ERP-Stammdaten und Configuration Engine 
Stammdaten, die Sie in SAP ERP anlegen, können in der Variantenkonfiguration (LO-VC) verwendet werden. Wenn Sie diese Stammdaten mit der Configuration Engine nutzen wollen, müssen Sie strukturelle und funktionale Unterschiede berücksichtigen und in die Modellierung einbeziehen (Deltaliste).
Lesen Sie auf jeden Fall den SAP-Hinweis 1819856, der weitere Informationen zur Verfügung stellt, z.B. spezielle SAP-Hinweise mit weiteren Informationen über die unten beschriebenen Themen sowie über Themen, die unten nicht beschrieben sind.
Hinweis
Die Configuration Engine wird gelegentlich auch als Internet Pricing and Configurator (IPC) oder als Sales Configuration Engine (SCE) bezeichnet.
Sie legen Stammdaten in SAP ERP an und bearbeiten sie dort. Um Stammdaten für die Produktkonfiguration in einer anderen Umgebung (z.B. in SAP CRM oder CRM E-Commerce) zu verwenden, müssen Sie sie in Form von Wissensbasen zur Verfügung stellen.
Die Configuration Engine und die Variantenkonfiguration (LO-VC) haben folgende Funktionen gemeinsam:
Beide Konfiguratoren setzen ein Produktmodell voraus, das aus Objekten wie Materialien, Klassen, Merkmalen, Klassifizierung und Stücklisten besteht.
Dasselbe Beziehungswissen und dieselben Variantentabellen werden in die Konfiguration einbezogen.
Den Merkmalen werden in der Regel während der interaktiven Konfiguration Werte zugewiesen.
Die Kriterien für Vollständigkeit und Konsistenz sind weitgehend dieselben.
Das Konfigurationsergebnis wird in analogen Strukturen abgelegt.
Die Configuration Engine und die Variantenkonfiguration (LO-VC) unterscheiden sich im Wesentlichen hinsichtlich der Datenbasis, die verwendet wird. Während die Variantenkonfiguration (LO-VC) direkt auf die Stammdaten zugreifen kann, setzt die Configuration Engine auf geschlossenen Abbildern der Stammdaten auf, den so genannten Wissensbasisobjekten (siehe Wissensbasis). In der Form von Wissensbasisobjekten sind die Stammdaten replizierbar und so in derjenigen Umgebung nutzbar, in der die Configuration Engine eingesetzt wird.
Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben die Unterschiede (Delta-Liste) zwischen den beiden Konfiguratoren. Die Informationen betreffen in erster Linie den Modellierungsprozess, der sicherstellen muss, dass sich das Modell in beiden Konfiguratoren wie gewünscht verhält (wenn das Modell später im anderen Konfigurator genutzt wird).
Hinweis
SAP bietet eine automatisierte Kompatibilitätsprüfung an, die die Mehrzahl der in den folgenden Abschnitten beschriebenen Aspekte abdeckt. Wenn Sie eine Laufzeitversion in Transaktion CU35 oder in Transaktion PMEVC anlegen, können Sie eine Analyse von möglichen Inkompatibilitäten durchführen.
