!--a11y-->
Werte-Mapping-Replikation für Massendaten

Wenn Sie Werte-Mappings in externen Tabellen abgelegt haben, können Sie diese Daten in den Laufzeit-Cache (beim Integration Server) replizieren. Hierzu stehen spezielle Message-Interfaces („Werte-Mapping-Replikations-Interfaces“) zur Verfügung, mit denen Sie sowohl synchrone als auch asynchrone Replikationsszenarien realisieren können.

Die Replikation von Werte-Mappings ist insbesondere für Massendaten geeignet, die Sie in separaten Tabellen (beispielsweise Excel-Dateien oder SAP-Datenbanktabellen) unabhängig vom Integration Server verwalten.
In einem Replikationsszenario wird der Inhalt der externen Werte-Mapping-Tabelle gelesen und als XML-Message an den Integration Server gesendet. Ein Inbound-Interface sorgt dafür, dass die externen Daten, zusammen mit den Daten, die Sie bereits über die Benutzungsoberfläche des Integration Directory angelegt haben, in einem einheitlichen Format abgelegt werden.
Um zu vermeiden, dass Sie bei der Replikation bereits existierende Werte-Mappings überschreiben, ordnen Sie die externen Daten einem Werte-Mapping-Kontext zu. Hierbei handelt es sich um einen eindeutigen Namen, der das System oder die Anwendung bezeichnet, aus dem die Werte-Mappings stammen.
In der Werte-Mapping-Tabelle tritt der Werte-Mapping-Kontext als zusätzliche Spalte auf. Auf diese Weise können identische Darstellungen desselben Objektes aus unterschiedlichen externen Datenquellen auseinander gehalten werden.

Sie können die so replizierten Werte-Mapping-Daten nicht über die Benutzungsoberfläche im Integration Directory (siehe Anzeigen/Bearbeiten der Werte-Mapping-Tabelle) anzeigen, da die Originale der Laufzeit-Daten in der befüllenden Anwendung liegen. Die über die Benutzungsoberfläche des Integration Directory erfassten Werte-Mappings bilden in diesem Zusammenhang nur eine von mehreren möglichen Datenquellen.
SAP stellt für die Replikation von Werte-Mappings folgende Objekte zur Verfügung:
· Werte-Mapping-Replikations-Interfaces
Sie finden die Werte-Mapping-Replikations-Interfaces im Integration Repository in der Softwarekomponente SAP BASIS, Software-Komponentenversion SAP BASIS 6.40 im Namensraum http//sap.com/xi/XI/System.
· Proxy-Objekte
Zu den Inbound-Message-Interfaces existieren Inbound-Proxies auf dem Integration Server und ABAP-Outbound-Proxies im SAP-System in der ABAP-Proxy-Generierung unter der Software-Komponentenversion SAP Basis 6.40.
Um ein Werte-Mapping-Replikationsszenario zu implementieren, müssen Sie darüber hinaus die unter Ablauf angegebenen Schritte durchführen.
Folgende Message-Interfaces stehen zur Verfügung:
Message-Interfaces für Werte-Mapping-Replikation
Name |
Beschreibung |
ValueMappingReplication |
Asynchrones Inbound-Interface |
ValueMappingReplicationOut |
Asynchrones Outbound-Interface |
ValueMappingReplicationSynchronous |
Synchrones Inbound-Interface |
ValueMappingReplicationOutSynchronous |
Synchrones Outbound-Interface |
Folgende Message-Typen stehen zur Verfügung:
Message-Typen für Werte-Mapping-Replikation
Name |
Beschreibung |
ValueMappingReplication |
Beschreibt die Message zur Übertragung der Werte-Mapping-Daten (Struktur, siehe unten) |
ValueMappingReplicationResponse |
Beschreibt Message, mit der im synchronen Szenario zurückgemeldet wird, ob die Werte-Mapping-Daten fehlerfrei beim Empfänger auf die Datenbank geschrieben wurden. |
ValueMappingReplicationFault |
Beschreibt die Fault-Message für den Fall, dass bei der Replikation Fehler auftreten. |
Die Message zur Übertragung der Werte-Mapping-Daten hat folgenden Felder (Datentyp ValueMappingReplicationList).
Felder des Datentyps ValueMappingReplicationList
Feld |
Bedeutung |
GroupID |
Gibt GUID der Werte-Mapping-Gruppe an. |
Context |
Gibt den Werte-Mapping-Kontext an, in dem ein Werte-Mapping definiert wurde (Beispiel: http://<myApplication>). |
Identifier/Agency |
Gibt Agentur für die Darstellung an. |
Identifier/Scheme |
Gibt Identifikationsschema für die Darstellung an. |
Um ein Werte-Mapping-Replikationsszenario zu implementieren, müssen Sie folgende Schritte durchführen.
...
1. Registrieren Sie die Java (Inbound)-Proxies
Rufen Sie hierzu nacheinander folgende URLs mit dem Internet-Browser auf:
¡ http://<Server>:<Port>/ProxyServer/register?ns=http://sap.com/xi/XI/System&interface=ValueMappingReplication&bean=localejbs/sap.com/com.sap.xi.services/ValueMappingApplication&method=valueMappingReplication (für das asynchrone Replikations-Szenario)
¡ http://<Server>:<Port>/ProxyServer/register?ns=http://sap.com/xi/XI/System&interface=ValueMappingReplicationSynchronous&bean=localejbs/sap.com/com.sap.xi.services/ValueMappingApplicationSynchronous&method=valueMappingReplicationSynchronous (für das synchrone Replikations-Szenario)

Diesen Schritt müssen Sie nur einmal (pro Installation) ausführen.
2. Anwendungsprogrammierung
Das ABAP-Programm muss folgende Aufgaben erfüllen:
¡ Einlesen der Werte-Mapping-Daten aus der externen Tabelle
¡ Aufruf des Outbound-Proxy, über das die Daten in eine Message überführt werden, die an den Integration Server gesendet wird
3. Konfiguration des Replikationsszenarios im Integration Directory.
Hierbei legen Sie alle Konfigurationsobjekte an, die zur fehlerfreien Durchführung des Szenarios notwendig sind. Eine Besonderheit von Werte-Mapping-Replikationsszenarien ist, dass der Empfänger fest vorgegeben ist (es handelt sich in jedem Fall im den Integration Server). Dagegen bleibt die Festlegung des Senders Ihren individuellen Anforderungen überlassen.

Sie können beispielsweise die ausgelieferten ABAP-Proxies verwenden.

Für den Empfänger-Kommunikationskanal wählen Sie den Adaptertyp XI. Beachten Sie, dass Sie hierbei einen Kanal für Java-Proxy-Empfänger konfigurieren.
Geben Sie hierbei den Pfadpräfix /MessagingSystem/receive/JPR/XI an.