
Technischer Name der Business Function |
FIN_GL_CI_2 |
Art der Business Function |
Enterprise Business Function |
Verfügbar ab |
SAP Erweiterungspaket 4 für SAP ERP 6.0 |
Technical Usage |
Central Applications |
Anwendungskomponente |
FI-GL (neu) |
Direkt abhängige Business Function, die Sie zusätzlich aktivieren müssen |
New General Ledger Accounting (FIN_GL_CI_1) |
Sie verwenden die Business Function New General Ledger Accounting 2, um in der Komponente FI-GL (neu) Ihre Prozesse für die parallele Rechnungslegung zu verbessern und um die Integration ins Controlling sicherzustellen.
Folgende Funktionen stehen Ihnen zur Verfügung:
Zuordnungsübersicht für Profitcenter
Wizards für das Customizing der Belegaufteilung
erweiterte Standardkonfiguration der Belegaufteilung
Absprung von FI- in CO-Berichte
Validierung von Kontierungskombinationen
ledgergruppenspezifische Beleganzeige
Abschluss-/Eröffnungsbuchungen für führendes Ledger (länderspezifisch)
separate Prüfung der Buchungsperiode für Buchungen von CO nach FI
Prüfen der Buchungsperiode für nicht-repräsentative Ledger
Die erweiterte Standardkonfiguration der Belegaufteilung ist ebenfalls Bestandteil der folgenden Business Functions: PSM, Zahlungsbasiertes Rechnungswesen und Berichtswesen (Cash Flow) (PSM_FA_CASH) sowie PSM, Haushaltsmanagement 2 (PSM_FM_CI_2).
Sie haben die folgende Komponente ab der genannten Version installiert:
Art der Komponente |
Komponente |
Wird nur für folgende Funktionen benötigt |
Softwarekomponente |
SAP_APPL 6.04 |
Um diese Business Function nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Sie haben die Anwendungskomponente Hauptbuchhaltung (FI-GL) (neu) eingerichtet, d.h. die neue Hauptbuchhaltung ist aktiv.
Sie haben die Business Function New General Ledger Accounting aktiviert.
Sie haben diese Business Function, New General Ledger Accounting 2, aktiviert.
Informationen zur Aktivierung der einzelnen Funktionen im Customizing finden Sie in der Release-Information FIN_GL_CI_2: New General Ledger Accounting 2.
Zuordnungsübersicht für Profitcenter
Mit der Zuordnungsübersicht für Profitcenter können Sie fehlende oder falsche Zuordnungen von Objekten zu Profitcentern einfach aufdecken und korrigieren. Diese Funktion unterstützt Sie also dabei, korrekte Abschlüsse auf Profitcenter-Ebene zu erstellen.
Nunmehr können Sie auch die Zuordnung von folgenden Objekten zu Profitcentern überprüfen:
Kundenauftragspositionen und
Immobilienobjekte des Flexiblen Immobilienmanagements (RE-FX)
Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Zuordnungsübersicht für Profitcenter.
Wizards für das Customizing der Belegaufteilung
Die Wizards bieten einen neuen, leicht verständlichen Zugang zu den Customizing-Einstellungen für die Belegaufteilung. Es gibt folgende Wizards:
Konfiguration der Belegaufteilung
Anlegen einer Belegaufteilungsregel
Beide Wizards enthalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen Sie die Customizing-Einstellungen vornehmen und auch überprüfen können. Mit dem Wizard zum Anlegen einer Belegaufteilungsregel können Sie außerdem Belegsimulationen auf der Grundlage von bereits existierenden Belegen vornehmen.
Erweiterte Standardkonfiguration der Belegaufteilung
Mit diesen Standardeinstellungen für die Belegaufteilung wird das Customizing für einige Geschäftsprozesse erheblich vereinfacht, so z.B. bei nicht zugeordneten Zahlungen. Die Konfiguration dieser Prozesse in der Belegaufteilung beschränkt sich nunmehr im Wesentlichen auf die Zuordnung der Default-Kontierungswerte der vordefinierten Konstante sowie die Zuordnung der neuen Belegaufteilungsregel der jeweiligen Belegart.
Absprung von FI- in CO-Berichte
Mit dieser Funktion erreichen Sie im Reporting eine verbesserte Integration von Finanzwesen (FI) und Controlling (CO): Der Abstimmaufwand verringert sich, und die Herkunft der Werte wird transparenter. Ausgehend von den Profitcenter- bzw. Segment-Berichten in der neuen Hauptbuchhaltung können Sie verschiedene Berichte aus dem Controlling über die Bericht-Bericht-Schnittstelle aufrufen. Die Verknüpfung zwischen Senderbericht einerseits und Empfängerbericht im Controlling andererseits ist durch das Profitcenter sowie die Herkunftsobjektart (z.B. Kostenstelle oder Innenauftrag) gewährleistet; d.h. die Empfängerberichte ergeben sich aus der gewählten Herkunftsobjektart des Senderberichts. Als Empfängerberichte können Sie von SAP vordefinierte Standardberichte, eigene Berichte oder Transaktionen verwenden.
Weitere Informationen finden Sie unter Absprung von FI- in CO-Berichte.
