
Die Konfigurationsdaten für die Integration Engine sind mandantenbezogen. Das bedeutet, dass Sie in einem SAP-System mehrere Business-Systeme auf unterschiedliche Art und Weise konfigurieren können.
Mit den Ausgewählten Konfigurationsdaten legen Sie fest, welche Rolle Ihr aktuelles Business-System übernehmen soll. Sie können diese Daten aus dem System Landscape Directory (SLD) laden, falls sie dort gepflegt sind. Sie können aber auch, beispielsweise zu Testzwecken, eine Konfiguration festlegen, die von den Daten des SLD abweicht. Diese können Sie jederzeit Prüfen und mit den Daten im SLD vergleichen.
Alle anderen Konfigurationsdaten legen Sie mit Hilfe von Parametern fest, mit denen Sie Ihr Business-System einstellen können.
Geänderte oder neue Einträge werden nicht automatisch transportiert, da es sich bei den meisten Parametern um lokale Parameter handelt.
Möchten Sie die Einträge dennoch transportieren, wählen Sie Hilfsmittel → Vergleich und verfahren Sie wie in Vergleich von Customizing-Objekten beschrieben.
Sie können Ihre Einträge auch manuell transportieren, indem Sie mit der Transaktion SE09 das Transportobjekt R3TR TABU SXMSCONFVL mit den entsprechenden Tabellenschlüsseln (Konfigurationsparameter) in Ihren Transportauftrag aufnehmen.
Sie haben im Menü Integration Engine die Option Konfiguration → Integration Engine konfigurieren gewählt und befinden sich nun im Bild Konfigurationsdaten der Integration Engine.
Wenn Sie Ihre Konfigurationsdaten aus dem SLD laden möchten, verfahren Sie wie folgt:
Sind keine Daten im SLD gepflegt, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.
Wenn Sie die angezeigten Konfigurationsdaten ändern möchten, verfahren Sie wie folgt:
Bei den Rollen eines Business-Systems wird unterschieden zwischen
Der Integration Server nimmt XML-Messages entgegen, ermittelt die Empfänger, führt Mappings durch und routet die XML-Messages an die entsprechenden Empfängersysteme weiter. Er ist eine zentral konfigurierte Integration Engine und ist nicht in der Lage, Anwendungslogik auszuführen.
In einem SAP-System kann es nur einen Integration Server geben. Das bedeutet, dass nur ein Mandant (Business-System) als Integration Server definiert sein kann.
Gemeint ist ein Anwendungssystem mit lokaler Integration Engine, die zur Ausführung der Integrationslogik den Integration Server benötigt (der sich in einem anderen Mandanten des gleichen SAP-Systems befinden kann).
Das System kann als Sender oder Empfänger von XML-Messages agieren, beinhaltet aber keine Integrationslogik. Deshalb kann weder Routing noch Mapping lokal ausgeführt werden. Dies muss stattdessen vom Integration Server ausgeführt werden, der von dem Anwendungssystem aufgerufen wird.
Während die Integrationslogik nur in ABAP-basierten Business-Systemen angeboten wird, kann die Sender/Empfänger-Rolle einer Integration Engine auch in anderen Business-Systemen zur Verfügung gestellt werden.
dest://<IntegrationServer-Destination>
Hierbei ist <IntegrationServer-Destination> eine RFC-Destination vom Typ HTTP-Verbindung (Typ H) zum Integration Server im aktuellen System. In diesem Fall werden Host-Name, Port und Pfadpräfix in der RFC-Destination hinterlegt.
Legen Sie zuerst eine RFC-Destination vom Typ H mit dem Host-Namen sowie dem HTTP-Port des Integration Servers an. Tragen Sie dort den folgenden Pfadpräfix ein:
/sap/xi/engine?type=entry
Der Benutzer und das Kennwort werden in der RFC-Destination im aktuellen System hinterlegt und müssen nicht beim HTTP-Service im Zielsystem angegeben werden.
Der Präfix dest:// muss vor den Namen der RFC-Destination gesetzt werden, damit das System erkennt, dass es sich nicht um eine direkte Adressangabe, sondern um eine logische Definition handelt.
Wenn Sie Konfigurationsparameter ändern möchten, verfahren Sie wie folgt:
Sie gelangen in die Sicht Konfiguration der Integration Engine. Diese bietet die Funktionalität zur Anzeige einer Sicht der Transaktion Tabellensicht-Pflege: Einstieg (SM30).
Die angezeigte Sicht enthält eine Tabelle bereits definierter Konfigurationsparameter der ausgewählten Kategorie. Weitere Informationen zu den einzelnen Parametern finden Sie, wenn Sie in der entsprechenden Zeile das Symbol für Information () wählen.
Haben Sie in Schritt 1 im Feld Kategorie keine Kategorie von Parametern ausgewählt, enthält die Tabelle alle bereits definierten Konfigurationsparameter.
Sie können in dieser Tabelle im Änderungsmodus folgende Aktivitäten vornehmen:
Der aktuelle Wert übersteuert den voreingestellten Default-Wert.
Verwenden Sie hierzu jeweils die Eingabehilfe. Sie können hierbei den Default-Wert übernehmen oder einen aktuellen Wert angegeben, der dann zur Laufzeit den Default-Wert übersteuert.
Durch Markieren der Spalte Präfix können Sie den entsprechenden Subparameter als Präfix definieren, um einen Konfigurationswert generisch für eine Menge von Subparametern vorgeben zu können.
Wenn Sie sich eine Liste aller Parameter mit ihren Default-Werten anzeigen möchten, die Sie in der ausgewählten Kategorie angeben können, wählen Sie Default-Werte.