
Prüfung von Grenzwerten bei Mehrfachbeschäftigung 
Verwendung
Mit dieser Funktion können Sie die durch die Zeitauswertung bei Mehrfachbeschäftigung ermittelten Salden auf das Erreichen von Grenzwerten hin überprüfen. Das ermöglicht Ihnen, über mehrere Beschäftigungsverträge hinweg Zeitsalden auf Über- bzw. Unterschreitung von Vorgaben aus Arbeitszeitordnungen zu überprüfen und geeignete Systemreaktionen darauf festzulegen.

Integration
Sie verwenden in der Komponente Zeitauswertung die Funktion LIMIT, um Zeitsalden der Mitarbeiter mit Grenzwerten zu vergleichen.
Voraussetzungen
Funktionsumfang
Mit der Funktion LIMIT können Sie in der Tagesverarbeitung der Zeitauswertung Ihre Regeln für die Saldenbildung über mehrere Beschäftigungsverträge eines Mitarbeiters hinweg verarbeiten.

Weitere Informationen zum Prüfen von Grenzwerten erhalten Sie im Einführungsleitfaden der Personalzeitwirtschaft unter Zeitauswertung ® Zeitauswertung uhrzeitbasiert bzw. Zeitauswertung stundenbasiert ® Saldenbearbeitung ® Saldenlimits.
SAP R/3 summiert bei der Verarbeitung der Funktion LIMIT zum Vergleichszeitpunkt der zu vergleichende Zeitsaldo über alle gekoppelt zu verarbeitenden Beschäftigungsverträge oder sucht das Maximum bzw. Minimum. Dann führt es die Saldenregeln aus. Wenn Sie den Grenzwert über die Operation HRS ermitteln, so summiert SAP R/3 auch die durch die Operation ermittelten Werte bzw. sucht das Maximum oder Minimum.
SAP R/3 verarbeitet jeweils die Saldenregeln, die zu einem Schritt der Bearbeitungsvorschrift und einem Gruppierungswert für Beschäftigungsverträge gehören. Sobald eine Saldenregel für einen Beschäftigungsvertrag durchlaufen wurde, kann sie nicht noch einmal durchlaufen werden.
Ermittlung der zu verarbeitenden Bearbeitungsgegenstände und Saldenregeln
Für die Verarbeitung ermittelt SAP R/3 zunächst alle Saldenregeln, die zu den Beschäftigungsverträgen eines Mitarbeiters gehören. Aus diesen Saldenregeln ermittelt es dann die zugehörigen Bearbeitungsgegenstände. Es ermittelt die Bearbeitungsgegenstände zur Prüfung der Grenzwerte wie folgt:
Das erste Ausgabedatum, dass in der nun folgenden vorgegebenen Reihenfolge in einer Saldenregel gefüllt ist, bestimmt den Bearbeitungsgegenstand.
Wenn Sie in einer Saldenregel den zu vergleichenden Zeitsaldo kappen (im Customizing das Feld Kappung im Bereich Verarbeitung bei Überschreitung des Grenzwertes), ermittelt SAP R/3 den Bearbeitungsgegenstand anhand des zu vergleichenden Zeitsaldos.
Kappen Sie den zu vergleichenden Zeitsaldo nicht, zieht SAP R/3 diese Zeitart nicht zur Ermittlung des Bearbeitungsgegenstandes heran. Das bedeutet, dass Sie diesen Wert auch mehrfach als Grundlage für die Prüfung der Grenzwerte heranziehen können. So können Sie z. B. die Produktivstunden sowohl für die Prüfung der maximalen Arbeitszeit pro Tag, aber auch für die Prüfung der Wochenarbeitszeit etc. verwenden. Dabei ist es unerheblich, ob Sie die Zeitart 0050 (Produktivstunden) einem anderen Bearbeitungsgegenstand zugeordnet haben oder nicht.

Beachten Sie: Auch alle weiteren Ausgabedaten, die in der Kombination Bearbeitungsgegenstand/Gruppierungswert für Beschäftigungsverträge verarbeitet werden sollen, müssen ebenfalls dem Bearbeitungsgegenstand zugeordnet sein.
Wenn SAP R/3 die zu verarbeitenden Bearbeitungsgegenstände ermittelt hat, durchläuft es die Schritte der Bearbeitungsvorschrift für die relevanten Gruppierungswerte der Beschäftigungsverträge und die zugehörigen Schlüsselfelder der Saldenregeln.
Kann es für Saldenregeln keine Bearbeitungsgegenstände finden, da die Ausgabedaten keinem Bearbeitungsgegenstand zugeordnet sind, durchläuft es diese Saldenregeln pro Beschäftigungsvertrag.
Verarbeitung nur in der Tagesverarbeitung
Da die Zeitauswertung für Mehrfachbeschäftigung nur in der Tagesverarbeitung mehrere Beschäftigungsverträge gekoppelt verarbeiten kann, können Sie auch nur Tagessalden auf Grenzwerte über mehrere Beschäftigungsverträge hinweg untersuchen.
Wenn Sie die Funktion LIMIT auch in der Endeverarbeitung im Schema verarbeiten, werden die zugehörigen Saldenregeln nur pro Beschäftigungsvertrag verarbeitet. Die Ausgabedaten in den Saldenregeln für die Endeverarbeitung dürfen aber keinem Bearbeitungsgegenstand zugeordnet sein.
Reihenfolge der Saldenregeln
Das Rahmenwerk der Bearbeitungsgegenstände gewährleistet, dass die von Ihnen im Customizing gewählten Saldenregeln bei der Verarbeitung von nur einem Beschäftigungsvertrag in der vorgegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden. Dadurch können Sie auch weiterhin Saldenregeln verwenden, in denen in der einen Saldenregel der zu vergleichende Zeitsaldo in einer weiteren Zeitart gespeichert wird und dieser Wert in einer folgenden Saldenregel noch einmal geprüft wird.
Verteilung der Ergebnisse
Folgende Ergebnisse verteilt SAP R/3 abhängig von der gewählten
Verteilungsmethode auf alle aktuell verarbeiteten Beschäftigungsverträge:
SAP R/3 berücksichtigt hierbei nicht, welcher Beschäftigungsvertrag z. B. zu einer Überschreitung eines Grenzwertes beigetragen hat, sondern alle Beschäftigungsverträge erhalten in diesem Fall die ermittelten Ergebnisse zugeschrieben.
Folgende Ergebnisse schreibt SAP R/3 unabhängig von der gewählten Verteilungsmethode jedem einzelnen aktuell verarbeiteten Beschäftigungsvertrag zu:

Der Mitarbeiter John Miller hat drei Beschäftigungsverträge. Er darf in der Woche nicht mehr als 45 Stunden arbeiten. Arbeitsleistungen, die darüber hinausgehen, protokollieren Sie in der Zeitart ZYZ2, der zu vergleichende Zeitsaldo wird gekappt. Bei Überschreitung des Grenzwertes wird eine Meldung der Kategorie Information ausgeben. Sie haben keine Verteilungsmethode ausgegeben.
John Miller hat in einer Woche 48 Stunden gearbeitet. SAP R/3 verteilt die Ergebnisse der Grenzwertprüfung wie folgt: