
Mit Hilfe des Generic Request and Message Generator (GRMG) können Sie die Verfügbarkeit von technischen Komponenten ebenso wie die ganzer Geschäftsprozesse überwachen. GRMG ist sowohl für die technische Überwachung als auch für die Anwendungsüberwachung geeignet.
GRMG besteht aus zwei Teilen, die beide für eine funktionierende GRMG-Umgebung benötigt werden:
Die GRMG-Infrastruktur ist Teil der Monitoring-Architektur des Computing Central Monitoring System (CCMS). Ihre Aufgabe ist es, eine Anfrage (die GRMG-Anfrage) an die GRMG-Anwendung zu senden, deren Antwort (die GRMG-Antwort) zu empfangen und diese Antwort in einem Monitor des Alert-Monitors darzustellen.
Die GRMG-Anwendung führt die eigentliche Verfügbarkeitsüberwachung durch. Technisch gesehen, handelt es sich um eine Java Server Page (JSP), einen Servlet oder eine Business Server Page in einem SAP Web Application Server mit einer wohldefinierten Schnittstelle, die von der GRMG-Infrastruktur aufgerufen wird. GRMG-Anfrage und GRMG-Antwort sind Meldungen in einem wohldefinierten XML-Format.
Das Konzept der Verfügbarkeitsüberwachung von überwachten Komponenten kann als ein Agentenkonzept beschrieben werden. Dies bedeutet, dass die GRMG-Anwendung getrennt von den Komponenten und Anwendungen laufen kann, die sie überwacht. Durch diesen Umweg können Sie bei einem Fehler unterscheiden, welche der beiden folgenden Situationen eingetreten ist:
Falls die GRMG-Anwendung technisch getrennt von der überwachten Komponente läuft, erlaubt ein Szenariofehler keine Aussage zum Zustand der überwachten Komponente.
Falls die GRMG-Anwendung und die überwachte Komponente eine Einheit bilden, bedeutet ein Szenariofehler auch die Nichtverfügbarkeit der Komponente.
Je nachdem, ob Sie eine Anwendung für die Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG instrumentieren möchten, oder ob Sie das Customizing im zentralen Monitoring-System durchführen möchten, um eine instrumentierte Anwendung zu überwachen, gehen Sie vor wie in den beiden folgenden Prozessen beschrieben:
Sollten Sie GRMG im Rahmen einer der folgenden Lösungen verwenden, benötigen Sie bis einschließlich Support Package 32 zusätzlich den GRMG-Sondertransport, der Ihnen im entsprechenden Best Practice Leitfaden zur Verfügung steht:
CRM 4.0 SP3
EP 5.1 SP6
EP6.0 SP1
Die obige Grafik zeigt ein Beispiel für ein GRMG-Szenario. Die GRMG-Infrastruktur ruft eine GRMG-Anwendung auf, die wiederum verschiedene Software-Komponenten (z. B. J2EE-Server) oder technische Funktionen (z. B. JNI) auf ihre Verfügbarkeit hin überprüft.
In jedem Fall wird die GRMG-Antwort von der GRMG-Infrastruktur interpretiert und im Alert-Monitorbaum ausgegeben:
Sie können also mit GRMG eine Technik verwenden, um alle Komponenten in einer Anwendung zu überwachen, ob diese nun auf ABAP oder Java beruhen. Sie können beliebig viele GRMG-Szenarien erstellen, dabei geben Sie in jedem Szenario eine einzelne URL oder RFC-Destination vom Typ HTTP an. Jedes Szenario wiederum kann über die GRMG-Anwendung beliebig viele Komponenten überwachen.
Die Ergebnisse der Verfügbarkeitsüberwachung werden im Alert-Monitor dargestellt. Dabei wird für jede Instanz einer überwachten Komponente die prozentuale Verfügbarkeit ausgeben, die wiederum für die Überwachung von Service Level Agreements langfristig in der Central Performance History gespeichert werden kann.
Außerdem werden die Meldungen, die von der GRMG-Anwendung an die GRMG-Infrastruktur gesendet werden, mit einer Alert-Bewertung versehen und in einem Protokollattribut gespeichert. Ihnen stehen diese Meldungen ebenfalls in der Monitoring-Architektur zur Verfügung, wo sie z. B. Autoreaktionen auslösen können.