Routenfindung auf der Benutzungsoberfläche Zusätzlich zu den unter Routenfindung in der Lieferun g und Besonderheiten für Auslieferungsobjekte (Auslieferung) beschriebenen Funktionen stehen Ihnen auf der Benutzungsoberfläche für den Auslieferungsauftrag und die Auslieferung weitere Funktionen zur Verfügung.
Sie können mit der Drucktaste
Neu bestimmen
für eine oder mehrere Lieferungen die Routenfindung durchführen. Zum Beispiel können Sie eine spätere oder frühere Route verwenden. Wenn Sie Ihre Routenstammdaten ändern, können Sie außerdem mit dieser Funktion die Routenfindung mit den neuen Stammdaten durchführen.
Sie können optional mit den Feldern
Abfahrtsdatum/zeit
,
Vorlaufzeit
oder
nächste Tour
bestimmen, dass die Routenfindung von einem anderen als dem standardmäßigen Starttermin aus vorwärts terminiert.
Wenn Sie das Feld
Abfahrtsdatum/zeit
verwenden, versucht die Routenfindung, eine Route oder
Tourmit diesem Datum und dieser Uhrzeit zu finden.
Wenn Sie das Feld
Vorlaufzeit
verwenden, versucht die Routenfindung, eine Route oder Tour zu finden, die nach dem aktuellen
Verlassen des Yard
-Termin zuzüglich der Vorlaufzeit liegt. Die Angabe erfolgt in Stunden.
Wenn Sie das Feld
nächste Tour
verwenden, versucht die Routenfindung, eine Route oder Tour zu finden, die als Nächste (bezogen auf Route oder Tour) nach dem aktuellen
Verlassen des Yard
-Termins liegt.
Hinweis
Beachten Sie, dass Sie immer nur eines dieser Felder verwenden können.
Die Lieferabwicklung sichert die Information, dass Extended Warehouse Management (EWM) einen geänderten Abfahrtstermin verwenden soll, in der Lieferung in dem geplanten Warenausgangstermin der Positionen. Eine erneute Routenfindung verwendet dann ebenfalls diesen Termin.
Sie können mit dem Feld
Aggregierung
das Gesamtgewicht der ausgewählten Lieferungen in der Routenfindung berücksichtigen. Das heißt, die Routenfindung ermittelt auch Routen, die sie z.B. eigentlich aufgrund des zu niedrigen Gewichts der Einzellieferungen nicht automatisch findet.
Sie können das Kennzeichen
Route auf automatisch ermittelt setzen
verwenden, wenn die Routenfindung manuell angegebene oder von einem externen System angegebene Routen wie automatisch durch die Routenfindung ermittelte Routen behandeln soll. Wenn die Lieferabwicklung eine erneute Routenfindung durchführt, verwendet die Routenfindung dann die automatisch gefundene Route.
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, setzt die Routenfindung das
Ermittlungskennzeichender Route ebenfalls auf
Automatisch ermittelt
.
Sie können mit der Drucktaste
Zuweisen
einer oder mehreren Lieferungen eine Route zuweisen. Die Routenfindung setzt das Ermittlungskennzeichen der Route auf
Manuell
.
Sie können die Felder
Abfahrtsdatum/zeit
,
Vorlaufzeit
,
nächste Tour
,
Aggregierung
und das Kennzeichen
Route auf automatisch ermittelt setzen,
wie oben beschrieben, verwenden.
Sie können mit der Drucktaste
Prüfen
oder
Prüfen aggregiert
eine erneute Routenfindung durchführen. Sie überprüfen dadurch einerseits, ob die Routenfindung überhaupt ein Ergebnis für die Lieferung findet. Andererseits überprüfen Sie, ob die Routenfindungsdaten mit den Daten in der Lieferung übereinstimmen. Wenn Sie eine Routenstammdatenänderung vorgenommen haben, können Sie z.B. überprüfen, ob die Routen noch gültig sind.
Die Lieferabwicklung gibt eine Warnmeldung aus, wenn die gefundene Route von der in der Lieferung enthaltenen Route abweicht. Die Lieferabwicklung gibt im Transport-Cross-Docking-Prozess (TCD-Prozess) auch eine Warnmeldung aus, wenn die gefundene Route TCD-Informationen enthält, die in der Lieferung nicht enthalten sind.
Die Routenfindung verwendet bei der aggregierten Prüfung das Gesamtgewicht und Gesamtvolumen aller ausgewählten Lieferungen für die Routenprüfung.
Sie können mit der Drucktaste
Freigabe
eine Route manuell freigeben. Sie können auch eine Route, die den Status
Gefunden ungültig
hat, manuell freigeben. Dadurch können Sie mit Lieferungen arbeiten, die eine ungültige Route enthalten, z.B. wenn Sie in einer Ausnahmesituation eine Route verwenden möchten, die für eine Lieferung eigentlich nicht gültig ist. Normalerweise sperrt die Lieferabwicklung eine Lieferung mit einer ungültigen Route. Sie können für diese dann z.B. nicht den Warenausgang buchen.
Wenn Sie eine Route manuell freigeben, ändert die Routenfindung den Status der Route auf
Manuell freigegeben
.
Nach einer manuellen Freigabe führt die Lieferabwicklung keine automatische Routenfindung mehr durch, da eine automatische Routenfindung aufgrund der ungültigen Route wieder zu einer gesperrten Lieferung führt.
Sie können eine manuelle Routenfreigabe wieder zurücknehmen. Entweder setzen Sie das Ermittlungskennzeichen auf
Initial
oder
Wert vom System ermittelt
oder Sie verwenden die Drucktaste
Neu bestimmen
für eine erneute Routenfindung.
Hinweis
Sie können eine Route nur manuell freigeben, wenn der Status der Route
Gefunden ungültig
ist. Wenn Sie manuell eine Route eingeben möchten, darf das Ermittlungskennzeichen nicht
Wert vom System ermittelt
sein.
Wenn Sie eine Route aufgrund von Gefahrgutdaten für eine Lieferung nicht verwenden dürfen, können Sie durch eine manuelle Routenfreigabe erzwingen, dass die Lieferabwicklung trotzdem diese ungültige Route für eine Lieferung verwendet. Sie können die BAdI-Default-Implementierung des Business Add-Ins (BAdIs) /SCWM/EX_DLV_ACT_ROUTE_RELEASE verwenden, um eine allgemeine Prüfung daraufhin durchzuführen, ob ein Benutzer die Berechtigung für eine Routenfreigabe besitzt. Sie können weitere Prüfungen im BAdI implementieren.
Normalerweise verwendet die Routenfindung aus einer gültigen Routenfindung automatisch abhängige Daten (siehe Datenverwendung in der Routenfindung ). Wenn Sie eine Route manuell eingeben, die kein Stammdatum oder für die Lieferung ungültig ist, kann die Routenfindung diese Daten nicht mehr automatisch ermittelt. Die Routenfindung setzt diese Daten auf initial. Sie können diese Daten manuell setzen oder das BADI /SCWM/EX_DLV_ACT_ROUTE_RELEASE verwenden.