
Die benutzerdefinierte Suche ermöglicht Ihnen das Auffinden asynchroner Web-Service-Operationen mit Hilfe von Attributen der XML-Payload.
Für jede Web-Service-Operation können Sie festlegen, welcher Inhalt der Payload indiziert werden soll. Sie können auch festlegen, ob die Payload zur Laufzeit oder zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Hintergrundjob indiziert werden soll. Dieser Hintergrundjob kann eingeplant oder manuell ausgeführt werden.
Direkte Extraktion (Standard)
In der Standardeinstellungen werden Messages direkt zur Laufzeit indiziert. In diesem Fall befindet sich die Message während der Indizierung im Speicher, so dass die Systemressourcen weniger belastet werden.
Asynchrone Extraktion
Bei der asynchronen Extraktion wird die Indizierung in einen separaten Prozess ausgelagert und beeinflusst daher nicht die Antwortzeit. Die asynchrone Extraktion empfiehlt sich in UI-basierten Szenarios, bei denen die Antwortzeit ein kritischer Faktor ist und große Messages verarbeitet werden. Beachten Sie die folgenden drei Nachteile der asynchronen Extraktion:
Sie verbraucht mehr Systemressourcen als die direkte Extraktion.
Die benutzerdefinierte Suche im Message-Monitor findet Messages erst, nachdem der nächste Indizierungsjob gelaufen ist.
Sie müssen unter Umständen das Ergebnis des Indizierungsjobs in der Transaktion SM37 überwachen.
Für die asynchrone Extraktion müssen Sie das Programm SRT_UDS_AUTO_INDEX oder SRT_UDS_INDEX verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Asynchrone Message-Indizierung für die benutzerdefinierte Suche.
Ihnen ist eine Rolle mit dem Berechtigungsobjekt S_SRT_UDS zugeordnet. Beachten Sie, dass dieses Berechtigungsobjekt vier Aktivitäten umfasst.
Der Web-Service, dessen Payload Sie konfigurieren, ist in Ihrem ABAP-System verfügbar.
Zur Konfiguration der benutzerdefinierten Message-Suche geben Sie die Attribute an, die Sie für die Message-Suche im Message-Monitor verwenden möchten.
In SOA-Manager (Transaktion SOAMANAGER) wählen Sie das Register Überwachung und anschließend Benutzerdefinierte Suche.
Alternativ können Sie mit der Transaktion SUDSCONFIG direkt zu der Seite Benutzerdefinierte Suche: Konfiguration springen.
Verwenden Sie die Suche zur Anzeige von Konfigurationen.
Sie können das Interface, den Interface-Namensraum und/oder die Operation als Suchkriterien angeben.
Wählen Sie in den Suchergebnissen eine Konfiguration aus und wählen Sie dann eine der folgenden Optionen:
Drucktaste
zur Anzeige einer Konfiguration.
Drucktaste
zur Bearbeitung einer Konfiguration.
Drucktaste
zum Löschen einer Konfiguration.
Sie können Konfigurationen, die Sie in der Tabelle auswählen, auch aktivieren oder deaktivieren.
Um eine neue Konfiguration anzulegen, wählen Sie Anlegen und suchen nach der Web-Service-Operation, die Sie konfigurieren möchten. Beachen Sie, dass nur asynchrone Web-Services konfiguriert werden können, da nur asynchrone Web-Services persistiert werden.
Die Konfiguration der benutzerdefinierten Suche wird angezeigt. Sie können zwischen den Modi Anzeigen und Bearbeiten wechseln.
Um ein Feld zur Konfiguration hinzuzufügen, verschieben Sie es mittels Drag&Drop aus der Feldliste in die Tabelle Suchparameter. Sie können ein Feld entweder in eine neue Zeile ziehen oder es zu einem vorhandenen Parameter in der Tabelle hinzufügen. Alternativ können Sie mit der rechten Maustaste auf ein Feld klicken und die entsprechende Aktion aus dem Kontextmenü auswählen.
Wenn Sie ein Feld zu einem vorhandenen Suchparameter hinzufügen, wird der Name des Suchparameters übernommen. Wenn Sie ein Feld in einer neuen Zeile hinzufügen, wird der Name des Feldes als Suchname benutzt. Sie können den Suchnamen später ändern.
Nicht alle Felder in der Feldliste links können für die benutzerdefinierte Suche konfiguriert werden. Ein für die Konfiguration ungültiges Feld kann nicht mittels Drag&Drop in die Tabelle Suchparameter übernommen werden, und in seinem Kontextmenü ist die Option Hinzufügen ausgegraut.
Wenn Sie einen Suchparameter in der Konfigurationstabelle auswählen, wird das entsprechende Feld im Felderbereich links hervorgehoben. Dies kann in komplexen Konfigurationen von großen Payloads nützlich sein.
Geben Sie den Extraktionstyp an. Sie können zwischen direkter Extraktion zur Message-Laufzeit oder verzögerter Extraktion per Hintergrundjob wählen.
(Optional) Prüfen Sie die Konsistenz der Konfiguration, indem Sie Prüfen wählen.
Eine Konfiguration ist konsistent, wenn sich die XML-Pfade aller Suchparameter im Interface des Designzeitobjekts befinden.
Setzen Sie den Status der Konfiguration auf Aktiv.
Nur aktive Konfigurationen führen zu einer Indizierung der Message-Payloads.
Sie haben die benutzerdefinierte Suche für eine Message-Payload konfiguriert. Sie können die Konfiguration simulieren. Weitere Informationen finden Sie unter Indizierung mit einer Konfiguration der benutzerdefinierten Suche simulieren.
Ihre benutzerdefinierten Suchen sind im Web-Service-Message-Monitor (auf dem Tab Benutzerdefinierte Auswahl) verfügbar. Siehe Selektionskriterien für Web-Service-Messages im Message-Monitor.