Wiederverwendung von Prüfregeln
Sie nutzen diese Funktion, um häufig benötigte Prüfregeln für Validierungsmethoden nur einmal erstellen zu müssen. Auf die so erstellten Prüfregeln verweisen Sie anschließend per Referenz aus dem Customizing der Validierungsmethoden heraus, die diese Regeln verwenden sollen. Durch die zentrale Bereitstellung häufig benötigter Prüfregeln haben Sie folgende Vorteile:
· verbesserte Konsistenz des Customizing
· einfaches Änderungsmanagement
· reduzierter Customizing-Aufwand

Beachten Sie, dass Änderungen an einer wiederverwendbaren Prüfregel sich auf alle Validierungsmethoden auswirken, die diese Prüfregel verwenden. Wir empfehlen, dass Sie vor Änderungen einen Verwendungsnachweis für die Prüfregel erstellen (über das Kontextmenü der Prüfregel), um den Nachbereitungsaufwand (Funktionstests u.ä.) einschätzen zu können, der sich aus der Änderung ergibt. Möglicherweise ist es ratsam, eine vorhandene Prüfregel zu kopieren und die gewünschten Änderungen an der Kopie vorzunehmen.
Prüfregeln sind nicht isoliert verwendbar. Um Prüfregeln verwenden zu können, müssen Sie diese einer Methode der Validierung zuordnen.
Sie haben mindestens einer Prüfregel einen technischen Namen zugewiesen.
Zur Wiederverwendung eignen sich nur benannte Prüfregeln. Die Zuweisung eines technischen Namens können Sie auf folgende Arten erreichen:
· Sie legen eine Prüfregel im Kontext einer Validierungsmethode an und weisen ihr einen technischen Namen zu. Die Namenszuweisung müssen Sie hier bewusst vornehmen, da im Kontext einer Methode auch unbenannte Prüfregeln zulässig sind und das System Sie nicht zu einer Namenszuweisung auffordert.
· Sie legen eine Prüfregel ohne Bezug zu einer Validierungsmethode an (in der Konsolidierungs-Workbench unter Konsolidierungsfunktionen ® Validierung ® Prüfregel). Auch in diesem Fall gibt das System einen Geltungsbereich vor, der sich jedoch nicht auf eine Methode beschränkt, sondern auf eine Kombination aus Validierungstyp und Datenstrom. Solche zentral angelegten Prüfregeln identifiziert das System über ihren technischen Namen. Das System fordert Sie daher in diesem Kontext zwingend dazu auf, einen technischen Namen zu vergeben.
Neben dem technischen Namen können Sie zusätzlich einen Text hinterlegen, der die Prüfregel näher beschreibt.
Eine benannte Prüfregel ist für alle Validierungsmethoden verfügbar, die den gleichen Validierungstyp und den gleichen Datenstromtyp verwenden.
Im Customizing einer Validierungsmethode können Sie sowohl benannte als auch unbenannte Prüfregeln definieren, und Sie können die Definition einer per Referenz übernommenen benannten Prüfregel im Kontext der Methode ändern. Dies wirft Fragen nach der Konsistenz des Customizing auf, die sich anhand der nachfolgend skizzierten Szenarios beantworten lassen:
Sie stellen die Referenz auf eine benannte Prüfregel dadurch her, dass Sie im Customizing der Validierungsmethode eine Prüfregel einfügen und direkt den technischen Namen einer für diese Methode verfügbaren Prüfregel eingeben oder über die Wertehilfe (F4) auswählen. Das System übernimmt daraufhin die Definition der Prüfregel in den Kontext der Methode, die Sie gerade bearbeiten.
Sie legen eine neue wiederverwendbare Prüfregel an, indem Sie im Customizing der Validierungsmethode eine Prüfregel einfügen und einen bisher noch nicht benutzten technischen Namen für diese Prüfregel eingeben. Anschließend erstellen Sie die Formel für den zu prüfenden Sachverhalt und sichern. Das System übernimmt daraufhin die im Kontext der Methode erstellte Definition unter dem von Ihnen angegebenen Namen als neue wiederverwendbare Prüfregel.
Sie haben im Kontext einer Validierungsmethode eine unbenannte Prüfregel angelegt und damit begonnen, die Formel hierfür zu erstellen. Wenn Sie nun für diese Prüfregel den technischen Namen einer im System bereits vorhandenen benannten Prüfregel eingeben, kann das System nicht entscheiden, welche der beiden möglichen Prüfregeln (benannt oder unbenannt) Sie verwenden wollen. Das System fordert Sie in dieser Situation daher zu einer Entscheidung darüber auf, ob Sie die unbenannte Prüfregel durch die benannte ersetzen wollen. Sie haben folgende Möglichkeiten:
· Ja: Das System löscht die Definition der unbenannten Prüfregel und fügt der Validierungsmethode stattdessen einen Verweis auf die benannte Prüfregel hinzu.
· Nein: Das System löscht den von Ihnen eingegebenen technischen Namen. Die Definition der unbenannten Prüfregel bleibt erhalten.
Sie haben einer Validierungsmethode bereits eine benannte Prüfregel zugeordnet. Nun tragen Sie anstelle des bisherigen Namens den Namen einer anderen benannten Prüfregel ein. Das System tauscht daraufhin die Referenz auf die zuerst zugeordnete Prüfregel gegen eine Referenz auf die neue Prüfregel aus. Wenn Sie an der Definition der zuerst zugeordneten Prüfregel Änderungen vorgenommen hatten, so sichert das System diese Änderungen automatisch.
Sie haben einer Validierungsmethode bereits eine benannte Prüfregel zugeordnet. Nun tragen Sie anstelle des bisherigen Namens den Namen einer Prüfregel ein, die im System noch nicht existiert. Das System erzeugt daraufhin eine Kopie der bisher zugeordneten Prüfregel und weist ihr den von Ihnen eingegeben Namen zu. Außerdem tauscht das System die Referenz auf die zuerst zugeordnete Prüfregel gegen eine Referenz auf die neue Prüfregel aus. Wenn Sie an der Definition der zuerst zugeordneten Prüfregel Änderungen vorgenommen hatten, so sichert das System diese Änderungen automatisch.
Sie haben einer Validierungsmethode bereits eine benannte Prüfregel zugeordnet. Nun löschen Sie diesen Namen. Das System erzeugt daraufhin eine Kopie der bisher zugeordneten Prüfregel und ordnet sie als unbenannte Prüfregel der Methode zu. Wenn Sie an der Definition der zuerst zugeordneten Prüfregel Änderungen vorgenommen hatten, so sichert das System diese Änderungen automatisch.