
Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung
Beim Eingang einer Lieferung bepreist der Kunde die Materialien auf der Grundlage folgender Daten:
Der Kunde legt mit Hilfe von Materialien und Preisen eine
Rechnung in Ihrem Namen an, die er per EDI (Electronic Data Interchange) an Sie sendet. Das System empfängt diese Rechnung und konvertiert sie in das IDoc (Intermediate Document) GSVERF. Dies wird dann an den Funktionsbaustein IDOC_INPUT_SBINV gesendet. Dieser ermittelt die Referenzlieferung und die Positionen, die auf der internen oder externen Lieferungsnummer basieren, welche mit der externen Rechnung gesendet wurde.In diesem Gutschriftsverfahren können Sie keine Rechnung zur Lieferung anlegen. es existiert keine Originalrechnung. Das System simuliert jedoch die Rechnungserstellung, um interne Preise und die zugehörigen Konditionen zu ermitteln.
Sobald das System die Referenzlieferung ermittelt und eine Rechnung simuliert hat, vergleicht es die Konditionswerte in diesen Belegen mit den Werten in der externen Rechnung (in IDoc-Form). Dabei werden nur die im IDoc angegebenen und im
Customizing eingegebenen Konditionen verglichen.
Stimmen die Werte in der externen Rechnung mit den Werten in der simulierten Rechnung und der Lieferung überein, so wird im R/3-System eine Rechnung erzeugt, die genau der vom Kunden vorbereiteten entspricht. Beachten Sie, daß das System hier nicht den Standard-Fakturierungsvorgang verwendet, sondern eine besondere Fakturaschnittstelle (GN_INVOICE_CREATE). Die externe Rechnungsnummer aus dem Feld Externe Nummer wird bei der Abrechnung verwendet.
Falls es Abweichungen gibt, werden die Statussätze des IDoc aktualisiert und der Sachbearbeiter erhält ein Mail. Die IDoc-Verarbeitung wird fortgesetzt und wenn kein schwerer Fehler auftritt, wird der Beleg dennoch erzeugt. Der Sachbearbeiter unterrichtet den Kunden dann davon, einen der folgenden Korrektur- oder Nachberechnungsbelege zu senden:
Das System ermittelt die Rechnungen, die zugehörigen Lieferungen, die Gut- und Lastschriften und Stornobelege zu diesen Belegen.
Stimmen die Werte in der externen Gutschrift (Mengenkorrektur) mit den Werten in der Rechnung und der Lieferung überein, so wird im R/3-System automatisch eine Gutschrift erzeugt, die genau der vom Kunden vorbereiteten entspricht.
Auf Retouren basierende Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderungen werden wie Gutschriftsanforderungen zu Mengenkorrekturen behandelt, jedoch führt das System die Preisfindung nur für die zurückgegebenen Materialien durch. Anstatt alle Konditionswerte miteinander zu vergleichen, ermittelt das System eine Gesamtdifferenz pro Position und vergleicht diese mit dem Gesamtkorrekturwert.
Bei Nachberechnung bepreist das System alle Belege im Vorgang neu und vergleicht dann die Konditionswerte der Positionen miteinander. Es ermittelt die Differenz zwischen den alten und neuen Preisen in der Rechnung und der Lieferung und trägt Sie in die Kondition PDIF ein, um Sie im Kalkulationsschema verwenden zu können. Die vom Kunden in der Gut- oder Lastschrift ermittelte Differenz wird in der internen Kondition erfaßt, die Sie im Customizing zugeordnet haben. Wenn diese Werte übereinstimmen, erzeugt das System automatisch die Gut- oder Lastschrift.
Sollten diese Werte nicht übereinstimmen, so erhält der Sachbearbeiter ein Mail. Der Beleg wird trotzdem erzeugt. Wenn Sie dies nicht wollen, nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen im Customizing der Verkaufsbelegart vor.