Beschreibung | Configuration Engine | Variantenkonfiguration (LO-VC) |
|---|---|---|
Stammdatenbearbeitung | In der Wissensbasis sind die Stammdaten schreibgeschützt. Wissensbasen bilden die Grundlage jeder Konfiguration mit der Configuration Engine. | Stammdaten werden in der ERP-Datenbank bearbeitet. LO-VC greift für die Konfiguration direkt auf die Stammdaten zu. |
Konfigurierbare Objekte | Nur konfigurierbare Produkte (z.B. Materialien und Dienstleistungen) können Objekte der Konfiguration sein. | Es können unterschiedliche Objekte konfiguriert werden; dazu gehören neben den konfigurierbaren Materialen z. B. Arbeitspläne, Leistungsverzeichnisse oder Standardnetze. |
Konfigurationsprofil | Konfigurierbare Materialien ohne gültiges Konfigurationsprofil sind nicht verwendbar. | Ohne gültiges Konfigurationsprofil werden Materialien als nicht konfigurierbar behandelt. |
Einstellungen für Konfigurationsprofil, Konfigurationseinstieg, Stücklistenauflösung | Die Einstellung für die einstufige Stücklistenauflösung wird nicht unterstützt. Darüber hinaus gelten dieselben Einschränkungen wie für die Variantenkonfiguration (LO-VC). | Informationen über die zulässigen Kombinationen von Konfigurationsprofilen finden Sie im SAP-Hinweis 148778. |
Einstellung von Anwendungssichten für das Konfigurationsprofil | Im Konfigurationsprofil festgelegte Anwendungssichten haben keine Wirksamkeit. | Sie können im Konfigurationsprofil bestimmen, welche Anwendungssichten wirksam sein sollen. |
Szenario-Einstellung für das Konfigurationsprofil | Die Stückliste wird nicht aufgelöst, wenn das Szenario Auftragsstückliste eingestellt ist. Nach Übertragung des Konfigurationsergebnisses in ein ERP-System kann die Stückliste dort aufgelöst werden. | Keine Einschränkungen |
Werksabhängige Materialvarianten | Es werden nur werksübergreifende Varianten gefunden. | Es werden nur werksspezifische Varianten gefunden. Dieser Unterschied kann folgendermaßen korrigiert werden:
|
Suche nach Produkt- oder Materialvarianten | Für die Suche nach Produktvarianten wird für numerische Merkmale ein Stringvergleich verwendet. Um eine mit der Variantenkonfiguration (LO-VC) vergleichbare Variantenfindung zu erreichen, ist ein bestimmtes Customizing erforderlich. | Bei der Suche nach Materialvarianten wendet LO-VC für numerische Merkmale einen toleranten Vergleich an. |
Suchstrategie für mehrwertige Merkmale | Die interaktive Variantensuche gibt nur Varianten zurück, die der gewünschten Konfiguration in Bezug auf alle Werte eines mehrwertigen Merkmals entspricht. | Standardmäßig gibt die interaktive Variantensuche auch Varianten zurück, die der gewünschten Konfiguration in Bezug auf mindestens einen Wert eines mehrwertigen Merkmals entspricht. Beachten Sie, dass Sie die Suchstrategie mit Hilfe der Einstellungen für die Variantenfindung ändern können. |
Produkt- und Materialvarianten und Stücklistenauflösung | Keine Stücklistenauflösung für Materialvarianten, weil sie einstufige Produkte darstellen. | Materialvarianten können so angelegt werden, dass die Stücklistenauflösung als Liste von Unterpositionen der jeweiligen Auftragsposition in den Kundenauftrag übernommen wird. |
Konfigurierbares Material als Variante | Ein konfigurierbares Material, das als werksübergreifende Variante von sich selbst definiert ist, wird als konfigurierbares Material ohne Vorschlagswerte behandelt. | Einem konfigurierbaren Material, das als werksübergreifende Variante von sich selbst definiert ist, werden Vorschlagswerte aus der Wertezuordnung der Variante zugeordnet, wenn Sie die Konfiguration aufrufen. |
Definition des Konfigurationseinstiegsbildes | Nicht erforderlich | Im Konfigurationsprofil |
Konfliktbearbeitung | Detaillierte Konfliktlösungshilfe für gelegentliche Benutzer und Konflikterläuterung für Experten | Technische Konfliktbearbeitung für Modellierer und Experten |
Merkmalsgruppen für das Drucken von Angeboten und Aufträgen | Die Funktion für das Drucken von Angeboten und Aufträgen berücksichtigt die druckrelevanten Merkmalsgruppen nicht. | Die Funktion für das Drucken von Angeboten und Aufträgen verwendet die druckrelevanten Merkmalsgruppen. |
Trace, Fehlersuche | Ein Trace steht in den Protokollen im Virtual Machine Container (VM Container) und auf der Konfigurations-Benutzungsoberfläche zur Verfügung. | Ein Trace steht in der Konfigurationssimulation und bei Anlage eines Kundenauftrags zur Verfügung. |
Beschreibung | Configuration Engine | Variantenkonfiguration (LO-VC) |
|---|---|---|
Mehrfachstücklisten | Eine Stückliste pro Material | Ein Material kann mehrere Stücklistenalternativen für unterschiedliche Losgrößen haben. |
Stücklistenpositionen | Verwendbare Objekte:
| Verwendbare Objekte:
|
Daten zu Stücklistenpositionen | Eine Stücklistenposition enthält:
| Eine Stücklistenposition enthält Daten, die für alle Anwendungsbereiche relevant sind. |
Schlüssel für Stücklistenpositionen (Schlüssel = Nummer der Stücklistenposition plus Materialnummer) | Stücklistenpositionsschlüssel müssen eindeutig sein und dürfen nicht mehrmals in einer Stückliste vorkommen. | Stücklistenpositionsschlüssel dürfen mehrfach vorkommen. Die Stücklistenposition wird anhand einer internen Nummer identifiziert. |
Stücklistenpositionen anlegen oder löschen | Nicht möglich | Sie können Stücklistenpositionen einer Auftragsstückliste anlegen oder löschen. |
Stücklistenauflösung im Zusammenhang mit Constraints | Standardmäßig wird die Stückliste einmal in einer einfachen Breadth-First-Reihenfolge aufgelöst. Daher können Auswahlbedingungen auf Stufe N, die von Constraints auf Auflösungsstufe M > N abhängen, nicht korrekt analysiert werden. Alternativ kann die Auflösungsstrategie in Depth First geändert werden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 879202. | Die Stückliste wird mehrmals in einer Breadth-First-Reihenfolge in Verbindung mit Constraints aufgelöst. Constraints auf einer niedrigeren Auflösungsstufe können eine erneute Auflösung der Stückliste anstoßen. |
Änderung des Werks bei der Stücklistenauflösung | Die Wissensbasisgenerierung ignoriert die Sonderbeschaffungsart (MARC-SOBSL) oder User-Exits für die Änderung des Werks bei der Stücklistenauflösung. Das Werk, das für die Laufzeitversion der Wissensbasis angegeben ist, wird für alle Materialien verwendet. | Eine Änderung des Werks kann über die Bearbeitung einer Sonderbeschaffungsart (MARC-SOBSL) und die Verwendung von entsprechenden User-Exits in der Funktionsgruppe CUKO gesteuert werden. |
Klassenpositionen | Klassenpositionen werden bei der Konfiguration nur dann automatisch durch Materialien ersetzt, wenn eine eindeutige Spezialisierung auffindbar ist. Hierfür müssen die Merkmale der Klassenposition manuell bewertet oder die Bewertung muss mittels Beziehungswissen vom Kopfmaterial abgeleitet werden. | Das erste Material, das mit der Konfigurationsanfrage übereinstimmt, wird automatisch zur Ersetzung der betreffenden Klassenposition herangezogen. |
Manuelle Spezialisierung von Klassenpositionen | Eine Klassenposition kann nicht manuell durch ein Material ersetzt (spezialisiert) werden. | Klassenpositionen können manuell spezialisiert werden. |
Obligatorische Spezialisierung von Klassenpositionen | Eine Konfiguration gilt nur dann als vollständig, wenn jede Klassenposition durch ein Material ersetzt (spezialisiert) ist . Somit ist die Ersetzung obligatorisch. Weitere Informationen über die Aufhebung dieses Unterschieds finden Sie im SAP-Hinweis 1083650. | Bei Klassenpositionen können Sie die Spezialisierung als optional oder obligatorisch kennzeichnen. Gibt es in einer mehrstufigen Konfiguration nicht spezialisierte Klassenpositionen, so gilt diese Konfiguration nur dann als unvollständig, wenn sich darunter obligatorische Spezialisierungen befinden. |
Klassenknoten: Suche mit mehrwertigen Merkmalen (siehe SAP-Hinweis 1564395) | Bewertete mehrwertige Merkmale werden bei der Klassensuche berücksichtigt. Wenn alle zugewiesenen Werte des Merkmals in der Konfiguration in der Domäne der Klassifikation enthalten sind, wird das Merkmal bei der Spezialisierung berücksichtigt. | Bewertete mehrwertige Merkmale werden bei der Klassensuche berücksichtigt. Wenn mindestens ein zugewiesener Wert der Konfiguration in der Domäne der Klassifikation enthalten ist, wird das Merkmal bei der Spezialisierung berücksichtigt. |
Klassenknoten mit unbewerteten Objekten | Objekte, die keine Klassifizierungswerte für ein Merkmal der Suchanfrage besitzen, können in der Klassensuche gefunden werden. | Objekte, die keine Klassifizierungswerte für ein Merkmal der Suchanfrage besitzen, werden aus dem Suchergebnis herausgefiltert. |
Stücklistenbasismenge ist ungleich 1 Stück (d.h. die Stücklistenbasismenge ist größer oder kleiner als 1 Stück) | Stücklisten mit einer Basismenge, die ungleich 1 Stück ist, führen bei den enthaltenen Positionen zu einer fehlerhaften Menge in der Configuration Engine Diese Basismenge wird nicht berücksichtigt. | Die Basismenge für den Stücklistenkopf wird bei der Berechnung der resultierenden Positionsmengen berücksichtigt. |
Akkumulierung von Mengen in der Konfiguration | Mengen in mehrstufigen Stücklisten werden während der Konfiguration nicht akkumuliert. Die Konfiguration weist die relative Menge einer untergeordneten Position gemäß Definition in der Stückliste aus. Dies entspricht auch dem im Feld STPO-MENGE zugeordneten Wert.
