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Aktivierung und Customizing der Überwachung mit GRMGLocate this document in the navigation structure

Einsatzmöglichkeiten

Dieser Prozess beschreibt die Aktivierung der Verfügbarkeitsüberwachung für Java- oder andere HTTP-fähige Komponenten durch GRMG.

Hinweis

Dieser Prozess richtet sich an Berater und Kunden, die die GRMG-Überwachung für eine Anwendung aktivieren möchten, die bereits für die Überwachung mit GRMG instrumentiert ist (sieheGRMG: Instrumentierung einer Anwendung).

Voraussetzungen

Sie haben die Installation von SAP-Komponenten in Ihrer Systemlandschaft abgeschlossen; alle SAP-Komponenten sollten auf dem neuesten Support-Package-Stand sein.

Ablauf

Es folgt eine Beschreibung der nötigen Schritte, um die Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG Ihrer Installation anzupassen und zu starten.

  1. Die Verfügbarkeitsüberwachung durch GRMG setzt - ebenso wie dieCCMS-Monitoring-Architektur allgemein - voraus, dass in Ihrer Systemlandschaft ein zentrales Monitoring-System (CEN) vorhanden ist.

    Falls möglich, reservieren Sie für Monitoring und Systemmanagement ein eigenes SAP-System. Vermeiden Sie hierfür ein produktives System, um das System nicht unnötig zu belasten. Falls Sie ein eigenes SAP-System verwenden, können Sie dieses bezüglich Release oder Support-Package-Stand problemlos stets auf dem neuesten Stand halten, und so von den neuesten Entwicklungen in den Bereichen Monitoring und Systemmanagement profitieren. Das CEN benötigt keine besondere und kostspielige Hardware-Ausstattung.

  2. Der Internet Communication Manager (ICM) muss konfiguriert und aktiv sein.
  3. Sie benötigen für jedes GRMG-Szenario eine passende GRMG-Customizing-Datei. Die Datei enthält die Informationen, welche die GRMG-Infrastruktur (die auf dem CEN läuft) für die Überwachung einer bestimmten Anwendung benötigt.

    Templates dieser Customizing-Dateien sind Auslieferungsbestandteil der Anwendung. Diese Templates müssen in das CEN geladen und meist nicht von Hand angepasst werden. Um die Verfügbarkeitsüberwachung zu starten, muss das dazugehörige Szenario gestartet werden. Zur Durchführung dieses Prozesses gibt es je nach überwachter Anwendung verschiedene Wege:

    • Bei AS Java sowie bei Anwendungen, welche auf AS Java laufen, geschieht die Aktivierung der Verfügbarkeitsüberwachung normalerweise im Configuration Wizard. Wenn Sie dort die Customizing-Datei einem CCMS-Agenten übergeben, wird das entsprechende Szenario in das CEN übertragen und dort gestartet. Je nach Anwendung müssen Sie das Szenario im CEN noch anpassen.
    • Im CRM existiert der Extended Configuration Manager, in dem Sie für verschiedene CRM-Komponenten (CRM Internet Sales und CRM Internet Customer Self-Service) die Verfügbarkeitsüberwachung aktivieren können. Die Anpassung der Customizing-Datei, die Übertragung in das CEN sowie der Start der so ausgewählten Szenarien erfolgt dann automatisch.
      Hinweis

      In beiden Fällen wird dabei die Customizing-Datei durchNetWeaver-Management-Agenten in das CEN übertragen. Der Agent muss also am CEN registriert sein.

  4. Falls die Anwendung diese automatischen Methoden nicht unterstützt, können Sie die nötigen Schritte zum Start der Verfügbarkeitsüberwachung auch aus dem CEN heraus manuell durchführen:
    1. Schlagen Sie in der Dokumentation der Anwendung nach, um zu erfahren, wo die Templates gespeichert sind, und laden Sie diese in das CEN (sieheGRMG-Customizing-Datei in das zentrale Monitoring-System laden).
    2. Passen Sie die Templates an (sieheGRMG-Customizing-Datei anpassen). Informationen, welche Änderungen Sie genau vornehmen müssen, finden Sie in der Dokumentation zur Installation oder zum Betrieb der Anwendung bzw. aktuelle Ergänzungen hierzu in SAP-Hinweisen. Meist müssen Sie nur die URL anpassen, damit diese den Host und den Port Ihrer Installation angibt.
    3. Nachdem Sie alle Customizing-Dateien in das zentrale Monitoring-System geladen haben, starten sie die Verfügbarkeitsüberwachung (sieheGRMG-Szenarien starten).
      Hinweis

      Die weiteren Funktionen der Transaktion GRMG sind inWeitere Einstellungen der Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG beschrieben.

