Periodisierung und Zeitvariablen
Verwendung
Periodisierungen dienen drei Zwecken:
Für die Definition von Periodisierungen und Zeitvariablen werden Ihnen einerseits Zeitvariablen von der SAP zur Verfügung gestellt, auf deren Basis Sie eigene Variablen definieren können, und Sie können andererseits Geschäftsjahre gemäß den eigenen Bedürfnissen in Intervalle unterteilen.
Grundsätzliche Bemerkungen zu Zeitvariablen
Sie verwenden Zeitvariablen (= SEM-Zeitvariablen), um einen Bezug zwischen den Eingabefeldern für die aktuelle und die Zielperiode und den angezeigten Daten in der Präsentation (beispielsweise eines Cockpits oder einer Scorecard) herzustellen.
SEM-Zeitvariablen können Sie den folgenden Objekten einer Query zuordnen:
Business Information Warehouse (SAP BW), die von den Funktionen "Strategy Management" und "Performance Measurement" unterstützt werden (wenn ein BW-Zeitmerkmal nicht unterstützt wird, haben Sie auch nicht die Möglichkeit, dem BW-Zeitmerkmal eine SEM-Zeitvariable zuzuordnen).
Da Wertfelder nur einen einzigen Wert annehmen können, können Sie auch nur eine SEM-Zeitvariable vom Typ "Einzelwert" einem BW-Zeitmerkmal zuordnen; die Zuordnung einer SEM-Zeitvariable vom Typ "Intervall" ist auf Grund der Konzeption eines Wertfelds nicht möglich. Eine Ausnahme davon bilden jedoch Frames in der Funktion "Management Cockpit": Hier können Sie einem BW-Zeitmerkmal eine SEM-Zeitvariable vom Typ "Intervall" zuordnen; dies hat dann allerdings zur Folge, dass Sie das BW-Zeitmerkmal im Grafikdesign des Frames – beispielsweise bei einer Balkengrafik – der Rubrikenachse (= der x-Achse bei vertikaler Ausrichtung der Balken) zuordnen müssen, damit die verschiedenen Werte des BW-Zeitmerkmals abgetragen werden können. Dies bedeutet auch, dass es nicht sinnvoll – und in SEM technisch gar nicht möglich – ist, bei einem Frame mit dem Grafiktyp "Tachometer" mit SEM-Zeitvariablen vom Typ "Intervall" zu arbeiten, da in einer Tachometergrafik naturgemäß maximal zwei Werte wiedergegeben werden können.
Zur Abbildung von Kalenderdaten auf Geschäftsperioden siehe:
Wenn Sie BW-Variablen benutzen, sorgen diese auch für die Art der Aggregation.
Grundsätzliche Bemerkungen zur Aggregation (Year-to-date, YTD)

Sie können das Year-to-date-Kennzeichen nur dann setzen, wenn Sie eine SEM-Zeitvariable für das BW-Zeitmerkmal, nicht aber für die BW-Variable verwenden.
Die Aggregation im Rahmen der Funktionen "Strategy Management" und "Performance Measurement" legt fest, ob und wie die Werte einer Kennzahl über ein Zeitmerkmal zusammengefasst werden sollen. Die Art der Aggregation selbst (z.B. Summierung oder Durchschnitt) erfolgt gemäß der Festlegung im SAP BW. Für die Aggregation müssen Sie darüber hinaus festlegen, für welche Zeiträume das System die Werte aggregieren soll (z.B. vierteljährlich).
Sie haben die Möglichkeit, für Wertfelder (in den Funktionen "Balanced Scorecard" und "Werttreiberbaum") insgesamt und für jede Kennzahl eines Frames (in der Funktion "Management Cockpit") gesondert eine Aggregation festzulegen.
Eine Aggregation von Werten ist nur dann möglich, wenn diese auf BW-Geschäftsjahreszeitmerkmalen basieren; eine Aggregation ist jedoch nicht möglich, wenn die Werte auf BW-Kalenderzeitmerkmalen beruhen.
Grundsätzliche Bemerkungen zur Periodisierung
Über die Periodisierung steuern Sie, welche Werte – abhängig von der Zeit – vom System angezeigt werden sollen. Mit der Periodisierung vergröbern Sie quasi den Granularitätsgrad.

Angenommen, für Ihren Umsatz pro Periode haben Sie eine Year-to-date-Aggregation gewählt, wobei die Aggregation die Summe bildet; Ihre Periodisierung erfolgt dabei nach drei Perioden:
Beispiel für Year-to-date-Aggregation mit vierteljährlicher Periodisierung
|
Periode |
Umsatz in der Periode (in 1000 Euro) |
Aggregierter Wert (in 1000 Euro) |
Vom System angezeigter Wert (in 1000 Euro) |
|
001 |
1100 |
1100 |
— |
|
002 |
1200 |
2300 |
— |
|
003 |
1000 |
3300 |
3300 |
|
004 |
1200 |
4500 |
— |
|
005 |
1250 |
5750 |
— |
|
006 |
1100 |
6850 |
6850 |
|
007 |
1000 |
7850 |
— |
|
008 |
1050 |
8900 |
— |
|
009 |
1100 |
10000 |
10000 |
Integration
Sie können in den Funktionen
Balanced Scorecard, Management Cockpit und Werttreiberbaum auf Ihre Periodisierungen zugreifen und SEM-Zeitvariablen verwenden.Funktionsumfang
Periodisierung definieren
, um in den Änderungsmodus zu wechseln.Zeitvariablen definieren
, um in den Änderungsmodus zu wechseln.
Die Namen von Variablen, die von Kunden definiert werden, müssen mit einer Ziffer beginnen.
Wenn Sie mit der Variable kein Intervall abbilden wollen, gehen Sie wie folgt vor:

Wenn Sie als zugrunde liegende Zeitvariable die "Aktuelle Periode" ausgewählt haben, können Sie zur Modellierung der Vorperiode
Wenn Sie mit der Variable ein Intervall abbilden wollen, gehen Sie wie folgt vor:
In der Liste der Zeitvariablen können Sie über
den Verwendungsnachweis zu einer markierten Zeitvariable in einer Liste anzeigen lassen.
In der Liste der Zeitvariablen können Sie über
Zeitvariablen testen, ob sie diejenige Werte liefert, die Sie benötigen. Wählen Sie dazu im Test-Dialog die Zeitvariable aus, die Sie überprüfen möchten, und die Geschäftsjahresvariante. Je nach Beschaffenheit der Variable, füllen Sie die übrigen Felder aus und wählen anschließend
, um den Test durchzuführen. Sie erhalten dann eine Tabelle, in der der Wert verschiedener aktueller Perioden aufgelistet wird. Diesem Wert steht dann der Wert – bzw., falls es sich um ein Intervall handelt, die Werte – gegenüber, der in der getesteten Zeitvariable abgebildet wird.
Aktivitäten
Wählen Sie im SEM-Menü Strategic Enterprise Management ® Performance Measurement ® Design ® Verschiedenes ® Periodisierung und Zeitvariablen, um Periodisierungen und Zeitvariablen zu definieren.
Siehe auch:
Zeitvariablen verwenden