Gesamtkonfigurationsprüfung
Die Gesamtkonfigurationsprüfung innerhalb der Anlagenkonfigurations-Workbench ermöglicht die Durchführung von Konfigurationsprüfungen für variantenreiche Produkte: Das System vergleicht die Ist-Konfiguration eines technischen Objekts mit der Soll-Teileliste des Objekts.

Der entsprechende Teil der Soll-Teileliste, gegen den eine bestimmte Ist-Konfiguration geprüft wird, heißt im SAP-System zulässige Konfiguration. Die zulässige Konfiguration wird nach einer durchgeführten Konfigurationsprüfung in der Anlagenkonfigurations-Workbench unterhalb der Ist-Konfiguration angezeigt.
Ziel der Prüfung ist es, Instandhaltungstechniker und technische Planer mit Informationen über gültige Teile zu versorgen. Darüber hinaus kann eine allgemeine Validierung der kompletten Produktstruktur durchgeführt werden, um die Gültigkeit der Konfiguration einer Anlage vor der Freigabe für den Betrieb festzustellen.
Bei Bedarf können Sie eine filterbasierte Prüfung durchführen, mit der bestimmte Ist-Elemente und zulässige Elemente herausgefiltert werden.
Die Grafik stellt eine Ist-Konfiguration einer zulässigen Konfiguration gegenüber.

● Die Ist-Konfiguration und die Soll-Teileliste des betreffenden Objekts sind eingerichtet.
● Die Ist-Konfiguration und die Soll-Teileliste des betreffenden Objekts sind miteinander verknüpft.
Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereitende Aktivitäten für die Konfigurationsprüfung.
Das System führt für die Gesamtkonfigurationsprüfung mehrere Einzelprüfungen im Hintergrund durch:
...
1. Basierend auf dem Equipment, das Sie in der Anlagenkonfigurations-Workbench als Referenzequipment/Pendant zu einem iPPE-Einstiegsknoten der Soll-Teileliste ausgewählt haben, beziehungsweise anhand eventueller Konfigurationsdaten und Parametergültigkeitswerte legt das System die zulässige Konfiguration für die Prüfung fest.
2. Das System prüft, ob die Objekte ein Funktionskennzeichen (FKz) haben. Fehlt das FKz, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
3. Für den Vergleich von Ist-Konfiguration und zulässiger Konfiguration fasst das System alle Objekte pro Funktionskennzeichen zu Gruppen zusammen und identifiziert die jeweiligen Objekte pro FKz-Gruppe. Objekte ohne FKz werden zur Gruppe Kein FKz zusammengefasst.
4. Eine Prüfung der gültigen Teile wird durchgeführt:
Über das FKz wird zu einem Equipment der entsprechende iPPE-Strukturknoten der zulässigen Konfiguration ermittelt. Das System prüft, ob das dem Equipment zugeordnete Material mit einem der Materialien identisch ist, die als gültige Teile für den entsprechenden Strukturknoten gepflegt sind.

Ist die Prüfung der gültigen Teile nicht erfolgreich, ist die Konfigurationsprüfung für die betreffende FKz-Gruppe gescheitert und wird an dieser Stelle gestoppt.
5. Eine Mengenprüfung wird durchgeführt.
Siehe auch: