
Regelknoten: Regelbeschreibung und Verwendung 
Definition
Ein Regelknoten oder Regel-Monitorbaumelement gibt eine Regel an, die definiert, welche Knoten in einen
Monitor aufgenommen werden sollen. Die Monitoring-Architektur interpretiert die Regel und nimmt im Monitor Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs) auf, die den in der Regel festgelegten Auswahlkriterien genügen. Die Regeln werden regelmäßig neu interpretiert, so daß ein eigener Monitor automatisch der aktuellen Systemlandschaft entspricht. Ein mit Regeln definierter Monitor wird beispielsweise automatisch einen neu gestarteten SAP-Anwendungsserver aufnehmen. Damit hat ein Monitor, der aus Regel-MTEs besteht, die folgenden Eigenschaften:Regeln ermöglichen die dynamische Auswahl von MTEs anhand von Auswahlkriterien. Dagegen wählen Sie bei der statischen Auswahl explizit einzelne MTEs. Diese werden bei Änderungen an der Systemlandschaft nicht aktualisiert.
Verwendung
Beim Anlegen eines Regel-MTE wählen Sie eine vordefinierte Regel für die Auswahl von MTEs für Ihren neuen Monitor. Der Alert-Monitor legt diese Regel aus und wählt die MTEs, die die angegebenen Auswahlkriterien erfüllen.
Folgende Regeln stehen zur Verfügung:
Diese Regel erstellt virtuelle MTEs für R/3-Systeme, die in den Monitor eingefügt wurden. Verwenden Sie diese Regel, um die regelgestützte Überwachung eines oder mehrerer R/3-Systeme einzurichten. Regel-MTEs, die Sie unter diesem MTE hinzufügen, werden für jedes ausgewählte System angelegt.Sie können Überwachungsfunktionen hinzufügen, indem Sie virtuelle und Regel-MTEs unter diesem MTE anlegen.
Der Parameter R3System ist der Name des R/3-Systems, das im jeweiligen Monitor überwacht werden soll. Weitere Auswahloptionen sind <ALL> (alle verfügbaren R/3-Systeme), <CURRENT> (R/3-System des Alert-Monitors) und alle
Diese Regel fügt MTE-Klassen als reale Knoten in den Monitor ein. Da alle Monitorobjekte und -attribute MTE-Klassen zugeordnet sind, können Sie diese Regel verwenden, um bestimmte Typen von Monitorobjekten und -attributen zu überwachen. Beispielsweise ist das Monitorattribut ResponseTime der MTE-Klasse R3DialogResponseTime zugeordnet, AbortedJobs ist der MTE-Klasse R3BPServerSpecAbortedJobs zugeordnet.
Da alle Exemplare eines bestimmten MTE auch über Systemgrenzen hinweg derselben MTE-Klasse angehören, können Sie mit der Regel Monitorobjekte in allen SAP-Instanzen und -Systemen auswählen.

Mit der MTE-Klasse werden auch alle untergeordneten MTEs hinzugefügt (z. B. werden mit der MTE-Klasse CPU auch die untergeordneten MTEs CPU_Utilization und 5minLoadAverage hinzugefügt, obwohl diese MTEs andere MTE-Klassen haben).

Sie können sich die verfügbaren MTE-Klassen über die Wertehilfe anzeigen lassen. Da die Hilfe nicht anzeigt, wo eine MTE-Klasse im Monitorbaum erscheint, kann es schwierig sein, die gewünschte MTE-Klasse zu finden. Um die benötigte MTE-Klasse zu finden, öffnen Sie einen Standardmonitor bis zu dem MTE, das Sie in den Monitor einfügen wollen. Zeigen Sie dann die MTE-Klasse des MTE über Eigenschaften an.
Verwenden Sie diese beide Regeln zusammen. Sie erhalten damit dieselben Ergebnisse wie mit der Regel CCMS_GET_MTE_BY_CLASS; die von Ihnen erforderten Informationen werden jedoch in einer klarer strukturierten Form angezeigt.
Wenn Sie die Regel CCMS_GET_MTE_BY_CLASS_AS_VIRTUAL wählen, verwenden Sie den Parameter MTEClass, um die MTE-Klasse als virtuellen Knoten in den Baum aufzunehmen. Dann wählen Sie die Regel CCMS_GET_MTE_BY_CLASS_UNDER_CLASS. Im Parameter ChildMTEClass geben Sie dann die MTE-Klassen an, die Sie als reale Knoten in Ihrem Monitor überwachen wollen.
Die Regel übernimmt dabei die Parameter MTEClass und R3System von der übergeordneten Regel (CCMS_GET_MTE_BY_CLASS_AS_VIRTUAL).
Diese Regel entspricht weitgehend CCMS_GET_MTE_BY_CLASS; allerdings können Sie zusätzlich die Überwachung auf bestimmte Mandanten einschränken.
Diese Regeln sind nur für den SAP-internen Gebrauch bestimmt. Sie können zwar damit experimentieren, SAP rät Ihnen jedoch davon ab, sie in Ihren eigenen Monitordefinitionen zu verwenden.
Diese Regel ist von SAP für die spätere Verwendung reserviert. SAP rät Ihnen davon ab, sie in Ihren eigenen Monitordefinitionen zu verwenden.
Anzeigeoptionen für MTE-Knoten
Sie können bei der Definition eigener Monitore bestimmen, wie die Namen der Monitorbaumelemente beim Aufbau des Alert-Monitorbaums erstellt werden sollen. Ein MTE wird insgesamt durch vier Namensteile charakterisiert:

CEN\Host1_CEN_01\...\Dialog\ ResponseTime ist der lange Name der Dialog-Antwortzeit; das Monitorobjekt ist Dialog, und der kurze Name des MTE ist ReponseTime. Bei der Erstellung oder Bearbeitung eines Regelknotens können Sie entweder den langen MTE-Namen anzeigen lassen oder beliebige der vier erwähnten Teile, aus denen der lange Name besteht.
Anzeigeoptionen für virtuelle Knoten
Sie können bei der Definition Ihrer Regel-MTEs bestimmen, ob der Monitor virtuelle Knoten, die aus dieser Regel hervorgehen, anzeigen soll. Dazu dient das Kennzeichen virtuelle Sammelknoten im Monitor anzeigen im Bild Regelknoten bearbeiten.

Der Topknoten der meisten SAP-Monitordefinitionen ist ein Regelknoten mit der Regel CCMS_DEFINE_R3_SYSTEMS. Aus dieser Regel gehen die überwachten Systeme als virtuelle Sammelknoten hervor. Je nach Ihrer Systemlandschaft empfiehlt SAP die folgende Einstellung:
Einschränkungen
Sie können nicht mehrere Exemplare eines Regel-MTE hierarchisch ordnen. Der Alert-Monitor gibt eine Fehlermeldung aus, wenn Sie versuchen, ein Regel-MTE CCMS_DEFINE_R3_SYSTEMS unter einem anderen MTE CCMS_DEFINE_R3_SYSTEMS zu erstellen.
Siehe auch:
Monitore anlegen und ändern das Kennzeichen virtuelle Sammelknoten im Monitor anzeigen im