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In der OLAP-Engine des BW-Systems werden die ausgewählten Kennzahlen aggregiert. Das Aggregationsverhalten bestimmt, ob und auf welche Weise Kennzahlwerte in Queries, die verschiedene Merkmale und Merkmalswerte verwenden, aggregiert werden.

Um die Werte von Kennzahlen zu berechnen, müssen die Daten des InfoProviders auf das Detaillevel der Query aggregiert (verdichtet) und ggf. auch Formeln berechnet werden. Dabei muss über mehrere Merkmale aggregiert werden.

Die Grundform der Aggregation ist die Standardaggregation. Im Rahmen der Standardaggregation kann das System Kennzahlen nach folgenden Regeln aggregieren: Summation (SUM), Minimum (MIN) und Maximum (MAX). Die Standardaggregation ist unabhängig von einem bestimmten Merkmal. Das System führt die Standardaggregation über alle Merkmale aus, die nicht im Aufriss sind, unabhängig von ihrer Reihenfolge. Dies ist das bekannteste Aggregationsverhalten.

Hinweis Hinweis

In DataStore-Objekten für direktes Schreiben kann man im Planungsmodus auch Kennzahlen mit der Standardaggregation NO2, keine Aggregation (X, falls mehr als ein Wert vorkommt) verwenden.

Ende des Hinweises.

In Ergänzung der Standardaggregation gibt es die Ausnahmeaggregation. Die Aggregationsregeln zur Ausnahmeaggregation sind abhängig von einem Merkmal. Sie legen fest, wie eine eingeschränkte, berechnete Kennzahl oder Formel in der Analytic Engine bezüglich eines oder mehrerer Bezugsmerkmale aggregiert wird. (Berechnete Kennzahlen und Formeln verhalten sich weitgehend entsprechend; nur in Ausnahmefällen kann es zu Abweichungen in den Query-Ergebnissen kommen.) Für die Ausnahmeaggregation wird ein Merkmal benötigt, um die Granularität festzulegen, auf deren Grundlage die Aggregationsregel angewendet wird. Bis zu diesem Detaillevel aggregiert das System die Kennzahlen nach den Regeln der Standardaggregation. Die Ausnahmeaggregation ist also immer eine Ergänzung, kein Ersetzung der Standardaggregation.

Beispiel Beispiel

Wir betrachten als Beispiel die Aggregationsregel (AVG): Das System berechnet den Durchschnitt aus der Summe aller Werte dividiert durch die Anzahl der Einträge. Um die Anzahl der Einträge zu bestimmen, muss eine Datengranularität festgelegt werden, bis zu welcher das System die multidimensionalen Daten nach den Regeln der Standardaggregation aggregieren soll. Das Ergebnis der Standardaggregation dient als Ausgangspunkt der Ausnahmeaggregation, als Grundlage der Berechnung nach der Vorschrift Durchschnitt aller Werte.

Ende des Beispiels.

Empfehlung Empfehlung

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kommt Ausnahmeaggregation z.B. dann zum Tragen, wenn Lagerbestände eine Rolle spielen, die über die Zeit nicht aufsummiert werden können, oder Zähler, die die Anzahl von Merkmalswerten für ein bestimmtes Merkmal zählen.

Ende der Empfehlung.

Eine Übersicht über die im System verfügbaren Aggregationsregeln finden Sie unter Regeln für Standard- und Ausnahmeaggregation.

Aktivitäten

Sie legen die verschiedenen Arten des Aggregationsverhaltens von Standard- und Ausnahmeaggregation für Basiskennzahlen in der InfoObject-Pflege (siehe Registerkarte: Aggregation), für Formeln und berechnete Kennzahlen im BEx Query Designer fest (siehe Eigenschaften der Selektion/Formel/Zelle).

Hinweis Hinweis

Die Einstellungen zur Aggregation können Sie auch durch Einstellungen in der Query übersteuern. Siehe in der Dokumentation zu den allgemeinen Analysefunktionen im BEx die Abschnitte Lokale Berechnungen, Berechne Resultate als... und Berechne Einzelwerte als... (lokale Aggregation).

Ende des Hinweises.