Erstellen eines Datenträgers mit
DEÜV-Meldungen (Report RPCD3TD0)
Mit dem Report RPCD3TD0 (DEÜV-Datenträger erstellen) erstellen Sie pro Absender und Empfänger eine Datei mit DEÜV-Meldungen.
Der Absender der DEÜV-Meldedatei ist der mit Merkmal DZUD3 ermittelte Personalbereich/-teilbereich. Die erforderlichen Customizingeinstellungen nehmen Sie im Einführungsleitfaden der Abrechnung Deutschland unter DEÜV -> Stammdaten -> Absender für DEÜV-Meldungen pflegen vor.
Der Empfänger der DEÜV-Meldedatei ist entweder die Annahmestelle der DEÜV-Meldung (im Einführungsleitfaden unter Empfängerkassen zuordnen) oder - falls Sie für den Absender das E-Mail-Verfahren aktiviert haben - die E-Mail-Weiterleitungsstelle nach Tabelle T5D4T.
Die Datei wird als TemSe-Objekt abgespeichert. Die
weitere Verarbeitung des TemSe-Objekts hängt davon ab, welche Art des
Datenaustauschs Sie für den Absender eingerichtet haben.
Folgende Varianten sind möglich:
·
Versand der Datei auf einem Datenträger
(Diskette)
Dies ist die Voreinstellung, falls Sie weder DFÜ noch E-Mail für den Absender
aktiviert haben.
Das TemSe-Objekt wird anschließend mit dem Report RPUTSVD3 auf eine Diskette
kopiert und an die Annahmestelle geschickt.
·
Datenfernübertragung (DFÜ)
Die Dateien für die Datenfernübertragung werden anschließend mit dem Report
RPUTSVD5 (Erstellen von DFÜ-Dateien auf PC) erzeugt.
Die notwendigen Customizingeinstellungen für den DFÜ-Versand von
DEÜV-Meldungen nehmen Sie im Einführungsleitfaden unter DEÜV ->
Auswertungen -> DEÜV-Meldungen per DFÜ vor.
·
Versand der Datei per E-Mail
Die Meldedatei wird per E-Mail an die Weiterleitungsstelle gesendet.
Die notwendigen Customizingeinstellungen für den E-Mail-Versand von
DEÜV-Meldungen nehmen Sie im Einführungsleitfaden unter
Behördenkommunikation (B2A) -> Datenaustausch mit Krankenkassen -> Einstellungen für DEÜV vor.
· Sie haben mit dem Report RPCD3VD0 (DEÜV-Meldungen erstellen) DEÜV-Meldungen erstellt und ggf. fehlerhafte Meldungen korrigiert.
·
Die Meldungen sind mit Status Neu abgespeichert.
Der Report RPCD3TD0
(DEÜV-Datenträger erstellen) selektiert nur Meldungen, die sich im Status Neu befinden.
Der Report RPCD3TD0 erstellt in der Regel mehrere TemSe-Objekte gleichzeitig und ist nicht für paralleles bzw. verteiltes Reporting geeignet.
Falls Sie TemSe-Objekte für einzelne Absender/Empfänger erstellen möchten, oder wenn Sie die DEÜV-Meldungen aus mehreren Mandanten in einer Meldedatei zusammenfassen möchten, dann verwenden Sie den Report RPCD3TD1<DS:RE.RPCD3TD1>RPCD3TD1. Weitere Informationen finden Sie in der Report-Dokumentation.
In der Sicht Grunddaten der Krankenkasse (V_5D11_C) haben Sie für jede Krankenkassenart (AOK, VDAK, etc.) eine Empfängerkasse für Meldewesen bestimmt, an die die DEÜV-Meldungen versendet werden. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden der Abrechnung Deutschland unter Sozialversicherung ® Stammdaten ® Gesetzliche Sozialversicherung ® Krankenkassen einrichten.
In den Gruppenrahmen Abrechnungsperiode und Selektion bestimmen Sie die auszuwertenden Abrechnungsperiode und die zu selektierenden Mitarbeiter. Der Report überprüft, ob zu diesen Selektionskriterien DEÜV-Meldungen im Status Neu vorhanden sind. Diese Meldungen werden aufbereitet und in eine TemSe-Datei geschrieben. Der Status der selektierten Meldungen ändert sich von Neu nach Übertragen.
Die Abrechnungsperiode spielt nur bei Jahresmeldungen eine Rolle. Sie bestimmt, ob vorhandene Jahresmeldungen mit Status Neu im aktuellen Lauf übertragen werden sollen.

