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Verwendung

Sie können für ein Investitionsprogramm mehrere Budgets parallel verwalten.

Empfehlung

Dies ist dann sinnvoll, wenn Budgets für aktivierungsfähige Kosten und für nicht aktivierbare Nebenkosten getrennt verwaltet werden sollen.

Voraussetzungen

Sie haben im Customizing des Investitionsmanagements je Programmart die gewünschten Budgetarten definiert (Investitionsprogramme ® Budgetierung im Programm ® Budgetarten). Standardmäßig werden folgende Budgetarten ausgeliefert:

Sie haben in der Definition des Investitionsprogramms festgelegt, dass nach Budgetarten getrennt werden soll.

Sie haben den Budgetarten ein Verwendungskennzeichen zugeordnet, damit das System auch die anfallenden Istwerte nach Budgetarten trennen kann.

Funktionsumfang

Wenn Sie in der Programmdefinition die Verwendung von Budgetarten vorgesehen haben, müssen Sie bei jeder Programmbudgetierung die Werte nach Budgetarten differenziert erfassen. Analog müssen auch die Planwerte immer entsprechend differenziert erfasst werden.

Budgetarten und Maßnahmen

Die auf den Programmpositionen mögliche differenzierte Werterfassung nach Budgetarten ist auf den Maßnahmen nicht vorgesehen: Hier werden Plan- und Budgetwerte nach wie vor ohne besondere Zuordnung erfasst.

Um dennoch festzulegen, in welchem Verhältnis die Plan- und Budgetwerte der Maßnahmen den definierten Budgetarten zuzurechnen sind (Gegenüberstellung im Reporting), können für die Maßnahmen bei der Zuordnung zu den Programmpositionen je Budgetart entsprechende Prozentsätze festgelegt werden. Die Plan- und Budgetwerte der Maßnahmen sind dann mit diesen Prozentsätzen gewichtet den entsprechenden Budgetarten zuordenbar.

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Budgetarten

Achtung

Sie müssen bei der Verwendung von Budgetarten die Maßnahmen direkt selbst budgetieren. Die Budgetverteilung von der übergeordneten Programmposition ist nicht möglich (siehe Budgetverteilung von Programmpositionen an Maßnahmen). Eine Verfügbarkeitskontrolle ist also nur mit Hilfe der entsprechenden Reports im Infosystem möglich.

Standardzuordnung der Ist-Werte zu den Budgetarten

Bei den Istwerten kann das System standardmäßig zwischen folgenden Belastungen unterscheiden:

Diese Zuordnung der Istwerte zu den Budgetarten wird durch das Setzen des Verwendungskennzeichens für die Budgetarten realisiert (siehe oben). Die Trennung der Istwerte ist allerdings erst möglich, nachdem die periodische Abrechnung durchgeführt wurde (siehe Abrechnung von Investitionsmaßnahmen).

Hinweis

Wenn die Aktivierungsschlüssel einer Investitionsmaßnahme vorsehen, dass im handelsrechtlichen Bewertungsbereich weniger als im Bewertungsbereich für die Kostenrechnung aktiviert werden soll (d.h. wird ein bestimmter Prozentsatz des Abrechnungsbetrages nicht auf Anlage, sondern in den neutralen Aufwand abgerechnet - siehe Periodische Abrechnung auf AiB), dann wird der Abrechnungsbetrag gegenwärtig dennoch mit dem vollen Anteil des Kostenrechnungsbereiches (zurzeit immer 100%) der Budgetart 1 (= zu aktivierende Kosten zugerechnet).

Individuelle Zuordnung der Ist-Werte zu den Budgetarten

Alternativ zu der beschriebenen standardmäßigen Zuordnung der Istwerte zu den Budgetarten 1 und 2 ist es auch möglich, mit Hilfe der vorbereiteten Kundenerweiterung AAIP0001 eine individuelle Zuordnung zu beliebigen selbst definierten Budgetarten zu realisieren (z. B. nach Kostenarten oder Kostenartengruppen).

Genauere Informationen und ein Beispiel finden Sie in der R/3-Onlinedokumentation der SAP-Erweiterung AAIP0001 (Transaktion CMOD: Hilfsmittel ® SAP-Erweiterungen ® SAP-Doku anzeigen).

Ausweis im Infosystem

Im Infosystem werden die einzelnen Budgetarten sowohl auf Ebene des Investitionsprogramms als auch auf Ebene der Maßnahmen getrennt ausgewiesen.

Hinweis

Die Recherche-Berichte beziehen sich standardmäßig auf die von SAP ausgelieferten Budgetarten 1 und 2. Wenn Sie mit selbst definieren Budgetarten arbeiten, dann müssen diese im Formular angegeben werden, damit das System die entsprechenden Datensätze selektieren kann.

Beispiel

Die folgende Abbildung zeigt den Ausweis der verschiedenen Budgetarten im Reporting:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Das Investitionsprogramm verfügt über ein Budget für zu aktivierendes Kapital (1900) und ein Budget für nicht aktivierungsfähige Kosten (600). Auf Ebene der zugeordneten Investitionsmaßnahme wurde festgelegt, dass sich das Budget der Maßnahme (2000) zu 80% aus dem Kapitalbudget und zu 20% aus dem Kostenbudget zusammensetzen soll. Von den gebuchten Ist-Belastungen (900) werden 600 auf eine Anlage und 300 auf eine Kostenstelle abgerechnet.

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