CRM-FS, Geführter Darlehensanbahnungsprozess
Technischer Name der Business Function |
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Art der Business Function | Industry Business Function |
Verfügbar ab | SAP-Erweiterungspaket 3 für SAP CRM 7.0 |
Technische Verwendung | CRM Core |
Anwendungskomponente |
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Vorausgesetzte Business Function | Verbesserung der Performance ( |
Sie können diese Business Function verwenden, um im Rahmen ihres Privatkundengeschäfts die Überführung von Angeboten in Verträge effizienter zu gestalten.
Die Business Function bietet einen integrierten, kundenorientierten Zugang zur Geschäftsanbahnung. Sie gewährleistet die Einhaltung interner und externer Regeln durch Dokumentation der zum Vertragsabsschluss führenden Verhandlungen und durch regelbasierte Produktauswahl.
Sie erhöht die Kundenzufriedenheit durch das Angebot von Produkten, die auf die Bedürfneisse der Kunden zugeschnitten sind und gleichzeitig den internen Regeln der Bank genügen. Ein flexibles Framework ermöglicht es Ihnen, die Funktionen an die Bedürfnisse einer Bank ohne Modifikationen anzupassen. Die Business Function bietet Funktionen für Konsumentenkredite mit fertig konfigurierter Integration in das Backend-System.
Mit der Business Function können Sie den Bedarf von Kunden effizienter analysieren, geeignete Verkaufsprodukte mit passenden Preisvorschlägen empfehlen und entsprechende Angebote machen. Sie können die finanzielle Situation des Kunden und die verfügbaren Sicherheiten für Hypothekendarlehen an Privatkunden bewerten. Sie können Dokumente gemäß einer Checkliste hinterlegen, operative Verträge anlegen und Verkaufsaktionen durch Anlegen eines Verkaufsvertrags ausführen.
Sie können die Geschäftsregeln im Business Rule Framework plus (BRFplus) konfigurieren.
Serviceorientierte Architektur ist eine betriebswirtschaftlich ausgerichtete Architektur für servicebasierte Lösungen auf Unternehmensebene.
Im Angebot für Finanzdienstleistung und im Darlehensassistenten können Sie die Standardpreiskonditionen aus einem angebundenen Kontoführungssystem abfragen. Sie können auch den Zahlungsplan in einem angebundenen Kontoführungssystem berechnen. Damit Sie diese Funktionen nutzen können, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Kontoführungssystem die für die Übertragung der erforderlichen Daten nötigen Voraussetzungen erfüllt.
Im Angebot für Finanzdienstleistung und im Darlehensassistenten können Sie Sicherheitenkonstellationen aus einem Sicherheitenverwaltungssystem abrufen und neue Sicherheitenkonstellationen berechnen. Damit Sie diese Funktionen nutzen können, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Sicherheitenverwaltungssystem die für die Übertragung der erforderlichen Daten nötigen Voraussetzungen erfüllt.
Sie haben die folgenden Komponenten ab der genannten Version installiert:
Art der Komponente | Komponente |
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Softwarekomponente |
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SAP NetWeaver XI/ESR Content Externe Produkte: Optional: Banking Services von SAP 8.0 SP 8 als vertragsverwaltendes System Optional: SAP Credit Management in ERP 6.0 EHP7 Optional: Darlehensverwaltung in ERP 6.0 EHP7 | SAP NetWeaver 7.4
Optional: FSAPPL 400, Optional: FSPOT 400 Optional: FINBASIS 747 Optional: EA-FINSERV 617 |
Sie haben die Business Function Verbesserung der Performance aktiviert.
Nachdem Sie diese Business Function aktiviert haben, nehmen Sie die folgenden Einstellungen im Customizing für Customer Relationship Management unter Financial Services
vor:
Darlehensassistent
Der Darlehensassistent führt das Verkaufsteam in einigen wohldefinierten Schritten schnell durch den Geschäftsanbahnungsprozess. Der Darlehensassistent reduziert die Komplexität des Verkaufsprozesses. Die Schritte sind logisch angeordnet und führen den Benutzer durch den Geschäftsanbahnungsprozess für Konsumentenkredite:
Kundenbedarf analysieren und erfassen
Produkte und Preisvorschläge auf der Grundlage des Kundenbedarfs (mit BRFplus) auswählen und ein Angebot für Finanzdienstleistung zu den ausgewählten Verkaufsprodukten anlegen
Die persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage des Kunden erfassen (Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Einkommen, Ausgaben), um die finanzielle Situation des Kunden zu analysieren
Die Produktvariante auswählen, zu der Sie Preis- und Zahlungsdaten berechnen wollen
Den Preis bestimmen und den Zahlungsplan für die gewählte Produktvariante berechnen
Neue Sicherheitenkonstellationen berechnen, um entweder freie Sicherheiten oder Deckungslücken zu identifizieren, und die Daten im Angebot für Finanzdienstleistung hinterlegen
Dokumente, die für das entsprechende Angebot für Finanzdienstleistung benötigt werden, mit Hilfe einer Checkliste verwalten
Zusätzliche Informationen zum Kunden hinzufügen
Das Angebot für Finanzdienstleistung finalisieren und - nach Annahme durch den Kunden - zur Genehmigung schicken
Sie können den Darlehensassistenten von einer Banking-Opportunity aus starten.
Weitere Informationen finden Sie unter Darlehensassistent.
