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Einsatzmöglichkeiten

Sie können Maßnahmen auf der Basis von Leistungsverzeichnissen an Fremdfirmen vergeben. Siehe Strukturlink Standardleistungsverzeichnis (StLV).

Bei dauerhaften Geschäftsbeziehungen mit bestimmten Lieferanten empfiehlt es sich, Leistungsverzeichnisse in Kontrakten anzulegen. Kontrakte sind Vereinbarungen über Laufzeit, Abnahme (Menge oder Wert) und Konditionen der Leistungsausführung. Die einzelnen Zeilen in den Leistungsverzeichnissen müssen nicht manuell erfaßt, sondern können aus dem Leistungsstamm bzw. aus vorhandenen Leistungsverzeichnissen kopiert werden.

Wenn der Aufwand für eine Einzelbestellung von Leistungen nicht gerechtfertigt ist oder wenn aufgrund der Häufigkeit von fremdzubearbeitenden Maßnahmen der Einkauf entlastet werden soll, können Sie statt der Einzelbestellung auch eine Rahmenbestellung verwenden, in der mehrere Bestellvorgänge für einen längeren Zeitraum zusammengefaßt werden. Rahmenbestellungen sind Verträge mit einklagbaren Verpflichtungen.

Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurierbare Leistungsverzeichnisse.

Voraussetzungen

Sie kennzeichnen Vorgänge von fremdzubearbeitenden Aufträgen, die Sie über Leistungsverzeichnisse abwickeln möchten, mit Hilfe eines entsprechenden Steuerschlüssels. In der Standardauslieferung heißt dieser Steuerschlüssel PM03.

Ablauf

  1. Sie legen den Auftrag mit den fremdzubearbeitenden Vorgängen genauso wie einen Auftrag für die Eigenbearbeitung an (siehe Eröffnung eines Auftrags).
  2. Der Planer erstellt zu den fremdzubearbeitenden Vorgängen Leistungsverzeichnisse.
  3. Das System erstellt automatisch für jeden Vorgang mit Leistungsverzeichnis eine Bestellanforderung (BAnf). Jedes Leistungsverzeichnis ist mit der Position der zugehörigen BAnf verknüpft.
  4. Das System erzeugt automatisch aus der Bestellanforderung Leistungserfassungblätter, auf die die Leistungen wie bei eigenbearbeiteten Aufträgen zurückgemeldet werden können.
  5. Siehe Strukturlink IH-BAnfen direkt in Erfassungsblätter umsetzen.

  6. Sie haben folgende Bestellmöglichkeiten:

Der Einkauf überspringt alle Phasen der Bezugsquellenfindung und Bestellung. Die Rahmenbestellung kann eine Laufzeit über eine längere Periode haben und ist damit mehrfach verwendbar, nämlich immer dann, wenn Leistungen zu dem Lieferanten, für den die Rahmenbestellung angelegt wurde, angefordert werden.

Die erzeugten Bestellanforderungen sind mit der Rahmenbestellung verknüpft.

Siehe Strukturlink Prozesse bei der Beschaffung von Dienstleistungen.

  1. Die Maßnahmen werden von der Fremdfirma ausgeführt.
  2. Die erbrachten Leistungen werden in den Leistungserfassungsblättern zur Bestellung festgehalten.
  3. Ein Mitarbeiter, der sich von der ordnungsgemäßen Erbringung der zuvor erfaßten Leistungen überzeugt hat, nimmt die Leistungen ab. Diese Abnahme ist Basis für die Abrechnung der Leistungen. Es wird ein Abnahmebeleg gebucht.
  4. In der Rechnungsprüfung werden die Angaben aus der Bestellanforderung mit denen in den Leistungserfassungsblättern verglichen. Die Rechnung sollte den Betrag ausweisen, der zuvor abgenommen wurde. Wenn es Abweichungen gibt, wird die Rechnung gesperrt, solange bis die Abweichungen geklärt sind.
  5. Fremdbearbeitete Vorgänge erhalten die Status teilgeliefert oder endgeliefert.
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