Validierung von Kontierungskombinationen
Diese Funktion verhindert rechtzeitig Buchungen mit unzulässigen Kontierungskombinationen und sorgt so für ein konsistentes Reporting. Anhand von selbst definierten Validierungsregeln können Sie unterschiedliche Kontierungskombinationen daraufhin überprüfen, ob sie betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, und ggf. eine unzulässige Buchung verhindern. Sie können also beispielsweise eine Kontierungskombination aus Sachkonten und Kostenstellen in die Prüfung einbeziehen und Buchungen mit dieser Kontierungskombination nicht mehr zulassen. Es werden nur solche Belege geprüft, die gebucht werden sollen; d.h. vorerfasste Belege werden nicht geprüft. Sie können sich während der Buchung die zu prüfenden Kontierungen anzeigen lassen und das Prüfergebnis ermitteln. Im Customizing können Sie eine Validierungsstrategie mit Validierungsregeln einem ganzen Buchungskreis als Standardstrategie zuordnen. Ledgergruppenspezifisch können Sie Ausnahmen definieren. Das Validierungsprotokoll unterstützt Sie bei der Analyse der Validierungsregeln.
Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Validierung von Kontierungskombinationen.
Ledgergruppenspezifische Beleganzeige
Die logische Datenbank BRF (Belegdatenbank) wurde um ein Selektionskriterium für die Ledger-Gruppe erweitert. Daher können Sie bei allen Reports, die die logische Datenbank BRF zur Datenselektion nutzen, nach Ledger-Gruppe oder nach Ledger selektieren.
Die folgenden Reports wurden so angepasst, dass das Selektionskriterium Ledger-Gruppe bereits enthalten ist:
Beleg-Kompaktjournal (RFBELJ00)
Beleg-Kompaktjournal [nicht barrierefrei] (RFBELJ00_NACC)
Liste Belege (RFBUEB00)
Darüber hinaus können Sie auch eigene Reports, die auf der logischen Datenbank BRF basieren, um das Selektionskriterium Ledger-Gruppe erweitern.
Abschluss-/Eröffnungsbuchungen für führendes Ledger (länderspezifisch)
Die Jahresabschluss- und Eröffnungsbuchungen können Sie ledgerspezifisch auch für das führende Ledger vornehmen. Hierzu verwenden Sie das Programm Abschluss-/Eröffnungsbuchungen zum Jahresende; dieses ist hauptsächlich für die Länder Italien, Slowakei, Türkei, Portugal, Rumänien und Kolumbien bestimmt.
Separate Prüfung der Buchungsperiode für Buchungen von CO nach FI
Diese Funktion ermöglicht reibungslosere Abschlussarbeiten für das Controlling und das Finanzwesen. Bislang musste während der Abschlussarbeiten am Periodenende die FI-Periode geöffnet bleiben, solange noch Buchungen vom Controlling ins Finanzwesen vorgenommen wurden. Nunmehr können Sie auch dann noch CO-Vorgänge in der vorhergehenden Periode buchen, wenn diese für FI-Buchungen bereits geschlossen ist. Dafür steht Ihnen im Customizing der Buchungsperioden ein zusätzliches Periodenintervall zur Verfügung, das ausschließlich für Buchungen des Controlling in das Finanzwesen relevant ist. Es ist sowohl für Buchungen über die Echtzeitintegration gültig als auch für diejenigen Buchungen, die über das CO-FI-Abstimmledger im Rahmen von Abschlussarbeiten erstellt werden.
Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Öffnen und Schließen von Buchungsperioden.
Prüfen der Buchungsperiode für nicht-repräsentative Ledger
Diese Funktion verringert bei den Abschlussarbeiten den Koordinationsaufwand für die verschiedenen Rechnungslegungsvorschriften. Bei einer Buchung in verschiedene Ledger wurde die Periodenprüfung bislang nur für das repräsentative Ledger durchgeführt. Buchungsperioden in nicht-repräsentativen Ledgern wurden somit nicht berücksichtigt. Nunmehr können Sie festlegen, dass die Prüfung der Buchungsperioden auch für nicht-repräsentative Ledger erfolgt. Damit sind Buchungen in nicht-repräsentative Ledger auch dann noch möglich, wenn die entsprechende Buchungsperiode im repräsentativen Ledger bereits geschlossen ist. Sie können außerdem für nicht-repräsentative Ledger eine abweichende Geschäftsjahresvariante festlegen.
Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Sachkontenbuchung.
Eine detaillierte Auflistung der neuen und geänderten Funktionen finden Sie in der zentralen Release-Information FIN_GL_CI_2: New General Ledger Accounting 2 sowie in den Detail-Release-Informationen.
Eine ausführliche Dokumentation zu den einzelnen Funktionen der neuen Hauptbuchhaltung finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Hauptbuchhaltung (FI-GL) (neu).
Ab SAP ECC 6.0, Erweiterungspaket 4 können Sie die in den Speziellen Ledgern (FI-SL) bereits vorhandene Belegaufteilungsinformation in die neue Hauptbuchhaltung übernehmen. Diese Migrationsfunktion steht Ihnen ausschließlich im Rahmen des SAP General Ledger Migration Service im Migration Cockpit zur Verfügung. Die Aktivierung der Business Function New General Ledger Accounting 2 ist dafür nicht notwendig. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1163997.