Banking-Opportunity
Sie können eine Opportunity mit der Vorgangsart OPBA (Banking-Opportunity) anlegen, wenn ein Kunde oder Interessent Interesse an einem Finanzdienstleistungsprodukt einer Bank bekundet. Die Banking-Opportunity beschreibt den Bedarf des Bankkunden, die relevanten Bankprodukte und -dienstleistungen, das Gesamtvolumen des Kundenprojekts, das potenzielle Umsatz und eine geschätzte Auftragswahrscheinlichkeit. Diese Angaben werden im Lauf des Verkaufsprozesses konkretisiert und vom Kundenbetreuer regelmäßig aktualisiert. Die Banking-Opportunity vereinfacht das Erfassen des Kundenbedarfs. Passende Verkaufsprodukte werden auf der Grundlage des Kundenbedarfs vorgeschlagen.
Weitere Informationen finden Sie unter Opportunity mit Vorgangsart OPBA (Banking Opportunity).
Angebot für Finanzdienstleistung
Ein Angebot für Finanzdienstleistung benutzt Fähigkeiten des Backend-Systems zur Preisfindung für einen Vertrag, zur Darlehenssimulation, Sicherheitenverwaltung und Vertragsanlage als End-to-End-Prozess. Auf der Grundlage eines Angebots für Finanzdienstleistung können Sie Produktvarianten simulieren, beispielsweise mit verschiedenen Laufzeiten oder Zinssätzen. In dem Angebot für Finanzdienstleistung werden die Details des Angebots erfasst, das dem Kunden unterbreitet wurde. Dazu gehören beispielsweise Angaben zum Vertriebsprodukt, zum Geschäftspartner, zur Organisationseinheit, zu Preis- und Zahlungskonditionen, zum Zahlungsplan, zur Sicherheitenkonstellation und zu PSV-Kennzahlen. Angebote für Finanzdienstleistungen enthalten Produkte aus dem ganzen Bereich der Finanzdienstleistungen. Typische Finanzdienstleistungsprodukte sind Hypotheken- und Ratendarlehen an Privatkunden.
Weitere Informationen finden Sie unter Angebot für Finanzdienstleistung.
Persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage
Eine persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage liefert Informationen zur finanziellen Situation eines Geschäftspartners und ermöglicht es Ihnen, alle Details zu Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Einkommen und Ausgaben des Kunden zu erfassen. Die persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage eines Geschäftspartners ist besonders wichtig, wenn eine Bank diesem Kunden ein Darlehen gewähren will. Sie können die Debt Service Ratio des Kunden berechnen, um die Fähigkeit des Kunden zur Tilgung zu ermitteln. Banken führen während der Laufzeit eines Darlehens typischerweise regelmäßige Risikobewertungen durch und aktualisieren die persönlichen Selbstauskünfte ihrer Kunden.
Weitere Informationen finden Sie unter Persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage.
Vertrag über Bankdienstleistung
Ein Vertrag über Bankdienstleistung enthält die Standard- und Sonderkonditionen von Bankprodukten und -dienstleistungen, die zwischen der Bank und ihrem Kunden ausgehandelt wurden. Beim Abschluss eines Geschäfts dokumentiert der Vertrag über Bankdienstleistung die vereinbarten Konditionen. Der Vertrag über Bankdienstleistung enthält diese Informationen über den gesamten Zeitraum seiner Gültigkeit. Während des Onboarding-Prozesses der entsprechenden operativen Verträge wird der Vertrag über Bankdienstleistung aus einem Angebot für Finanzdienstleistung erzeugt.
Weitere Informationen finden Sie unter Vertrag über Bankdienstleistung.
Fallerweiterungen
Mit den neuen Fallarten für besicherte und unbesicherte Darlehen können Sie eine dynamische Checkliste ermitteln, die die für den Geschäftsanbahnungsprozess benötigten Dokumente auflistet. Diese Checkliste wird vom Aktenmodell abgekoppelt. Sie können die Dokumente im Repository des Enterprise Content Management (ECM-Repository) anhängen. Sie können obligatorische Dokumente als nicht erforderlich kennzeichnen und den Status des Dokumentenuploads vom Fall aus prüfen. Die Dokumentencheckliste und die Möglichkeit, Dokumente im ECM anzuhängen, werden als wiederverwendbare Funktionen bereitgestellt, die bei Bedarf in jedes Business-Objekt integriert werden können.
Weitere Informationen finden Sie unter Case Management in der Geschäftsanbahnung und Dokumentenverwaltung im Fall.
Benutzung von BRFplus
Business Rule Framework Plus (BRFplus) ist ein Werkzeug, das Berechnungen und die Entscheidungsfindung unterstützt. Mit BRFplus definieren Sie Regeln für Prüfungen und Berechnungen, die das System für die Prozesse in der Geschäftsanbahnung ausführt.
Weitere Informationen finden Sie unter BRFplus für die Geschäftsanbahnung.}
Enterprise-Services
Enterprise-Services ermöglichen es, das Angebot für Finanzdienstleistung, den Vertrag über Bankdienstleistung und die persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage von außerhalb des CRM-Systems zu benutzen.
Weitere Informationen finden Sie unter Banking Customer Quote Processing, Banking Sales Contract Processing und Personal Financial Statement Processing.
Sicherheitsrelevante Information
Für die persönliche Selbstauskunft zur Vermögenslage und die Berechtigungsstufe eines Kundenbetreuers sind neue Berechtigungsobjekte verfügbar. Weitere sicherheitsrelevante Informationen finden Sie im Security Guide für SAP Erweiterungspaket 3 für SAP CRM 7.0 auf dem SAP Service Marketplace auf http://service.sap.com/instguides
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