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ObjektdokumentationLizenznutzungsrückmeldung

 

Geschäftsvorgang, der die Grundlage für benutzerbasierte Incoming- und Outgoing-Royalty-Abrechnungen bildet. Es werden dabei Mengen oder Werte (Zuschauerzahlen, verkaufte Bücher usw.) zurückgemeldet.

 

Die IPM-Rückmeldung wird im CRM erfasst. Die in der Rückmeldung erfassten Informationen werden in weiteren Applikationen benötigt, die über Folgeprozesse angestoßen werden.

Auf der Basis der Daten, die Sie in der IPM-Rückmeldung erfassen, werden Royalties im Lizenzverkaufsvertrag errechnet. Fakturabelege der Incoming Royalties und Abrechnungsbelege der Outgoing Royalties werden beide in der CRM-Fakturierung aufbereitet.

Auch Royalties für Lizenzgeber können auf der Basis der Daten, die Sie in der IPM-Rückmeldung erfassen, errechnet werden. Sie können auch auf Basis der Incoming Royalties gezahlt werden, die sich aus den Rückmeldedaten errechnen.

Pro Rückmeldung können mehrere Mengen oder Werte rückgemeldet werden. Weiterhin ist es möglich, parallel unterschiedliche Währungen einzugeben. Voraussetzung hierfür ist, dass der Umrechnungskurs im System gepflegt ist.

Rückmeldungen werden automatisch beim Sichern eines Lizenzverkaufsvertrags erstellt. Damit eine Rückmeldung bzw. weitere Rückmeldepositionen angelegt werden, muss die entsprechende Position im Vertrag, auf welche die Rückmeldung erfolgt, folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Position muss einen rückmelderelevanten Positionstyp haben.

  • Das Produkt muss gepflegt sein.

  • Die Rechte und die Lizenzdauer müssen gepflegt sein.

  • Die Position muss freigegeben sein.

Wenn Sie einen bestehenden Lizenzverkaufsvertrag ändern, legt das System beim Sichern für die neue Vertragsposition neue Rückmeldepositionen zur bestehenden Rückmeldung an.

Voraussetzungen

Wenn Sie diese Funktion im CRM WebClient UI verwenden möchten, müssen Sie die Business Function Intellectual Property Management aktivieren.

Sie haben die erforderlichen Konfigurationseinstellungen für die Lizenznutzungsrückmeldung im SAP Solution Manager für das SAP Media-Business-Scenario Intellectual Property Management getroffen.

Struktur

Sie können die Anwendung Lizenznutzungsrückmeldung über die Navigationsleiste auf der CRM Web-Client-Oberfläche (Bereichsstartseite Lizenzverkauf) aufrufen.

Funktionsumfang der Bewertung im Vertrag

Dieser Abschnitt erklärt die Verarbeitungslogik zur Abrechnung von Fakturaanforderungspositionen (FAPs).

Überblick

Da in der Rückmeldung sowohl bereits kumulierte Daten (ITD-Daten) als auch Daten, die sich auf die aktuelle Abrechnungsperiode beziehen (PP-Daten), angegeben werden können, unterscheidet sich der Kumulationstyp je nach Art der Daten. Sowohl die ITD-Daten als auch die PP-Daten werden unter der Fakturaanforderungsposition gespeichert. Entsprechend den im Kalkulationsschema definierten Konditionsarten werden Zeilen von der Datenbank gelesen und bei der Preisfindung verwendet. Nach Überleitung an die CRM-Fakturierung werden die PP-Daten der FAP zu den ITD-Daten der Royalty-Position addiert.

Die eigentliche Abrechnung findet in der CRM-Fakturierung statt: In der aktuellen Periode anfallende Royalties (PP-Royalties) werden mit der Differenzrechnung bestimmt, erfolgte Vorauszahlungen werden mit den Royalties verrechnet, Steuern werden ermittelt und die Faktura wird erstellt.

Die Preisfindung sowie u. U. die Abrechnung können auch bei unvollständigen Rückmeldungen erfolgen. Weitere Informationen finden Sie unter Behandlung fehlender oder unvollständiger Rückmeldungen.

FAP-Findung

Wenn Sie eine Rückmeldung erfassen, findet das System anhand der angegebenen Daten (Vertragsnummer, Vertragsdaten, Zeitraum, gepflegte Rechte) die entsprechende Royalty-Position und Fakturaanforderungsposition.

Preisfindung

Voraussetzung für die Preisfindung ist, dass die Royalty-Konditionen in den Preisvereinbarungen gepflegt sind. Im Fakturierungsplan können vertragsspezifische Royalty-Raten vereinbart werden.

Jedes Mal, wenn neue Rückmeldedaten erfasst werden, findet im Vertrag unter Berücksichtigung dieser Daten eine Preisfindung statt.

FAP-Status

Eine Fakturaanforderungsposition wird anfänglich mit dem Status 'Offen' generiert. Nach erfolgter Preisfindung wird die bewertete FAP an die Accrual Engine und den Abrechnungsdatensammler übergeleitet.

Wenn die Rückmeldung vollständig ist, d.h. wenn alle erwarteten Perioden zurückgegeben worden sind, wird der Systemstatus der FAP auf 'Zur Faktura freigegeben' gesetzt. Die FAP kann nun fakturiert werden:

Sie können eine abzurechnende FAP jedoch noch verändern, etwa wenn vor der Fakturierung noch Korrekturen für eine bereits eingegangene Rückmeldeperiode eintreffen. Wählen und ändern Sie die Rückmelde-Historiendaten oder erfassen Sie eine neue Rückmeldung.

Wird bei unvollständigen (verspäteten) Rückmeldungen gewünscht, dass die Fakturierung trotz fehlender Daten zum üblichen Datum erfolgt, kann der Status manuell auf 'Zur Faktura freigegeben' gesetzt werden oder das System gibt die FAP automatisch frei, wenn die nachfolgende FAP bereits freigegeben wurde.

Nachdem die Billing Engine die Abrechnung durchgeführt hat, wird der Status auf 'Vollständig fakturiert' gesetzt. Eine fakturierte FAP kann nicht mehr geändert werden. Um eine vollständig fakturierte FAP zu ändern, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Stornieren Sie den Fakturabeleg und ändern Sie die FAP.

  • Fügen Sie neue Rückmeldedaten für die bereits fakturierte Periode hinzu.

Übernahme der rückgemeldeten Werte

Die Rückmeldung enthält auch die Summe der vom Lizenznehmer in einer Rückmeldungsperiode entrichteten Royalties.

Integration

Die Referenz auf die Rückmeldetransaktion ist über den Belegfluss aus dem Vertrag sichtbar. Der untergeordnete Vertrag kann ebenfalls pro Rückmeldung identifiziert werden. Für die Erlösaufteilung werden die erforderlichen Daten über die Middleware der entsprechenden Applikation bereitgestellt und danach an die Accrual Engine (FI-Werkzeug, mit dem Sie in unterschiedlichen Anwendungskomponenten Abgrenzungen automatisch berechnen und buchen können) weitergeleitet.