Bei einem Fahrzeug mit vier Rädern, zu denen je fünf Radmuttern gehören, wird die Menge der Radmuttern je Rad ausgewiesen (5), nicht aber die Gesamtmenge der Radmuttern, die zum Fahrzeug gehören (20). Diese Gesamtmenge wird nur im Auftrag angezeigt. Ende des Beispiels. | Mengen können umgerechnet und akkumuliert werden. In Beziehungen kann die relative und die absolute Menge unterschieden werden. Das Konfigurationsergebnis weist die Anzahl der untergeordneten Objekte in einer mehrstufigen Stückliste aus. |
Zahlenformat für die Menge | Nur ganze Zahlen sind erlaubt. | Keine Einschränkungen
Eine Menge von 1,674 Litern ist möglich. Ende des Beispiels. |
Komponentenauswahl über die Klassifizierung von Materialien | Nicht möglich | Möglich |
Werksspezifische Stücklistenauflösung | Wenn Sie eine Laufzeitversion anlegen, müssen Sie genau ein Werk angeben. Daher können Sie eine andere werksspezifische Stückliste nur auswählen, indem Sie eine andere Laufzeitversion auswählen. Es gibt kein explizites Werksfeld im Datenmodell der Configuration Engine. Sie können jedoch das Werk im Versionsstring kodieren und diese Information für die Laufzeit verwenden, indem Sie die Methode SET_KB im Customizing für SAP CRM unter verwenden. | Möglich |
Beschreibung | Configuration Engine | Variantenkonfiguration (LO-VC) |
|---|---|---|
Klassenzuordnung von Merkmalen | Merkmale, die keiner Klasse zugeordnet sind, werden automatisch allen Klassen zugeordnet. | Objektmerkmale müssen keiner Klasse zugeordnet sein. |
Vererbung, Klassennetze, Klassenhierarchien | Bei Klassennetzen muss eine eindeutige Liste von Vorgängerklassen ermittelt werden können Diese Liste ist notwendig, um die Vererbungslogik für Vorschlagswerte von Merkmalen bestimmen zu können. Kann beim Generieren der Laufzeitversion keine Liste mit übergeordneten Klassen erstellt werden, so erhalten Sie eine Fehlermeldung, z. B.: Inkonsistentes Klassennetz KLASSE_01 wird KLASSE_02 zugeordnet, die wiederum KLASSE_03 zugeordnet wird. KLASSE_01 wird außerdem direkt KLASSE_03 zugeordnet. Die zweite Zuordnung ist überflüssig und inkonsistent. | Klassennetze sind völlig flexibel. Das Klassennetz im Beispiel für eine Fehlermeldung bei der Configuration Engine würde in LO-VC akzeptiert werden. |
Datentypen DATE, CURR und TIME im Beziehungswissen | Merkmale mit dem Datenyp DATE (Datumsformat) können verwendet werden. Folgende Datentypen können nicht verwendet werden:
| Alle Datentypen können verwendet werden. |
Benutzerdefinierte Datentypen | Merkmale mit benutzerdefinierten Datentypen (UDEF) können nicht verwendet werden. | Keine Einschränkungen |
Wertehierarchien | Keine Übernahme von Wertehierarchien bei Merkmalen; die Werte werden in einer einfachen Liste ausgegeben. | Keine Einschränkungen |
Intervalle bei numerischen Merkmalen | Numerische Merkmale können bei der Konfiguration nur mit konkreten Zahlen bewertet werden. Die Zahlen können zwar aus einem Intervall stammen, das im Modell als Wertebereich definiert ist, jedoch sind Intervallangaben selbst als Bewertung nicht zulässig. | Manuelle Zuordnung eines Intervallwerts ist erlaubt, wenn das entsprechende Kennzeichen im Merkmalstamm (CT04) gesetzt ist. Dieser Wert kann jedoch nicht konsistent verwendet werden (z.B. verwendet das System bei Beziehungen nur die Untergrenze des Intervalls). |
