Transportprofil
Das Transportprofil ist eine globale Parameterdatei für das Programm tp und wird vom SAP-System mit dem Transport Management System (TMS) verwaltet.
Das Profil liegt im Transportverzeichnis bin.
Der Name des Profils entspricht der Konvention TP_<domain>.PFL, wobei <domain> der Name der im TMS konfigurierten Transportdomäne ist. (Den Namen dieser Domäne finden Sie im Einstiegsbild der Transaktion STMS.)
Sie steuern mit dem Transportprofil das Programm tp.
Bei jedem Start von tp muss das Programm die Lage dieser Datei kennen. Sie können die Lage mit pf=... angeben (siehe unter tp-Optionen den Abschnitt Verwendung eines speziellen Transportprofils).

UNIX:
tp pf=/usr/sap/trans/bin/TP_DOMAIN_PRD.PFL import all P11
Windows:
tp pf=\\<HOST1>\sapmnt\trans\bin\TP_DOMAIN_PRD.PFL import all P11
IBM System i:
tp ‘pf=/usr/sap/trans/bin/TP_DOMAIN_PRD.PFL import all P11’
Wenn Sie das Transportprofil nicht in dieser Weise angeben, dann sucht tp nach dem Transportprofil im aktuellen Verzeichnis.
Das Transportprofil enthält die folgenden Angaben:
· Datenbanken der verschiedenen Zielsysteme
· Parameter, die die Transporthäufigkeit beschreiben
· weitere Informationen für die Systempflege

Jede Zeile im Transportprofil, bei der kein # vorangestellt ist, enthält eine Parameterangabe.
Die verschiedenen Parameter im Transportprofil können wie folgt gelten:
· global (für alle SAP-Systeme in Ihrem Netz)
· lokal (nur für ein SAP-System)
· betriebssystemabhängig
· datenbankabhängig
Wenn ein Parameter nicht mit einem Wert belegt ist, dann verwendet das SAP-System den Standardwert. Globale Parameter setzen Standardwerte außer Kraft, lokale Parameter heben globale Parameter auf. So kann beispielsweise ein bestimmter Parameter für alle SAP-Systeme bis auf eins denselben Wert haben.
Parameter, die Sie beim Kommandozeilenaufruf mit der Option -D mitgeben, setzen Parameter des Transportprofils außer Kraft (siehe tp-Optionen).
Reine Parameterangaben, wie <Parameter>=<Wert> werden immer ausgewertet. Es ist allerdings möglich, den Geltungsbereich der SAP-System-Parameter in verschiedener Art einzuschränken. Einschränkungen sind sowohl für ein bestimmtes SAP-System als auch für ein bestimmtes Betriebs- oder Datenbanksystem möglich. tp liest das Transportprofil vom Anfang bis zum Ende durch und überspringt dabei alle nicht relevanten Einträge. Wenn dabei ein Parameter für die aktuelle Umgebung (<SAPSID>, Betriebs- und Datenbanksystem) mehr als einmal vorkommt, dann gewinnt der zuletzt gelesene Wert.
Wenn ein Parameter von einem SAP-Systemnamen angeführt wird, dann gilt diese Zuweisung nur für dieses SAP-System. Dass es sich bei der Voranstellung eines Namens um den Namen eines SAP-Systems handelt, wird an der Art der Trennung von SAP-Systemnamen und Parametern erkannt. SAP-Systemnamen und Parameter müssen durch / getrennt werden: <sapsid>/<Parameter>=<Wert>

C11/dbtype=ora
Genauso ist es möglich den Wert eines Parameters auf die Verwendung unter einem bestimmten Betriebssystem einzuschränken. Dazu muss ein Akronym für den Namen des Betriebssystems vor den Parameter gestellt werden. Das spezielle Trennungszeichen ist in diesem Fall |: <cpu>|<Parameter>=<Wert>

wnt|transdir=....
Unterstützte Akronyme für die verschiedenen Betriebssysteme sind: aix, hp-ux, osf1, sinix, sunos, wnt (Windows) und as4 (IBM System i).
Um eine Wertzuweisung an einen Parameter auf die Verwendung mit einem bestimmten Datenbanksystem einzuschränken, muss ein Akronym für den Namen des Datenbanksystems vor den Parameter gestellt werden. Das spezielle Trennungszeichen für diesen Fall ist :.

<db>:<Parameter>=<Wert>
Unterstützte Akronyme für die verschiedenen Datenbanksysteme sind:
ora (Oracle), inf (INFORMIX), ada(MaxDB), mss (Microsoft SQL-Server), db2 (DB2 for z/OS), db4 (DB2 for i5/OS), db6(DB2 for Linux, Unix, and Windows).