Starten Sie den Report RPCD3TD0 (DEÜV-Datenträger erstellen) für dieselbe Abrechnungsperiode (in der Regel die aktuelle Periode) und dieselben Mitarbeiter, für die Sie mit dem Report RPCD3VD0 (Meldungen erstellen) die DEÜV-Meldungen erzeugt haben. Dadurch stellen Sie sicher, dass die Übertragung der Jahresmeldungen im gewünschten Monat erfolgt und alle Mitarbeiter mit neuen Meldungen auch selektiert werden.
TemSe-Objekte sind temporäre, sequentielle Dateien, die im SAP-System abgelegt werden.
Jeder Mitarbeiter ist im Infotyp Sozialversicherung (0013) einer Krankenkasse zugeordnet.
In der Sicht Grunddaten der Krankenkasse (V_5D11_C) ist jeder Krankenkasse eine Krankenkassenart (AOK, VDAK, etc.) zugeordnet.
Im Disketten- und DFÜ-Verfahren wird über die Kassenart anhand von Tabelle T5D4R die Empfängerkasse der DEÜV-Meldedatei bestimmt. Im E-Mail-Verfahren spielt die Kassenart keine Rolle, da der Empfänger (Weiterleitungsstelle) über die Betriebsnummerndatei direkt der Mitarbeiterkasse zugeordnet ist.
Alle DEÜV-Meldungen eines absendenden Personal(teil-)bereichs, die an dieselbe Empfängerkasse gehen, werden jeweils in ein TemSe-Objekt HR_CD3T(Kennzeichen Kassenart)_(fortlaufende Nummer) geschrieben. TemSe-Objekte für das E-Mail-Verfahren werden durch Kassenart '00' gekennzeichnet:
Krankenkassenart |
TemSe-Objekt |
00: (E-Mail-Verfahren) |
HR_CD3T00_(fortlaufende Nummer) |
01: AOK |
HR_CD3T01_(fortlaufende Nummer) |
02: VDAK |
HR_CD3T02_(fortlaufende Nummer) |
03: BKK |
HR_CD3T03_(fortlaufende Nummer) |
04: IKK |
HR_CD3T04_(fortlaufende Nummer) |
05: BK/Gewerbliche |
HR_CD3T05_(fortlaufende Nummer) |
06: BK/Angestellte |
HR_CD3T06_(fortlaufende Nummer) |
Zusätzlich erstellt der Report pro Krankenkassenart ein Anschreiben an die jeweilige Empfängerkasse für das Meldewesen.
Dieses Anschreiben wird nur beim Disketten-Versand benötigt. Es wird allerdings zu Kontrollzwecken auch bei den anderen Verfahren (DFÜ, E-Mail) erzeugt.
Die Ausgabe der Anschreiben erfolgt mittels eines SAPscript ® Formulars. In der Standardauslieferung ist dies das Formular HR_DE_D3_BRIEF.
Das System bietet Ihnen die Möglichkeit, Anschreiben an die Empfängerkasse zu archivieren. Die Archivierung erfolgt mittels SAP ArchiveLink ®.

Die Archivierung des Anschreibens ist nur möglich, wenn der Parameter Druckparameter ändern markiert ist. Falls Sie den Parameter Druckparameter ändern markiert haben, können Sie den Ausgabeauftrag für die Anschreiben einzeln freigeben. Bei der Freigabe haben Sie die Möglichkeit, über das Feld Ablagemodus zu bestimmen, ob ein Anschreiben
– gedruckt (Nur Drucken)
– archiviert (Nur Ablegen) oder
– gedruckt und archiviert (Drucken und Ablegen)
werden soll.
Weitere Informationen finden Sie unter
SAP ArchiveLink -
Archivierungsszenarios PY-DE.
Im Gruppenrahmen Programmsteuerung bestimmen Sie den Monat, in dem Sie die Jahresmeldungen an die Empfängerkasse übertragen möchten.
Der Dateizähler ist eine aufsteigende und lückenlose Nummerierung der DEÜV-Meldedateien pro Absender und Empfänger. Er wird je nach Verfahren in unterschiedlichen Tabellen verwaltet.
Im Disketten- bzw. DFÜ-Verfahren wird der Dateizähler pro Absender (Personalbereich, -teilbereich) und Empfängerkasse (Kasse, Geschäftsstelle) in Tabelle DEÜV-Dateizähler (T5D4S) abgespeichert.
Im E-Mail-Verfahren wird der Dateizähler pro Absender (Personalbereich, -teilbereich) und Weiterleitungsstelle (Betriebsnummer) in Tabelle Dateinummern für E-Mail-Verfahren (T5D4U) abgespeichert.
Jedes Mal, wenn der Report RPCD3TD0 ein TemSe-Objekt für einen bestimmten Absender und Empfänger erstellt, wird der Dateizähler dieses Absender/Empfänger-Paars in der zugehörigen Tabelle um eins erhöht.
