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Bei der Eingabe ins R/3-System der SAP werden nahezu alle Daten validiert bzw. gegen Tabellen und Stammdaten verprobt. Da manche Validierungsarten nicht standardisiert werden können, bieten Ihnen die Validierungsprogramme die Möglichkeit, eigene Validierungen zu definieren.

Mit Hilfe der Validierungsfunktion können Sie die im SAP-R/3-System eingegebenen Werte und Wertintervalle überprüfen. Validierungsregeln werden im Regel-Manager abgelegt. Wenn Daten ins System eingegeben werden, verprobt der Integration-Manager die Daten gegen die Validierungsregeln. Da die Validierung vor der Buchung durchgeführt wird, werden nur verprobte Daten in die Anwendungskomponente FI-SL aufgenommen.

Viele Eingabewerte werden vom SAP-R/3-System automatisch gegen Standard-Validierungsregeln verprobt.

Beispiel

Das System verprobt Kontennummern gegen eine Stammdatei oder es überprüft, ob ein Ledger einem Buchungskreis zugeordnet ist.

Sie verwenden Validierungen, wenn Sie eine benutzerdefinierte Boolesche logische Aussage anlegen wollen, um einen Eintrag auf eine andere als die für das Standardsystem definierte Weise zu verproben. Mit Hilfe der FI-SL-Validierungen können Sie eigene Boolesche logische Aussagen anlegen, ohne Änderungen im Standardsystem vornehmen zu müssen.

Eine Validierung kann aus maximal 999 Schritten bestehen. Sie können somit Ihre Daten vor der Verbuchung gegen eine beliebige Anzahl von Booleschen Aussagen verproben.

Ein Validierungsschritt besteht aus folgenden Komponenten:

Über die Voraussetzung werden die zu verprobenden Eingabewerte selektiert. Wenn ein Eingabewert nicht zur Verprobung ausgewählt wird (wenn die Voraussetzung nicht erfüllt ist), ist der Wert gültig und die Transaktion wird fortgesetzt.

Bei der Prüfung werden die über die Voraussetzung ausgewählten Werte verprobt. Wenn die Prüfaussage wahr (TRUE) ist, wird die Transaktion fortgesetzt. Wenn die Prüfaussage unwahr (FALSE) ist, wird vom System eine Meldung ausgegeben.

Voraussetzungen und Prüfungen werden mit Hilfe der Booleschen Logik definiert. Sie können einfache logische Aussagen definieren, Sie können aber durch die Verwendung von Regeln, Benutzer-Exits und Sets in Ihren logischen Formeln auch sehr komplexe Aussagen definieren.

In der folgenden Tabelle sehen Sie Beispiele für Validierungen, die Sie selbst definieren können:

Voraussetzung

Prüfung

Wenn das Konto ein Erlöskonto ist,

kann es nur durch Vertriebskostenstellen bebucht werden.

Wenn die Währung Deutsche Mark und die Kostenstelle 100 ist,

muß der Geschäftsbereich 2 und das Werk 10 sein.

Wenn der Benutzer im Set RGUSER-02 und die Währung im Set RGCUR-02 enthalten ist,

muß das Konto im Set RGACCT-02 enthalten sein.

Wenn der Benutzer und die Währung im Multi-Dimension-Set USERCUR-02 enthalten sind,

muß das Konto im Set RGACCT-05 enthalten sein.

 

In der folgenden Grafik sehen Sie, welche Rolle die FI-SL-Validierung bei der Eingabe von Daten ins SAP-R/3-System spielt.

 

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Es sind folgende Schritte dargestellt:

  1. Ein Wert wird ins SAP-R/3-System eingegeben.
  2. Der Wert wird dem FI-SL-Integration-Manager (IM) und den Validierungsregeln übergeben.
  3. Die Validierung ist - wie die Substitution, die Ledgerselektion und die Summierungsregeln - Bestandteil des Integration-Managers.

  4. Der eingegebene Wert wird gegen die Voraussetzung verprobt.
  5. Wenn die Voraussetzung erfüllt (wahr = TRUE) ist, wird der Wert gegen die Prüfaussage verprobt. Wenn die Voraussetzung nicht erfüllt (unwahr = FALSE) ist, ist der Wert gültig.

  6. Wenn die Voraussetzung erfüllt und die Prüfaussage
  7. - wahr (TRUE) ist, ist der Wert gültig.

    - unwahr (FALSE) ist, kann der Wert nicht gebucht werden, das System gibt eine entsprechende Nachricht aus.

    Bei einer E-Nachricht (Error = Fehler) müssen Sie den Fehler beheben, damit der zu verprobende Wert gebucht werden kann. Darüber hinaus sollten Sie bei W-Nachrichten (Warning = Warnung) die nötigen Korrekturen vornehmen. Eine A-Nachricht (Abend = Abbruch) hat den Abbruch des Validierungsprozesses zur Folge.

  8. Sind weitere Validierungsschritte vorgesehen, wiederholt das System die hier beschriebenen Schritte.

Weitere Informationen zum Anlegen von Booleschen logischen Aussagen finden Sie unter Boolesche Aussagen für das FI-SL-System anlegen.

Informationen zum Anlegen von Validierungen finden Sie unter Validierungen anlegen.

Matrix-Validierungen

Neben normalen Validierungen können Sie für bestimmte Zeitpunkte Matrix-Validierungen anlegen. Mit Hilfe von Matrix-Validierungen können Sie eine Validierung für den gesamten Beleg (Belegkopf und alle Belegzeilen) durchführen.

Beispiel

Sie legen eine Matrix-Validierung an, durch die geprüft wird, ob eine bestimmte Kontenkombination gültig ist. Im Rahmen dieser Validierung wird der Inhalt jeder Belegzeile mit allen anderen Belegzeilen abgeglichen.

Matrix-Validierungen können Sie nur mit dem Zeitpunkt 0003 innerhalb der Anwendungen Finanzwesen (FI), Konsolidierung (FI-LC) und Konsolidierung Unternehmenscontrolling (EC-CS) verwenden.

Validierungsnachrichten

Beim Anlegen von Validierungen können Sie auch festlegen, wie das System reagieren soll, wenn gegen Validierungsregeln verstoßen wird. Sie können die Nachricht (sowie den dazugehörigen Langtext) anlegen, die dem Benutzer angezeigt wird, wenn eine Prüfaussage nicht erfüllt ist. Dem Benutzer kann lediglich eine Informationsnachricht angezeigt werden, er kann aber auch gezwungen werden, den Fehler zu korrigieren, bevor er mit der Eingabe fortfahren kann.

Beispiel

Eine Buchung für die Kostenstelle 200 soll ausgeschlossen werden. Versucht der Benutzer, eine Buchung für diese Kostenstelle durchzuführen, wird ihm durch eine Systemnachricht angezeigt, daß eine weitere Verarbeitung nicht möglich ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Validierungsnachrichten.

 

 

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