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Kommunikationsparameter 
Beim Anlegen von Message-Interfaces legen Sie eine Reihe von Kommunikationsparametern fest, die hier beschrieben sind. Sie bestimmen die Verwendung des Message-Interface und den Modus der Kommunikation. Für importierte RFCs oder IDocs sind die Kommunikationsparameter durch deren Definition im SAP-System festgelegt (beziehungsweise stehen implizit fest; IDocs sind immer asynchron).
Diese Eigenschaften bestimmen die Richtung eines Interface:
· Mit Outbound-Interfaces senden Sie eine Request-Message, die auch nur dazu dienen kann, Daten einem Kommunikationspartner bekannt zu machen, ohne auf eine Response-Message zu warten. Im letzteren Fall spricht man manchmal auch von Publishing Interfaces.
· Mit Inbound-Interfaces empfangen Sie eine Request-Message, auf die Sie mit einer direkten Response-Message antworten oder deren Daten Sie ohne Antwort im System verarbeiten können.
Für die Kommunikation zwischen Komponenten über XI muss immer ein Paar aus Inbound- und Outbound-Interface existieren. Ein Outbound-Message-Interface kann beispielsweise sowohl einem Inbound-Message-Interface zugeordnet werden als auch einem RFC-Interface, dass den Inbound-Gegenpart übernimmt (und umgekehrt). Man bezeichnet also auch RFCs und IDocs als Outbound- oder Inbound-Interfaces, und zwar abhängig davon, auf welcher Seite der Kommunikation sie eingesetzt werden.
Die Ausführung von
systemübergreifenden
Integrationsprozessen in XI findet auf dem Integration Server statt, also
nachdem eine Message verschickt wurde und bevor sie ein Empfänger erhalten
hat. Ein Integrationsprozess empfängt und sendet Messages über abstrakte
Message-Interfaces. Message-Interfaces dieser Kategorie können innerhalb
von Integrationsprozessen die Rolle eines Inbound- oder Outbound-Interfaces
annehmen, je nachdem, ob es zum Senden oder Empfangen einer Message verwendet
wird. Bei seiner Definition ist also noch keine Richtung vorgegeben. Bei
Integrationsprozessen können Sie so mit ein und demselben abstrakten Interface
eine Message empfangen und senden. Abstrakte Message-Interfaces empfangen die
Message in der Regel von einem Outbound-Interface eines Sendersystems und
senden es einem Inbound-Interface eines Empfängersystems und übernehmen dabei
die komplementäre Rolle.
Sie verwenden abstrakte Message-Interfaces auch für bestimmte Adapter (siehe auch: Kommunikationspartner (Fallbeispiele)). Da abstrakte Interfaces nicht für eine Implementierung im Anwendungssystem vorgesehen sind, können Sie keine Proxies für Message-Interfaces dieser Kategorie generieren.
Wie bei importierten Interfaces auch, werden für die Kommunikation über Message-Interfaces die Fälle synchrone und asynchrone Kommunikation unterschieden. Diesen Modus legen Sie bei der Definition eines Interfaces fest:
· Bei synchroner Kommunikation wird nach dem Versenden eines Request (einer Anfrage) eine Response-Message (eine Antwort) vom Empfänger erwartet. Nach dem Versenden der Request-Message ist daher der sendende Prozess so lange blockiert, bis die Antwort zum Request beim Sender eingegangen ist.
· Bei asynchroner Kommunikation wird keine (direkte) Antwort erwartet. Ein sendender Prozess kann mehrere Messages gebündelt an einen Empfänger schicken und mit der Ausführung des Prozesses fortfahren.

Das Paar zusammen verwendeter Interfaces muss denselben Modus haben.
Die folgende Abbildung zeigt den Nachrichtenaustausch zwischen Interfaces in Abhängigkeit von Modus und Richtung der Interfaces:
