Anfang des InhaltsbereichsProzessdokumentation Ablauf der Ermittlung des Zuständigkeitszeitraums gemäß Organisationsstruktur Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Mit diesem Prozess wird im Rahmen der allgemeinen Berechtigungsprüfung der Zuständigkeitszeitraum gemäß der Organisationsstruktur ermittelt.

Aufrufparamter

Das Ermitteln des Zuständigkeitszeitraums wird mit den folgenden Parametern aufgerufen:

LEVEL

Berechtigungslevel

TCLAS

Transaktionsklasse = Unterscheidung Personalnummer/Bewerbernummer

PERNR

Personalnummer (bzw. Bewerbernummer)

INFTY

Infotyp

SUBTY

Subtyp

Ablauf

  1. Der Berechtigungshauptschalter ORGPD wird ausgewertet. Wenn der Schalter deaktiviert ist, liefert das System 01.01.1800 bis 31.12.9999 als Zuständigkeitszeitraum zurück und beendet die Prüfung.
  2. Wenn es sich bei dem aktuellen Zugriff um einen Schreibzugriff auf den Infotyp Referenzpersonalnummer (0031) handelt, wird der Zuständigkeitszeitraum ebenfalls auf den 01.01.1800 bis 31.12.9999 gesetzt und die Prüfung vorzeitig beendet. (Für Bewerbernummern tritt dieser Fall nie auf.)
  3. Der Zuständigkeitszeitraum wird gemäß den strukturellen Berechtigungsprofilen (Tabellen T77UA - Benutzerberechtigungen und T77PR - Definition der Berechtigungsprofile) ermittelt.
  4. Die Defaultplanstelle wird ermittelt (Tabelle T77S0 - Systemtabelle, Eintrag PLOGI PRELI). Wenn das Ermitteln der Defaultplanstelle nicht möglich ist (z.B. weil kein Eintrag in Tabelle T77S0 gefunden wird), sind die weiter unten angegebenen Vergleiche von Planstelle und Defaultplanstelle nicht sinnvoll möglich. Die Vergleiche liefern in diesem Fall dann immer das Ergebnis "ist nicht gleich".
  5. Die organisatorischen Zuordnungen der Personalnummer (Datensätze des Infotyps Organisatorische Zuordnung - 0001) werden eingelesen.

Für jede organisatorische Zuordnung (Datensatz des Infotyps 0001) werden folgende Schritte ausgeführt:

    1. Wenn der Benutzer nicht zugreifen darf, wird die organisatorische Zuordnung nicht weiter ausgewertet und zur nächsten organisatorischen Zuordnung übergegangen.
    2. Wenn der Benutzer zugreifen darf, wird der Gültigkeitszeitraum der organisatorischen Zuordnung zum Zuständigkeitszeitraum hinzugefügt.
    1. Wenn im "Defaultfall" die Berechtigung verweigert werden soll (Ausprägungen 1 oder 2 des Hauptschalters ORGPD), wird die organisatorische Zuordnung nicht weiter ausgewertet und zur nächsten organisatorischen Zuordnung übergegangen.
    2. Wenn im "Defaultfall" die Berechtigung erteilt werden soll (Ausprägungen 3 oder 4 des Hauptschalters ORGPD), wird der Gültigkeitszeitraum der organisatorischen Zuordnung zum Zuständigkeitszeitraum hinzugefügt.
  1. Nachdem alle organisatorischen Zuordnungen der Personalnummer ausgewertet sind, wird der Zuständigkeitszeitraum zurückgeliefert.
  2. Wenn der Zuständigkeitszeitraum leer ist, wird als Ergebnis der Prüfung "nicht berechtigt" zurückgeliefert, ansonsten lautet das Ergebnis "berechtigt".

Hinweis

Die Ausprägungen 1 oder 2 des Hauptschalters ORGPD verweigern im "Defaultfall", d.h. wenn keine strukturelle Zuordnung für die Berechtigungsprüfung möglich ist, immer den Zugriff. Aus diesem Grund kann in diesem Fall auf die betroffenen Personalnummern nicht mehr zugegriffen werden. Da für Benutzer mit allumfassender struktureller Berechtigung für Personalnummern die Organisationsstruktur nicht ausgewertet wird, können diese Benutzer trotzdem auf alle Personalnummern zugreifen. Der Grund hierfür liegt darin, dass bei diesen Benutzern der Zuständigkeitszeitraum bereits vor dem nachträglichen Auswerten der organisatorischen Zuordnung die maximal mögliche Länge hat.

Siehe auch:

Ablaufdiagramm der Ermittlung des Zuständigkeitszeitraums gemäß Organisationsstruktur

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