Erstellen von DEÜV-Meldungen (Report
RPCD3VD0)
Mit dem Report RPCD3VD0 (Meldungen erstellen) überprüfen Sie die Abrechnungsergebnisse und Stammdaten Ihrer Mitarbeiter auf DEÜV-relevante Meldetatbestände. Bei Vorliegen eines Meldetatbestandes wird eine entsprechende Meldung erstellt.
Meldetatbestände werden prinzipiell anhand der Abrechnungsergebnisse ermittelt.
Einzige Ausnahme: Für Mitarbeiter, die erstmalig ins Unternehmen eintreten und noch keine Abrechnungsergebnisse haben, wird die Anmeldung wegen Beschäftigungsbeginn aus den Stammdaten erstellt.
Meldetatbestände für
sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mitarbeiter werden aus den
Abrechnungsergebnissen ermittelt. Bei DEÜV-relevanten Meldetatbeständen wird
eine entsprechende Meldung erzeugt. Darüber hinaus werden
sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mitarbeiter mit dem auf den
Meldezeitraum angefallenen beitragspflichtigen Arbeitsentgelt gemeldet. Da das
beitragspflichtige Arbeitsentgelt durch die Abrechnung ermittelt wird, ist der
Report bei Entgeltmeldungen auf die aktuellen Abrechnungsergebnisse
angewiesen.
Meldungen für SV-pflichtig Beschäftigte können daher nur erstellt werden,
nachdem der Abrechnungslauf für die betroffenen Mitarbeiter in der
auszuwertenden Abrechnungsperiode durchgeführt ist.
Im Gruppenrahmen Abrechnungsperiode bestimmen Sie implizit den Meldezeitraum und den Auswertungszeitraum für das Erstellen der DEÜV-Meldungen. Dies geschieht, indem Sie eine auszuwertende Abrechnungsperiode bestimmen.
Innerhalb des Meldezeitraums werden Daten auf Meldetatbestände untersucht und ggf. Meldungen erzeugt. Der Meldezeitraum reicht im Normalfall von der auszuwertenden Abrechnungsperiode bis zum Vormonat der aktuellen Rückrechnungsperiode.
Innerhalb des Auswertungszeitraums werden Daten zur Auswertung eingelesen. Der Auswertungszeitraum umfasst den Meldezeitraum und zusätzlich noch die zwei Abrechnungsperioden vor Beginn des Meldezeitraums.
Der Meldezeitraum (und damit der Auswertungszeitraum) kann unter Umständen vom Report automatisch verlängert werden.
Ermittlung des
Meldezeitraums / Auswertungszeitraums
Anhand Ihrer Eingaben in den Feldern im Gruppenrahmen Selektion bestimmen Sie, welche Mitarbeiter selektiert werden. Für jeden selektierten Mitarbeiter wird, ausgehend von der ausgewählten Abrechnungsperiode, ein Meldezeitraum ermittelt, der auf Meldetatbestände untersucht wird.

Es werden grundsätzlich keine Mitarbeiter selektiert, deren letztes Abrechnungsergebnis mehr als eine Periode (ausgehend von der aktuellen Periode) zurückliegt.
Der Beginn des Meldezeitraums wird automatisch ermittelt, ausgehend von der auszuwertenden Abrechnungsperiode.
Eine Eingabe im Feld Aufrollung ab Periode übersteuert das automatisch ermittelte Beginndatum. Der Meldezeitraum beginnt stattdessen am ersten Tag der hier eingegebenen Abrechnungsperiode.