Einschränkungen bei verschlüsselten Kennwörtern

Verwenden Sie Szenarien, die verschlüsselte Kennwörter benutzen?

Hinweis

Sie erkennen solche Szenarien am EigenschaftstypPW im Szenario-Editiermodus der Transaktion GRMG (sieheGRMG-Customizing-Datei anpassen). Beispielsweise verschlüsseln Szenarien für Enterprise Portal in ihren Szenarien die Eigenschaft LOGON_PASSWORD.

Falls Sie solche Szenarien verwenden, beachten Sie die folgenden Einschränkungen bei der Wahl Ihres Arbeitsmandanten:

  • SAP empfiehlt, dass Sie den Mandenten 000 als Arbeitsmandanten für alle GRMG-bezogenen Arbeiten verwenden. Dies bedeutet im Einzelnen:
    • Registrieren Sie alle Agenten am Mandanten 000 des CEN. Dies gilt sowohl für den Administrations-Benutzer als auch für den Benutzer CSMREG (Details zur Registrierung finden Sie unterSAP-NetWeaver-Komponenten und Hosts im CEN registrieren).
    • Verwenden Sie die Transaktion GRMG ebenfalls nur im Mandanten 000.
  • Falls dies in Ihrer IT-Umgebung nicht möglich ist, besteht als Workaround die Möglichkeit, die DatensammelmethodeGRMG_TRIGGER in einem Hintergrundprozess laufen zu lassen. Damit können Sie die Methode auch in einem anderen Arbeitsmandanten als dem Mandanten 000 ausführen lassen. Verwenden Sie dann diesen Mandanten für alle GRMG-bezogenen Arbeiten.

    UmGRMG_TRIGGER im Hintergrund laufen zu lassen, gehen Sie vor, wie inGRMG-Szenarien im Hintergrund ausführen lassen beschrieben.

Der Grund für diese Einschränkungen liegt darin, dass in SAP NetWeaver 04 die Secure Storage/DB-Funktion, welche die GRMG-Kennwörter verschlüsselt, eine mandantenabhängige Tabelle verwendet.

Bei der Ausführung von Szenarien kann GRMG nur dann auf die Kennwörter zugreifen, wenn die Ausführung im gleichen Mandanten erfolgt wie die ursprüngliche Verschlüsselung. Bei der Ausführung der DatensammelmethodeGRMG_TRIGGER im Dialog muss dies der Mandant 000 sein; bei der Ausführung im Hintergrund kann dies jeder beliebige Mandant sein.

Verknüpfung eines GRMG-Szenarios mit der System-ID des entsprechenden überwachten Systems

Ein GRMG-Szenario kann mit der System-ID (Long-SID, sieheMehrere Systeme mit identischer System-ID überwachen) des überwachten Systems verknüpft werden, in dem das entsprechende Szenario läuft. Dies verbessert in den folgenden Fällen die Performance der GRMG-Verfügbarkeitsüberwachung:

  • Sie verwenden dieVerwaltung von Überwachungspausen im Alert-Monitor.
  • Sie verwenden für die Verwaltung Ihrer Systemlandschaft kein System Landscape Directory (SLD), bzw. Sie haben die Anmeldedaten des SLD nicht in der Transaktion SLDAPICUST im CEN angegeben.

Wenn Sie ein neues GRMG-Szenario anlegen, wird in den meisten Fällen das entsprechende Feld für das verknüpfte System bereits gefüllt sein; Sie können die Zuordnung aber auch manuell für ein beliebiges Szenario vornehmen, indem Sie im Bild GRMG-Szenario bearbeiten die System-ID im Eingabefeld CCMS-Long-SID des überwachten Systems (wenn zutreffend) eingeben. Zusätzlich können Sie die Zuordnungen von allen GRMG-Szenarien überprüfen und setzen, indem Sie die Drucktaste Bearbeiten/Löschen → SIDs zu Szenarien  zuordnen wählen.

Hinweis

Weitere Informationen hierzu finden Sie in SAP-Hinweis 1249451.

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