
Korrekt verarbeitete Messages werden standardmäßig gelöscht. Alle Messages, die nicht gelöscht werden sollen, müssen Sie archivieren.
Hierzu müssen Sie zunächst die Interfaces festlegen, deren Messages Sie archivieren möchten, und anschließend müssen Sie die Archivierung einplanen.
Da korrekt verarbeitete Messages entweder als zu archivieren oder als zu löschen gekennzeichnet werden (und diese Markierung nicht mehr geändert werden kann), müssen Sie die Entscheidung, welche Messages archiviert werden sollen, noch vor der Verarbeitung der ersten Message treffen.
Manuell modifizierte oder beendete Messages werden automatisch archiviert.
Zum Archivieren der Messages sind zwei Archivierungsjobs erforderlich:
Zum Löschen der Messages ist nur ein Job erforderlich.
Sie können alle Jobs periodisch einplanen, wobei Sie die Reihenfolge beachten müssen.
Sie können archivierte Messages selektieren und anzeigen.
Historieneinträge sind Bearbeitungsspots für Messages. Sie werden beim Persistieren am Ende eines Bearbeitungsschritts einer Message erzeugt und enthalten den aktuellen Status sowie das Ausführungsdatum.
Historieneinträge bleiben zunächst auf unbestimmte Zeit in der Datenbank und müssen irgendwann gelöscht werden, um ein Überlaufen der Datenbanktabelle zu verhindern. Beim Löschen werden nur Historieneinträge zu Messages gelöscht, die bereits archiviert oder gelöscht wurden. Nach dem Löschen einer Message wird der Historieneintrag noch mindestens sieben Tage in der Datenbank gehalten. Dies ist notwendig, da Historieneinträge auch für die Zustellungsart Exactly Once benötigt werden.
Voreingestellt ist eine Haltezeit von 30 Tagen. Dieser Wert kann bei der Konfiguration der Integration Engine mit dem Subparameter HISTORY des Parameters PERSIST_DURATION der Kategorie DELETION geändert werden.
Zum Archivieren von Messages müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Zur Archivierung von Messages verwenden Sie das Archivierungsobjekt BC_XMB.
Es stehen die Archivinfostrukturen SAP_BC_XMB1 und SAP_BC_XMB_LMS (für die benutzerdefinierte Message-Suche) zur Verfügung.
Es steht auch eine (ältere) Archivinfostruktur SAP_BC_XMB zur Verfügung. Es wird aber empfohlen, die neuere Archivinfostruktur SAP_BC_XMB_LMS zu verwenden.
Wenn Sie die benutzerdefinierte Message-Suche nicht verwenden möchten, wählen Sie stattdessen die Archivinfostruktur SAP_BC_XMB1. Damit erzielen Sie eine höhere Performanz.
Wenn das Archiv gelesen werden soll, muss die Archivinfostruktur aktiviert sein.
Weitere Informationen: Datenarchivierung.
Weitere Informationen: Archivinformationssystem.
Zum Löschen von Messages müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Standardmäßig ist das Einfache Löschverfahren aktiv. Es sind keine Aktivitäten erforderlich, um dieses Verfahren zu aktivieren.
Möchten Sie das Switch-Verfahren verwenden, so genügt es, das Ankreuzfeld Switch-Verfahren aktiv zu markieren. Dies kann jederzeit erfolgen. Die Löschjobs reagieren dann automatisch. Das Ausschalten des Switch-Verfahrens ist jedoch nur möglich, wenn die Originaltabellen aktiv sind und der Zähler für die Anzahl der gelöschten Sätze in den Originaltabellen auf Null steht. Ist dies zum Konfigurationszeitpunkt nicht der Fall, wird die Aktion vorgemerkt und nach dem nächsten Kopiervorgang aus den Tabellenkopien in die Originaltabellen automatisch vorgenommen.
Näheres zum einfachen Löschverfahren und zum Switch-Verfahren finden Sie in der Dokumentation, die angezeigt wird, wenn Sie die Funktion aufrufen.
Zum Löschen von Historieneinträgen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Sie planen einen Archivierungsjobs ein, der wiederum implizit die Jobs zum Schreiben der Archive und zum Löschen der archivierten Messages einplant. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
Angaben zur Archivierung:
Angabe |
Beschreibung |
Mandant |
Aktueller Mandant |
Parallelisierung |
Grad der Parallelisierung Den Parallelisierungsgrad können Sie mit dem Konfigurationsparameter ARCHIVE_PARALLEL der Kategorie ARCHIVE angeben. Hinweis
Bei einen Wert größer 1 wird parallel archiviert, was die Archivierung in der Regel beschleunigt. |
Benutzername |
Ihr Benutzername Sie können auch einen anderen Benutzernamen eingeben, der die entsprechenden Berechtigungen besitzt. |
Startzeit |
Termin, zu dem die Archivierungsaktion starten soll Ein Dialogfenster erscheint, in dem Sie den gewünschten Starttermin festlegen und in den entsprechenden Feldern die Parameter pflegen. Über Periodenwerte können Sie bei periodisch auszuführenden Jobs die gewünschten Startwerte eingeben. Über Einschränkungen können Sie Einschränkungen zum Starttermin festlegen. Hinweis
Der Starttermin gilt nur für das Ausführen der ersten Aktion. Er bleibt bis zum Ende der Archivierungssitzung erhalten. |
Spoolparameter |
Steuern die Druckausgabe des erzeugten Archivierungsprotokolls Ein Dialogfenster erscheint, in dem Sie die allgemeinen Parameter Ausgabegerät, Anzahl Ausdrucke und Anzahl Seiten pflegen. Über Eigenschaften können Sie weitere Eigenschaften des Spoolauftrags pflegen. In der Regel werden Sie diese Eigenschaften nicht zu jedem Spoolauftrag ändern. Hinweis
Spoolparameter, die bereits in den Benutzerfestwerten oder den benutzerspezifischen Druckparametern angegeben sind, werden automatisch übernommen. Andernfalls müssen Sie die Spoolparameter bei einer Archivierungssitzung nur beim Ausführen der ersten Aktion angeben. Sie bleiben bis zum Ende der Archivierungssitzung erhalten. |
Planen Sie Ihre Jobs zum Schreiben und Löschen nicht über die Archivadministration, sondern über die Archivierung der Integration Engine ein.
Folgende Optionen stehen Ihnen außerdem zur Verfügung:
Sie können das Leseprogramm für Ihr Archivierungsobjekt im Hintergrund oder im Dialog starten. Letzteres entspricht der Funktion Archivierte XML-Messages (Suche über Archiv) im Menü Integration Engine → Monitoring.
Aus Gründen der Performance sind die ermittelten Statistikwerte in der Regel nur ungenau.
Zum Einplanen Ihrer Löschjobs verfahren Sie wie folgt:
Über Jobs gelangen Sie in eine Jobübersicht.