Das System bietet die Möglichkeit, einen kompletten Datenträgerlauf (mehrere Absender/Empfänger) zu wiederholen, oder eine einzelne Meldedatei neu zu erzeugen.
Die wiederholte Erzeugung eines einzelnen TemSe-Objekts ist notwendig, wenn die Empfängerkasse Ihnen mitteilt, dass ein Datenträger defekt oder nicht angekommen ist, Sie das TemSe-Objekt zu diesem Datenträger aber bereits gelöscht haben und somit neu erstellen müssen.
Die Wiederholung des gesamten Datenträgerlaufs kann notwendig sein, wenn nach dem Lauf des RPCD3TD0 ein Problem aufgetreten ist, so dass für alle bereits als übertragen gekennzeichneten DEÜV-Meldungen neue TemSe-Objekte erzeugt werden müssen.
In diesen Fällen können Sie auf zwei verschiedene Weisen vorgehen:
Variante A
Diese Vorgehensweise ist nur möglich, wenn die im Wiederholungslauf erzeugten Datenträger die jeweils höchste Dateinummer erhalten sollen. Falls ein vor längerer Zeit erstellter Datenträger mit der damals gültigen Dateinummer erzeugt werden soll, dann gehen Sie nach Variante B vor.
Sie setzen den Status aller betroffenen Meldungen mit dem Report RPUD3AD0 von übertragen auf zu übertragen (Status 03) und starten anschließend den Report RPCD3TD0 erneut.
Da der Report beim erneuten Start den Dateizähler wieder pro Absender und Empfänger erhöht, müssen Sie evtl. die zuletzt erzeugten Einträge in der Tabelle T5D4S bzw. T5D4U für die betroffenen Absender und Empfänger löschen, bevor Sie den Report RPCD3TD0 erneut starten.
Kennzeichnen und
löschen von DEÜV-Meldungen (RPUD3AD0)
Durchführen eines Wiederholungslaufs (RPCD3TD0)
Variante B
Mit dem Report RPCD3TD1 kann ein Wiederholungslauf für einen einzelnen Absender und Empfänger durchgeführt werden. Wenn Sie diesen Report verwenden, brauchen Sie die betroffenen Meldungen nicht mit dem Report RPUD3AD0 als zu übertragen zu kennzeichnen. Hier geben Sie einfach die Dateinummer (lt. T5D4S bzw. T5D4U) des erneut zu erstellenden Datenträgers auf dem Selektionsbild an.
Im Gegensatz zu Variante A haben Sie hier die Möglichkeit, den Datenträger wieder mit der gleichen Dateinummer zu erzeugen, auch wenn es sich nicht um die aktuell höchste Dateinummer handelt. Der Report RPCD3TD1 aktualisiert automatisch den vorgegebenen Dateizähler. Eine manuelle Pflege des Dateizählers ist nicht notwendig.
Weitere Informationen finden Sie in der Report-Dokumentation des Reports RPCD3TD1.
Geben Sie die erforderlichen Daten ein und führen Sie den Report aus.
Nach Ausführen des Reports wird Ihnen ein Protokoll am Bildschirm ausgegeben. Im Gruppenrahmen Übersicht der erzeugten TemSe-Objekte sind die erstellten TemSe-Objekte pro Krankenkassenart aufgelistet. Über die Funktion Sichern (Diskettensymbol) zu dem jeweiligen TemSe-Objekt springen Sie in den Report RPUTSVD3 (DEÜV: Download Datenträger auf Diskette). Mit diesem Report können Sie die im ausgewählten TemSe-Objekt abgelegten Meldungen auf eine Diskette oder ein Laufwerk kopieren können.
DEÜV-Meldungen auf
Diskette kopieren (RPUTSVD3)
Falls für einen Absender DFÜ aktiviert ist, erscheint neben dem Diskettensymbol ein weiteres Symbol Senden. Damit springen Sie in den Report RPUTSVD5 (Erstellen von DFÜ-Dateien auf PC). Mit diesem Report können Sie die im ausgewählten TemSe-Objekt enthaltenen Meldungen zusammen mit einer DFÜ-Auftragsdatei abspeichern.
Weitere Informationen finden Sie in der Report-Dokumentation des Reports RPUTSVD5.
Falls für einen Absender das E-Mail-Verfahren aktiviert
ist, wird der DEÜV-Datenträger in den
B2A-Manager
gestellt. Mit dem B2A-Manager können Sie die Meldungen per E-Mail verschicken.
Wählen Sie dazu im SAP Easy Access Menü Personal ->
Personalabrechnung -> Europa -> Deutschland -> Folgeaktivitäten ->
Periodenunabhängig -> Behördenkommunikation (B2A). Alternativ wählen
Sie Transaktion PB2A.