierung fest, und zwar für alle Positionen mit diesem Kontierungstyp. Sie geben einen Festwert bei folgenden Unterkontierungen an:
Unterpositionstyp (siehe auch Unterpositionstyp und Unterposition )
Mengeneinheit
kundendefinierte Unterkontierungen, die laut Definition einen Festwert im Kontierungstyp haben müssen
Ggf. Vorschlagsset
Sie können ein Set mit Vorschlagswerten angeben (außer bei Festwert), die bei der Online-Erfassung oder Offline-Erfassung vom System eingeblendet werden.
Weitere Informationen zu Festwert und Vorschlagsset finden Sie im Einführungsleitfaden der Konsolidierung, Arbeitsschritt .
Folgende Grafik zeigt das Customizing eines Kontierungstyps.
Die nächste Grafik zeigt verschiedene Kontierungstypen aus der SAP-Standardauslieferung und deren Verwendung:
Die nächste Grafik zeigt die Zuordnung des Kontierungstyps
1000
im Stammsatz einer Anlagenposition. Der Kontierungstyp legt fest, daß die Positionswerte nach Unterpositionen aufgerissen werden sollen. Die Unterposition (Unterpositionstyp) wird als Bewegungsart verwendet (Unterpositionstyp mit Festwert 1).
Wenn Sie Meldedaten aus operativen SAP-Anwendungen integriert in die Konsolidierung übernehmen wollen, dann muß eine Verbindung bestehen zwischen den operativen FI-Konten sowie ggf. den sekundären Kostenarten und den Positionen der Konsolidierung:
Bei Nutzung der direkten Durchbuchung oder des Rollups müssen die operativen Konten oder die den Konten zugeordneten Konzernkonten die gleiche Kennung haben wie die Positionen.
Bei Nutzung des periodischen Extrakts müssen die Positionen der Bilanz/GuV-Struktur (Hauptbuchhaltung) die gleiche Kennung haben wie die Positionen der Konsolidierung.
Damit die Kennungen übereinstimmen, können Sie den Positionsplan aus einem FI-Kontenplan oder einer Bilanz/GuV-Struktur aufbauen.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Konzernkontenplan, Bilanz/GuV-Struktur, Positionsplan .