Der Parameter Aufrollung ab Periode bewirkt lediglich eine Verlängerung des Meldezeitraums für bereits selektierte Personalnummern.
Der Parameter Vorauslesen von Stammdaten bewirkt, dass die nach Ende der letzten Abrechnung gültigen Stammdaten bei der Erstellung von Meldungen berücksichtigt werden. Dadurch werden Änderungsmeldungen früher erkannt. Da diese Meldungen auf Stammdaten beruhen, haben die Meldungen bis zur erfolgten Abrechnung lediglich vorläufigen Charakter: es kann zu falschen Änderungsmeldungen kommen.
Meldungen, die mit dem Report RPCD3VD0 erstellt wurden, erhalten entweder den Status
· Neu:
Aus einem Meldetatbestand wurde eine korrekte neue Meldung erzeugt, die übertragen werden kann
· Fehlerhaft:
Aus einem Meldetatbestand wurde zwar eine Meldung
erzeugt, die Meldung ist jedoch fehlerhaft und kann nicht übertragen
werden
Wenn der Fehler behoben werden kann,
starten Sie den Report erneut. Die fehlerhafte Meldung wird dann durch eine
Meldung mit Status neu ersetzt.
Falls der Fehler innerhalb der Abgabefrist für DEÜV-Meldungen nicht behoben
werden kann, melden Sie den Tatbestand manuell per Vordruck. In diesem Fall
muss die fehlerhafte Meldung mit dem
Report
Kennzeichnen und
Löschen von DEÜV-Meldungen (RPUD3AD0) auf den Status manuell
gemeldet gesetzt werden.
Die erzeugten Meldungen werden in transparenten Tabellen abgespeichert:
Tabelle: |
Kurzbeschreibung: |
PD3DSAP |
HR-DDU: Verwaltungssatz für Meldungen |
PD3DSME |
HR-DDU: Datensatz Meldung |
PD3DBAN |
HR-DDU: Datenbaustein Anschrift |
PD3DBEU |
HR-DDU: Datenbaustein Europäische Vers.Nr. |
PD3DBGB |
HR-DDU: Datenbaustein Geburtsangaben |
PD3DBKS |
HR-DDU: Datenbaustein Knappschaft/Seekasse |
PD3DBME |
HR-DDU: Datenbaustein Meldesachverhalt |
PD3DBNA |
HR-DDU: Datenbaustein Name |
PD3FLAG |
HR-DDU: Kennzeichen von Meldungen |
Jede abgespeicherte Meldung enthält folgende Verwaltungsinformationen:
· Zeitpunkt der Erstellung (Datum, Uhrzeit, Abrechnungsperiode)
· Umstände der Erstellung (Benutzername, Report)
· Status der Meldung
· Zuordnung der Meldung zu Annahmestelle, Personalbereich/-teilbereich, Abrechnungskreis
Beim Erstellen neuer Meldungen wird anhand dieser Verwaltungsinformationen überprüft, ob für die ausgewählte Abrechnungsperiode und die selektierten Mitarbeiter bereits Meldungen mit Status Neu vorhanden sind. Falls sich in einem Wiederholungslauf Änderungen ergeben, werden diese Meldungen gelöscht und durch neue Meldungen ersetzt. Dadurch ist einerseits sichergestellt, dass Meldungen nicht doppelt vorhanden sein können. Andererseits ergibt sich dadurch die Möglichkeit, fehlerhafte Meldungen in richtiger Form neu zu erstellen bzw. gesperrte Meldungen zu entsperren.
Nach erfolgtem Lauf gibt der Report ein Protokoll aus. Das Protokoll enthält Angaben zu den erstellten Meldungen sowie zu eventuell aufgetretenen Fehlern. Zu jedem aufgetretenen Fehler ist eine Fehlermeldung hinterlegt, mit deren Hilfe Sie den Fehler korrigieren können.
Die Protokollfunktion sollte nur verwendet werden, wenn
der Report über eine kleine Menge von Personalnummern läuft. Bei
Massenverarbeitung starten Sie den Report im Echtlauf ohne Protokollfunktion.
Die erzeugten fehlerhaften Meldungen können Sie sich mit dem Report
DEÜV-Meldungen
anzeigen (RPCD3LD0) anzeigen lassen.

Im Fehlerfall empfiehlt SAP, falls möglich anhand des Protokolls die aufgetretenen Fehler zu korrigieren und anschließend einen Wiederholungslauf durchzuführen. Erst nachdem aus allen Meldetatbeständen fehlerfreie Meldungen erzeugt wurden, sollten Sie mit dem Übertragen der Meldungen an die Annahmestelle fortfahren.
Durchführen eines Wiederholungslaufs (RPCD3VD0)
Geben Sie die erforderlichen Daten ein und führen Sie den Report aus.