Prozess oder Prozessschritt einplanen
Sie können festlegen, dass ein Prozess erst zu einem bestimmten Zeitpunkt oder erst dann startet, wenn im System ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Kombination von Ereignissen stattgefunden hat. Wenn ein Prozess beendet ist, können Sie einzelne Prozessschritte wiederholen. Den Neustart des Prozessschritts können Sie dann ebenfalls für einen bestimmten Zeitpunkt oder abhängig von einem Ereignis einplanen.

Sie können Prozesse so einplanen, dass sie erst dann gestartet werden, wenn die Betriebsart Ihres Systems von Tag- auf Nachtbetrieb umgestellt wird. So können Sie Ihre Systemressourcen tagsüber für die Dialogverarbeitung nutzen und Prozesse dann starten, wenn Sie mehr Workprozesse für die Hintergrundverarbeitung zur Verfügung haben, wie es bei Nachtbetrieb gewöhnlich der Fall ist.

Wenn Sie das Starten eines Prozesses oder Prozessschritts von mehreren Ereignissen gleichzeitig abhängig machen, sind die Ereignisse immer mit dem logischen Operator UND verknüpft. Sie können mehrere Ereignisse nicht mit dem logischen Operator ODER verknüpfen.
Sie haben im Customizing der Personalabrechnung unter Hintergrundverarbeitung mit der HR Prozess-Workbench die IMG-Aktivität Gegenereignisse für Ereignisse festlegenausgeführt.
Sie haben einen Prozess angelegt.
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1. Markieren Sie den Prozess, den Sie starten wollen, und wählen Sie Bearbeiten ® Prozess ® Starten/Wiederholen.
2. Wählen Sie Einplanen.
3. Wählen Sie auf dem Dialogfenster Einplanen des Prozesses <Name> die Registerkarte mit dem gewünschten Ereignistyp und wählen Sie das gewünschte Ereignis aus.
Sie können alle Hintergrundereignisse, Workflow-Ereignisse, Prozessereignisse und Betriebsartenwechsel verwenden, die in Ihrem System vorhanden sind.
Auf den Registerkarten Hintergrundereignisse, Workflow-Ereignisse und Prozessereignisse können Sie beliebig viele Ereignisse auswählen.
Wenn im Customizing ein Gegenereignis zu einem der Hintergrund- oder Workflow-Ereignisse festgelegt wurde, die Sie ausgewählt haben, berücksichtigt das System dieses Gegenereignis automatisch mit.
4. Sichern Sie Ihre Eingaben.
5. Wählen Sie die Variante, mit der das Selektionsprogramm gestartet werden soll.

Zuvor muss beim Selektionsprogramm mindestens eine Variante hinterlegt worden sein. Das ist z. B. beim Bearbeiten eines Prozessmodells möglich. Wählen Sie dazu vom Bild Pflegen des Prozessmodells <Name> aus Springen ® Attribute. Wählen Sie auf dem folgenden Dialogfenster Variante anlegen und legen Sie eine Variante für das Selektionsprogramm an.
Das System startet den Prozess, sobald das angegebene Ereignis oder alle angegebenen Ereignisse stattgefunden haben und/oder der angegeben Zeitpunkt erreicht ist.
Wenn ein Gegenereignis zu einem Ereignis eintritt, legen die Customizing-Einstellungen fest, ob die HR Prozess-Workbench den Prozess oder Prozessschritt noch startet oder nicht.

Sie planen den Prozess abhängig von Hintergrundereignis A und für einen bestimmten Zeitpunkt ein. Zu Ereignis A ist das Gegenereignis B festgelegt.
Ereignis A tritt ein, der angegebene Zeitpunkt ist jedoch noch nicht erreicht. Gegenereignis B tritt ein. Dadurch wird Ereignis A rückgängig gemacht. Anschließend wird der angegebene Zeitpunkt erreicht. Abhängig davon, ob im Customizing für Gegenereignis B das Kennzeichen Prozess bei Eintreten dieses Gegenereignisses nicht starten markiert wurde, reagiert die HR Prozess-Workbench folgendermaßen:
§ Wenn das Kennzeichen nicht markiert ist, kann Ereignis A erneut eintreten. Da der angegebene Zeitpunkt erreicht ist, startet die HR Prozess-Workbench den Prozess.
§ Wenn das Kennzeichen markiert ist, startet die HR Prozess-Workbench den Prozess nicht mehr, obwohl der angegebene Zeitpunkt erreicht ist.
Mit der Prozesskontrolle können Sie anschließend den Prozessablauf kontrollieren.