
CCMS-Agenten werden für reine SAP-NetWeaver-7.1-Landschaften nicht mehr benötigt; Ihre Funktionen werden durch NetWeaver-Management-Agenten übernommen. Informationen, wann Sie für SAP NetWeaver 7.1 noch CCMS-Agenten benötigen, finden Sie unter CCMS-Agenten: Zentrales Monitoring für Komponenten bis SAP NetWeaver 7.0.
Zu den Funktionen der CCMS-Agenten gehört die Überwachung von Dateien. Ursprünglich erstellt für die Überwachung von Protokolldateien nach bestimmten Suchmustern (z. B. ERROR), wurde die Funktion kontinuierlich erweitert, und enthält nun eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Überwachung von beliebigen Dateien:
Sie können über den Namen und das Verzeichnis bestimmen, welche Dateien überwacht werden sollen. Für jede Datei, auf die diese Namensbedingung zutrifft, wird im Alert-Monitor ein eigener Teilbaum angelegt. Existiert keine solche Datei, können Sie optional einen entsprechenden Alert generieren lassen.
Sie können in beliebigen Textdateien nach Textmustern suchen lassen. Wenn der Logfile-Agent das Suchmuster findet, wird ein Alert generiert (dessen Eigenschaften, wie z. B. Farbe oder Gewichtung, Sie selbst festlegen können) und die entsprechende Zeile der überwachten Datei im Alert-Monitor ausgegeben.
Sie können die Dateigröße überwachen, wobei je nach Konfiguration bei Über- oder Unterschreitung des entsprechenden Grenzwerts ein Alert generiert wird. Außerdem können Sie die Dauer seit der letzten Änderung der Datei überwachen.
Sie können die Dateiüberwachung auf bestimmte Wochentage, Tage, Monate oder Uhrzeiten beschränken.
Die Ergebnisse der Dateiüberwachung werden an das zentrale Monitoring-System übermittelt, an dem der CCMS-Agent registriert ist, und werden u. a. im Alert-Monitor angezeigt (siehe Monitor Logfile Monitoring). Dabei können Sie auch die Eigenschaften der Knoten in den Teilbäumen zur Dateiüberwachung anpassen.
Die Dateiüberwachung ist besonders geeignet für die Überwachung von Protokolldateien. Dabei können Sie verschiedene Typen von Protokolldateien überwachen lassen:
Der Agent liest dabei neu hinzugekommene Einträge und speichert die letzte Leseposition.
Der Agent liest dabei neu hinzugekommene Einträge und speichert die letzte Leseposition. Er erkennt automatisch aufgrund einer kleineren Größe der Protokolldatei den Neustart einer Anwendung und beginnt in diesem Fall mit dem Lesen der Datei von vorn.
Der Agent liest neu hinzugekommene Einträge und speichert die letzte Leseposition. Er erkennt automatisch die neuesten Protokolldateien eines Typs, so dass immer die aktuelle Protokolldatei überwacht werden kann.
Die Dateiüberwachung mit CCMS-Agenten wurde mit der Patch Collection 2007/6 der CCMS-Agenten gründlich überarbeitet und erweitert. Stellen Sie also sicher, dass Sie über einen Agenten verfügen, der mindestens auf diesem Stand ist .
Generell kann ein CCMS-Agent nur solche Dateien überwachen, die er auch lesen darf. Je nach Agent muss hierfür die folgende Bedingung erfüllt sein:
Die Konfiguration für die Dateiüberwachung funktioniert über so genannte Logfile-Templates (siehe Aufbau der Logfile-Templates des Logfile-Agenten). Diese Logfile-Templates enthalten Parameter, mit denen Sie alle o. g. Funktionen konfigurieren können. Sie haben zwei Möglichkeiten, um zu gewährleisten, dass der CCMS-Agent die Logfile-Templates liest:
Der Logfile-Agent erkennt selbstständig und automatisch Logfile-Templates, wenn diese den folgenden Bedingungen genügen:
| Agent | Namenskonvention der Logfile-Templates |
|---|---|
|
SAPCCMSR SAPCM3X |
*logmon.ini |
|
SAPCCMSR -j2ee |
*<SysID>_<InstNr>*logmon.ini |
|
SAPCCM4X |
*<SysID>_ABAP_<InstNr>*logmon.ini |
<SysID> und <InstNr> sind die System-ID und die Instanznummer der überwachten ABAP- oder Java-Instanz. Der AS Java erzeugt automatisch entsprechende Templates und legt diese im genannten (instanzunabhängigen) Verzeichnis ab. Da im Shared Memory der CCMS-Agenten SAPCCMSR -j2ee und SAPCCM4X nur der Protokollüberwachungsbaum der überwachten Engine (ABAP oder Java) liegen soll, sind System-ID und Instanznummer Teil der Namenskonvention der Templates.
So ist gewährleistet, dass jeder Agent SAPCCMSR -jee nur die Protokolldateien seiner eigenen Java-Instanz überwacht. Außerdem überwacht bei einem ABAP+Java-System der Agent SAPCCM4X nur die Protokolldateien der zugehörigen ABAP-Instanz.
| Agent | Verzeichnis der Logfile-Templates |
|---|---|
|
SAPCCMSR -j2ee (bis SAP NetWeaver 7.0) |
UNIX: /usr/sap/ccms/<SysID>_<InstNr>/logmon Windows: [drive]:\usr\sap\ccms\<SysID>_<InstNr>\logmon |
|
SAPCCMSR -j2ee (für SAP NetWeaver 7.1) |
$DIR_LOGGING\logmon, also standardmäßig <Instanzverzeichnis>\log\logmon |
|
SAPCCM4X |
$DIR_LOGGING\logmon, also standardmäßig <Instanzverzeichnis>\log\logmon |
|
SAPCCMSR SAPCM3X |
UNIX: /usr/sap/tmp/logmon Windows: [drive]:\usr\sap\prfclog\logmon |
Als zweite Möglichkeit können Sie das Logfile-Template in der Konfigurationsdatei der CCMS-Agenten SAPCCMSR.INI angeben. Verwenden Sie den Parameter LogFile, um je ein Logfile-Template anzugeben. SAPCCMSR.INI kann mehrere Einträge der folgenden Form enthalten:
LogFile <Voller Pfad/Dateiname von Logfile-Template 1>LogFile <Voller Pfad/Dateiname von Logfile-Template 2>
Außerdem müssen die Logfile-Templates reguläre Dateien sein (z. B. kein Link), deren Größe 2 Kilobyte (ohne Kommentare) nicht übersteigt.