Anzeigerelevante Merkmalsgruppen, Zuordnung von Merkmalen | Ein Merkmal kann höchstens einer anzeigerelevanten Merkmalsgruppe zugeordnet sein. Weitere Zuordnungen werden ignoriert. | Ein Merkmal kann mehreren anzeigerelevanten Merkmalsgruppen zugeordnet sein. |
Objektmerkmal SCREEN_DEP | Es sind Einschränkungen zu beachten. Folgende Objektmerkmale werden unterstützt:
Das Objektmerkmal SCREEN_DEP-RESET wird nicht unterstützt. | Keine Einschränkungen Die Facetten eines Merkmals können so angelegt werden, dass sie sich während der Konfiguration dynamisch verhalten, d. h. sie verändern sich je nachdem, wie welches Merkmal bewertet wird. Hierfür verwenden Sie bei der Modellierung das Objektmerkmal SCREEN_DEP. |
Allgemeine Behandlung von Objektmerkmalen | Die Tabellenfelder, für die Kontextinformationen automatisch an die Configuration Engine übergeben werden, hängen von der Anwendungsumgebung ab, in der die Configuration Engine arbeitet. Weitere Informationen finden Sie unter Objektmerkmale und Configuration Engine. Wenn Sie eine Referenz auf ein anderes Tabellenfeld definiert haben oder wenn das Tabellenfeld nicht gefüllt ist, können Sie das Objektmerkmal mit Hilfe einer BAdI-Implementierung füllen, indem Sie die Methode SET_CONTEXT oder SET_VALUES im Customizing für SAP CRM unter verwenden. | Die in SAP ERP vorhandenen Tabellen können verwendet werden. |
Änderung von Objektmerkmalen | Folgende Felder sind immer änderbar:
In einem CRM-Szenario können weitere Felder mit der Configuration Engine geändert werden. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek für SAP CRM im SAP Help Portal unter http://help.sap.com/crm-core. Wählen Sie ein Release und anschließend Application Help. In der SAP-Bibliothek wählen Sie . | Ein Standardsatz von Objektmerkmalen kann geändert werden (Strukturen SDCOM und VCSD_UPDATE, z.B. für den Vertrieb). |
Klassenspezifische Überschreibung von Merkmalsattributen | Die Attribute Nicht eingabebereit, Keine Anzeige und Zusätzliche Werte erlaubt müssen am Merkmal selbst bearbeitet werden. | Sie können die Merkmalsattribute Nicht eingabebereit, Keine Anzeige und Zusätzliche Werte erlaubt klassenspezifisch überschreiben. |
Klassenspezifische Überschreibung von Merkmalswertattributen | Die klassenspezifische Überschreibung von Merkmalswertbezeichnungen und die Zuordnung von Dokumenten zu Werten werden nicht unterstützt. | Sie können Merkmalswertbezeichnungen klassenspezifisch überschreiben. Eine klassenspezifische Zuordnung von Dokumenten zu Merkmalswerten ist möglich. |
Externe Werteprüfung | Nicht möglich | Sie können externe Werteprüfungen anwenden, die über eine Tabelle oder einen ABAP-Funktionsbaustein definiert sind. |
Variantenkonditionsschlüssel | Wenn Sie Variantenkonditionsschlüssel zuordnen wollen, müssen Sie ein Objektmerkmal mit Bezug auf das Tabellenfeld SDCOM-VKOND anlegen. Bei der Generierung der Wissensbasis wird dies überprüft. Variantenkonditionen können Merkmalswerten direkt zugeordnet werden oder über die Beziehung zum Objektmerkmal SDCOM-VKOND. | Wenn Sie Merkmalswerten nur Variantenkonditionen direkt zuordnen, müssen Sie kein Objektmerkmal für das Tabellenfeld SDCOM-VKOND eingeben. |
