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Prozessdokumentation SAP NetWeaver BI Accelerator Index aktivieren und füllen

Einsatzmöglichkeiten

Um einen SAP NetWeaver BI Accelerator Index zu einem InfoCube beim Ausführen einer Query verwenden zu können, müssen Sie ihn zunächst anlegen und aktivieren sowie initial mit Daten füllen. Dafür verwenden Sie den BIA-Indexpflege-Wizard (siehe Verwenden des BIA-Indexpflege-Wizards).

Hinweis

Weitere Informationen über die globalen Indizierungsparameter finden Sie unter Globale Parameter für die Indizierung.

Im folgenden finden Sie zusätzliche technische Informationen zu diesen Prozessen.

Ablauf

Indizierungsprozess pro Tabelle/Index auf dem BI Accelerator Server

Um auf dem BI Accelerator Server einen einzelnen Index anzulegen und die Daten sichtbar zu machen, führt das System folgende Schritte aus.

Hinweis

Der Name des Index ergibt sich aus der Systemkennung und dem Tabellennamen: <<Systemkennung>>_<<Tabellenname>>. Beim Tabellennamen löscht das System den ersten Schrägstrich und ersetzt den zweiten Schrägstrich durch einen Doppelpunkt.

      Create: Für eine Tabelle wird der Index auf dem BI Accelerator Server entsprechend der Tabellen-Eigenschaften angelegt. Abhängig von der augenblicklichen Größe der Tabelle wird auch festgelegt, in wie viele Teile der Index gesplittet wird.

      Indizieren: Die Daten werden übertragen und in eine temporäre Datei auf dem BI Accelerator Server geschrieben.

      Prepare Optimize: Die Daten aus der temporären Datei werden so aufbereitet (d.h. komprimiert, verschlüsselt etc.), wie es für die Suche und Aggregation benötigt wird. Je nach Verteilung des Index kann dieser Schritt sogar länger dauern als der Indizierungsschritt.

      Commit Optimize: Die vorher optimierten Daten werden sichtbar gemacht. Ein Rollback für einen Index rollt die Daten bis zum letzten Commit Optimize zurück.

Beispiel- Protokoll-Meldungen der einzelnen Schritte

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Index 'BR8_BI0:XCOORDER' zu BI Accelerator Index angelegt

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Index 'BR8_BI0:XCOORDER' zu BI Accelerator Index gefüllt (geschriebene Sätze ...)

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Prepare Optimize für BI Accelerator Teilindex 'BR8_BI0:XCOORDER'

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Commit Optimize für BI Accelerator Teilindex 'BR8_BI0:XCOORDER'

Die Protokolle zum initialen Füllen/Indizieren eines BI Accelerator Index finden Sie im Anwendungslog unter dem Objekt „RSDDTREX“ und Unterobjekt „TAGGRFILL“.

Konkurrierende Prozesse beim Indizieren

Es ist möglich, BI Accelerator Indizes zu verschiedenen InfoCubes gleichzeitig zu aktivieren und zu füllen.

Dabei kann es allerdings dann zu Überschneidungen kommen, wenn mehrere Indizierjobs gleichzeitig versuchen, gemeinsame Stammdatentabellen zu indizieren. In diesem Fall sperrt der erste Job die Tabelle und nimmt die Indizierung vor; die anderen Jobs sehen die Sperre und planen das Indizieren für später nochmals ein. Falls in dieser Zeit keine neuen Daten hinzugekommen sind, wird zu dem späteren Zeitpunkt nur überprüft, ob die Indizierung durch den konkurrierenden Job erfolgreich war. Dieser Schritt ist notwendig, da andernfalls ein BI Accelerator Index auf „aktiv“ gesetzt werden würde, obwohl auf dem BI Accelerator Server ein Index, z.B. durch einen Abbruch, noch nicht zu Verfügung stünde.

Die wartenden Jobs versuchen insgesamt fünfmal, den Indizierprozess zu starten bzw. den Status des Index zu ermitteln. Wenn dies wegen eines lang laufenden Prozesses oder wegen eines Abbruchs nicht möglich sein sollte, bricht das System den gesamten Indizierprozess für den BI Accelerator Index ab und vermerkt den InfoCube des sperrenden Prozesses. Sie müssen dann das Ende des laufenden Prozesses abwarten bzw. den Fehler manuell beheben und anschließend den abgebrochenen Indizierprozess wieder aufsetzen.

Beispiel-Protokoll zum initialen Indizieren mit konkurrierendem Prozess

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Laden in Index für Tabelle '/BI0/SVC_PAYM2' durch konkurrierenden Job gesperrt.

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

InfoCube des konkurrierenden Prozesses: 'ZBWVC_003'

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Sperre für Tabelle '/BI0/SVC_PAYM2'. Job wird später neu gestartet.

 

...

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Keine neuen Daten für Index der Tabelle '/BI0/SVC_PAYM2'.

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

BI Accelerator Index zu InfoCube '0BWVC_003' erfolgreich gefüllt.

Wiederaufsetzbarkeit von Prozessen

Wenn beim initialen Füllen ein Prozess vom System oder vom Benutzer abgebrochen wurde, können Sie ihn wieder aufsetzen, indem Sie auf dem entsprechenden Dialogfenster des BIA-Indexpflege-Wizards die Option Füllen fortsetzen mit Weiter wählen (siehe Verwenden des BIA-Indexpflege-Wizards, Szenario 3).

Problematisch ist ein Abbruch der Indizierung beim Aufruf „Commit Optimize“. Nach diesem Aufruf sind die Daten sichtbar und können nicht mehr zurückgerollt werden. Dieser Prozess geht in der Regel sehr schnell und hat eine außerordentlich geringe Fehlerrate. Wenn die Indizierung dennoch bei diesem Aufruf abbrechen sollte oder abgebrochen würde, ist der Zustand des Index für das System insofern „unbekannt“, als nicht bekannt ist, ob die Daten bereits sichtbar gemacht wurden oder nicht, d.h. ob der Abbruch nach oder bereits vor dem eigentlichen Commit auf dem BI Accelerator Server stattgefunden hat. Zur Klärung des Zustandes ist eine genaue Analyse der Abbruch-Meldung und des Index-Zustandes notwendig; diese Analyse ist nicht automatisierbar. Daher indiziert das System beim Wiederaufsetzen des Prozesses einen Index, der den Status „unbekannt“ hat, in der Regel neu und vermerkt dies im Protokoll entsprechend. Ausgenommen hiervon ist der Faktenindex: Da dieser gewöhnlich der größte Index eines BI Accelerator Index ist und seine erneute Indizierung entsprechend lange Zeit benötigt, indiziert das System hier nicht automatisch neu, sondern bricht den Prozess erneut ab und weist auf den Index mit dem Status „unbekannt“ hin. In einem solche Fall kann sich eventuell eine manuelle Analyse der Protokoll-Meldung und Reparatur des Index lohnen.

 

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