Technischer Ablauf der
Teilentgeltberechnung
Informationen zum Einsatz der Teilentgeltberechnung finden Sie unter Teilentgeltberechnung (Aliquotierung).
Für den fehlerfreien Ablauf des Aliquotierungsschemas xAL0 müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
· Im Customizing der Personalabrechnung unter Teilentgeltberechnung ® Kürzungsfaktoren bilden haben Sie festgelegt, auf welche Weise das System in unterschiedlichen Situationen das Entgelt des Mitarbeiters berechnen soll.
· Die Verarbeitungsklassen 10 (Kennzeichnung der Lohnarten für die Aliquotierung) und 31 (Aufteilung Monatspauschalen Kostenrechnung) der Primärlohnarten, die aliquotiert werden sollen, sind gepflegt.

Im folgenden werden bestimmte Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln mit dem Kürzel X dargestellt. Dieses Kürzel steht sowohl für das Länderkennzeichen als auch für die internationalen Versionen der Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln. Verwenden Sie diese nur, wenn für Ihr Land keine eigenen Schemen, Funktionen und Personalrechenregeln eingerichtet sind oder Sie keine eingerichteten Länderbesonderheiten nutzen möchten.
Im Personalrechenschema X000 (Bruttolohnfindung und Überweisung) wird das Teilschema xAL9 (Aliquotierung und Abstellung) aufgerufen. In den länderspezifischen Aliquotierungsschemen der Standardauslieferung sind gängige länderspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Wenn für Ihr Land noch kein länderspezifisches Schema existiert, können Sie das internationale Teilschema XAL9 oder ein passendes länderspezifisches Schema kopieren und an Ihre Bedürfnisse anpassen.
1. Das System generiert mit der Funktion GEN/8 für jeden Periodenteilzeitraum die Sekundärlohnarten /801 bis /8<nn> und trägt sie in die Eingabetabelle (IT) ein.
Diese Lohnarten enthalten den Aliquotierungsfaktor. Der Wert wird in jeder Lohnart auf 1 gesetzt und mit der Konstanten GENAU 100 000,00 multipliziert, um die Genauigkeit der Berechnungen zu erhöhen. Das Ergebnis wird im Feld RTE (Betrag pro Einheit) eingetragen. Im weiteren Prozeß kann der Aliquotierungsfaktor verändert werden.
In jeder generierten Sekundärlohnart /8<nn> sind die Mitarbeiterkreisgruppierung für Personalrechenregel und das WPBP-Splitkennzeichen eingetragen.

Die Standardauslieferung generiert 16 Sekundärlohnarten für die Aliquotierungsfaktoren. Die Sekundärlohnarten /801 bis /809 können Sie für eigene Aliquotierungsfaktoren nutzen. Die Sekundärlohnarten /810 bis /816 werden im System verwendet, um Monatspauschalen zu berechnen.
2. Das System prüft mit der Operation PPPAR (Aliquotierungsparameter beistellen) bestimmte Sachverhalte, z. B. ob und wann der Mitarbeiter innerhalb der Abrechnungsperiode eine neue Stelle angetreten oder unbezahlten Urlaub genommen hat,
Ist kein Splitkennzeichen vorhanden, bleibt der Wert des Aliquotierungsfaktors 1. Die entsprechende Lohnart wird mit dem gesamten Betrag ausgezahlt. Enthält die geprüfte Lohnart ein Splitkennzeichen, wird der Aliquotierungsprozeß fortgesetzt.
3. Das System bestimmt mit der Personalrechenregel xPPF den Aliquotierungsfaktor pro Teilzeitraum.
Wenn der Mitarbeiter in der Abrechnungsperiode gearbeitet hat, ermittelt das System, ob er auch abwesend war und berechnet aus diesem Sachverhalt den Aliquotierungsfaktor. In der Eingabetabelle (IT) wird das Feld RTE (Betrag pro Einheit) jeder Sekundärlohnart /8<nn> entsprechend aktualisiert.
4. Das System bestimmt mit der Personalrechenregel xCM0 die Periodenpauschalen für die Kostenrechnung.
Die Verarbeitungsklasse 31 (Kostenverteilung) aller Lohnarten in der Eingabetabelle (IT) wird ausgewertet und der Betrag folgender Kostenrechnungslohnarten errechnet:
- /840 (Differenz der Arbeitsstunden des laufenden Monats zum Durchschnittswert)
- /844 (Bezahlte Feiertage)
- /845 (Summe der bezahlten Nichtarbeit)
- /846 (Summe der unbezahlten Fehlzeiten)
5. Das System bewertet mit der Personalrechenregel xVAL die Gehaltsbestandteile der Lohnarten in der Eingabetabelle (IT), indem es den Betrag der Primärlohnart mit dem Betrag pro Einheit der Lohnart /80<n>, die der Ausprägung der Verarbeitungsklasse 10 (Kennzeichnung der Lohnarten für die Aliquotierung) entspricht, multipliziert.
Anschließend wird der neu berechnete Wert in das Feld AMT (Betrag) der entsprechenden Primärlohnart eingetragen.
6. Das System ermittelt die Stundensätze für die Kostenrechnung.
7. Die gekürzten Werte werden in die Eingabetabelle IT geschrieben.