Darstellung numerischer Merkmale | Werte und Wertintervalle werden numerisch aufsteigend sortiert. Langtexte für Werte und die Darstellung von Exponenten werden nicht unterstützt. | Die Sortierung von Werten und Wertintervallen erfolgt wie im Modell angelegt. Langtexte für Werte und die Darstellung von Exponenten werden unterstützt. |
Schablonen für Merkmalswerte | Schablonen für Merkmalswerte werden nur eingeschränkt unterstützt. Im Customizing definierte Werteschablonen werden überhaupt nicht unterstützt. Bei numerischen Merkmalen mit Formatangabe (und daraus automatisch abgeleiteter Werteschablone) werden sprachabhängige Dezimaltrennungszeichen sowie die Anzahl von Vor- und Nachkommastellen bei Tastatureingabe geprüft. | Während der interaktiven Konfiguration werden über Tastatur eingegebene Merkmalswerte geprüft, ob sie der Schablone des Merkmalswerts entsprechen. |
Variantentabellen | Sie können auf Variantentabellen oder Datenbanktabellen nur dann zugreifen, wenn sie im Beziehungswissen referenziert sind. | Sie können auf Variantentabellen oder Datenbanktabellen über Funktionsbausteine zugreifen, ohne explizit Beziehungswissen einzusetzen. |
Größe von Variantentabellen | Variantentabellen können nicht mehr als 100.000 Zeilen enthalten. | Variantentabellen können mehr als 100.000 Zeilen enthalten, allerdings nur, wenn sie mit Hilfe einer Datenbanktabelle definiert sind. |
Zeichen außerhalb des 7-bit-ASCII-Zeichensatzes in sprachneutralen Feldern | Sprachneutrale Felder dürfen ausschließlich 7-bit-ASCII-Zeichen (z. B. keine Umlaute) enthalten. | Auch Zeichen außerhalb des 7-bit-ASCII-Zeichensatzes sind in sprachneutralen Feldern verwendbar. |
Beschreibung | Configuration Engine | Variantenkonfiguration (LO-VC) |
|---|---|---|
Zuordnung von Beziehungswissen zu Merkmalen und Merkmalswerten | Alle Prozeduren (und Aktionen) müssen einem Konfigurationsprofil oder einer Stücklistenposition zugeordnet sein. | Prozeduren (und Aktionen) können sowohl Merkmalen und Merkmalswerten als auch Konfigurationsprofilen und Stücklistenpositionen zugeordnet sein. |
Zuordnung von Vorbedingungen zu Intervallen | Vorbedingungen, die einem Intervall des Wertebereiches zugeordnet sind, werden ignoriert. | Keine Einschränkungen |
Aktionen | Aktionen müssen in Prozeduren umgewandelt werden. Bei Wahl der entsprechenden Option geschieht dies bei der Erstellung der Laufzeitversion automatisch. Dabei werden die so erzeugten Prozeduren auf die Position 0 in der Abarbeitungsreihenfolge der Configuration Engine gesetzt. Aktionen werden einmal nach jeder Datenänderung bearbeitet. | Die Abarbeitung von Aktionen ist nicht von einer Reihenfolge abhängig. Im Gegensatz zu Prozeduren werden Aktionen nach der Datenänderung gegebenenfalls mehrfach abgearbeitet (bis keine Werte mehr aus den vorhandenen Informationen hergeleitet werden können). |
Laden von Constraint-Netzen | Alle Constraint-Netze werden beim Start der Konfiguration geladen. | Constraint-Netze, die einem Konfigurationsprofil zugeordnet sind, werden nur geladen, wenn das Material bei der Konfiguration ausgewählt wurde. |
Programmierung von Variantenfunktionen und User-Exits | Muss in Java geschrieben werden Die Funktionen der Java Library decken diejenigen der ERP-Funktionsgruppe CUPR ab. Weitere Informationen finden Sie unter Variantenfunktionen. | Variantenfunktionen werden in ABAP geschrieben. |
SPECIFIED-Bedingungen für einschränkbare Merkmale | Die SPECIFIED-Bedingung ist bei einem Merkmal mit einem leeren Wertebereich erfüllt, wenn ein Wert gesetzt wird. | Die SPECIFIED-Bedingung ist bei einem Merkmal mit einem leeren Wertebereich nicht erfüllt, selbst wenn ein Wert gesetzt wird. |
Prozeduren für die Preisfindung | Alle Prozeduren werden in der Reihenfolge ausgeführt, die im Konfigurationsprofil definiert ist. | Im Gegensatz zu normalen Prozeduren werden Prozeduren, die der Beziehungsgruppe SAP_PRICING zugeordnet sind, am Ende des Konfigurationsprozesses ausgeführt. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 917987. |
Prozeduren im Konfigurationsprofil und in der Stückliste | Wenn eine Prozedur in einer Stückliste einen anderen Wert für ein Merkmal herleitet als eine Prozedur im Konfigurationsprofil, dann kommt es zu einem Konflikt. Prozeduren im Konfigurationsprofil können Werte, die zuvor von Prozeduren in einer Stückliste hergeleitet wurden, nicht überschreiben. | Wenn eine Prozedur in einer Stückliste einen anderen Wert für ein Merkmal herleitet als eine Prozedur im Konfigurationsprofil, übernimmt das System den Wert, der von der Prozedur in der Stückliste hergeleitet wurde. Die Ausführungsreihenfolge führt die Prozedur der Stückliste nach den Prozeduren des Konfigurationsprofils erneut durch. Die Prozeduren können die Werte eines Merkmals überschreiben, das bereits durch eine andere Prozedur bewertet wurde. |
Konflikte aufgrund von Vorschlagswerten | Wenn ein Constraint-Konflikt aufgrund eines Vorschlagswerts erkannt wird, kann der Vorschlagswert aus dem System gelöscht werden, und der Konflikt kann automatisch gelöst werden. Sie können zum kompatiblen Systemverhalten der Variantenkonfiguration (LO-VC) wechseln (siehe SAP-Hinweis 1226629). | Wenn ein Constraint-Konflikt aufgrund eines Vorschlagswerts erkannt wird, wird der Vorschlagswert nicht automatisch gelöscht, und die Konfiguration bleibt inkonsistent. |
Namenskonventionen für Variantentabellen | Es können nur alphanumerische Zeichen und Unterstriche verwendet werden. | Keine Einschränkungen |
Standardisierte Variantentabellen | Die Tabellen dürfen keine Intervalle und keine leeren Felder enthalten. Mehrfachwerte werden unterstützt. | Die Zeilen einer Variantentabelle können mehrere Werte, keine Werte oder Intervallwerte für ein Merkmal enthalten, außer wenn die Variantentabelle mit einer Datenbanktabelle gekoppelt ist. |
Beachten Sie die unten aufgeführten Unterschiede, wenn Sie den Änderungsdienst in SAP ERP verwenden, um Änderungen an den Objekten in Ihrem Modell zu überwachen.
Beschreibung | Configuration Engine | Variantenkonfiguration (LO-VC) |
|---|---|---|
Änderungsnummern | Sie können nur Änderungsnummern mit einem Gültig-ab-Datum verwenden. | Sie können Änderungsnummern mit Gültig-ab-Datum oder Parametergültigkeit verwenden. |
Datum der Gültigkeit einer Objektversion | Die Gültigkeit einer Objektversion bestimmen Sie mit dem Datum, das Sie zusammen mit dem Werk und der Stücklistenanwendung für die jeweilige Laufzeitversion angeben. | Die Gültigkeit einer Objektversion bestimmen Sie mit dem Datum, das Sie bei der Konfiguration des Materials angeben. |
Objektversionen | Eine Laufzeitversion enthält je eine Version jedes Objekts. | Die Datenbank enthält verschiedene Versionen von jedem Objekt, das mit dem Änderungsdienst geändert wurde. |