
Ablauf der Gefahrgutklassifizierung
Einsatzmöglichkeiten
Dieser Prozeß unterstützt Sie dabei, Materialien nach gefahrgutrechtlichen Aspekten zu klassifizieren. (Siehe auch:
Gefahrgutklassifizierung)
Voraussetzungen
Sie haben im Customizing der Gefahrgutabwicklung alle notwendigen IMG-Aktivitäten bearbeitet.
- Damit Ihnen die Gefahrgutdaten in der Komponente Produktsicherheit zur Verfügung stehen, können Sie die Gefahrgutdaten selbst anlegen oder durch den Import von Spezifikationen übernehmen. (Siehe auch:
Export und Import)
Ablauf
UN-Listenstoff anlegen und bearbeiten
Sie legen eine Spezifikation der Spezifikationsart UN-Listenstoff (LS_UN_SUB) an. (Siehe auch:
Spezifikation anlegen)
Sie definieren zu der Spezifikation die Identifikationsnummer, indem Sie einen Identifikator vom Identifikationstyp NUM und von der Identifikationsart UN, ID oder NA anlegen. (Siehe auch:
Identifikator bearbeiten)
Sie rufen den
Eigenschaftsbaum auf, der die Bewertungsart Gefahrgutvorschriften enthält.
Sie rufen die Bewertungsart Gefahrgutvorschriften auf und ordnen dem UN-Listenstoff in Abhängigkeit von der Gefahrgutvorschrift eine Gefahrgutklasse zu. Weiterhin müssen Sie eingeben, ob es sich um eine Sammelnummer handelt und ob der Transport zugelassen ist. Dann bearbeiten Sie die Gefahrgutdaten, d.h. Gefährdungsklassifizierung, Verpackungscodezulassung und Beförderungszulassung. (Siehe auch:
Gefahrgutdaten verwalten)
- Spezifikation der Spezifikationsart Gefahrgutklassifizierung anlegen und bearbeiten
- Sie legen eine Spezifikations der Spezifikationsart DG_CL_SUB (Gefahrgutklassifizierung) an.
- Sie definieren zu der Spezifikation einen Identifikator, z.B. vom Identifikatortyp NAM und erfassen einen beschreibenden Text, z.B.
Gefahrgutklassifizierung für Lacke
.
- Sie rufen den Eigenschaftbaum auf, der die Bewertungsart Gefahrgutklassifizierung enthält.
- Sie rufen die Bewertungsart
Gefahrgutklassifizierung auf und erfassen die Daten zur Transportklassifizierung und die Daten der Gefahrauslöser.

Die in dieser Bewertungsart erfaßten Gefahrauslöser haben beim Prozeß der Befüllung eine niedrigere Priorität als die Gefahrauslöser, die Sie in der Bewertungsart Gefahrauslöser zum Realstoff angeben.
- Realstoffe und Materialien zuordnen
- Sie rufen die Spezifikation der Spezifikationsart Realstoff auf, dem das Material zugeordnet ist, das Sie klassifizieren wollen. (Siehe auch:
Spezifikation manuell suchen)
- Sie überprüfen und bearbeiten die Zuordnung der Materialien in der
Materialzuordnung.
Sie tragen in den Kopfdaten des Realstoffs die Gefahrgutklassifizierung als Referenzspezifikation ein und klassifizieren auf diese Weise das Material, das dem Realstoff zugeordnet ist. (Siehe auch:
Kopfdaten bearbeiten)

Wenn Sie das Material direkt der Gefahrgutklassifizierung zuordnen, so hat diese Zuordnung die höhere Priorität.
Für die Einrichtung des automatischen Sicherheitsdatenblattversands muß ein umweltrelevantes Material einem sicherheitsdatenblattpflichtigen Realstoff zugeordnet sein.
Damit die Gefahrgutdaten aus der Spezifikationsdatenbank in den Gefahrgutstamm übergeben werden können, muß die Zuordnung des Materials zur Gefahrgutklassifizierung eindeutig sein. Die Daten werden nicht übernommen, wenn Sie einem Material über zwei verschiedene Realstoffe zwei Gefahrgutklassifizierungen zuordnen.
Ergebnis
Die Klassifizierungs- und Gefahrgutdaten stehen Ihnen für die
Befüllung des Gefahrgutstamms zur Verfügung.
Die Daten zu den Bewertungsarten können Sie auf Berichten ausgeben. Hierzu benötigen Sie eine
Wiederholungsgruppe vom Typ S:CLASS.
Sie können die Gefahrgutdaten importieren und exportieren.
Weitere Hinweise
Aus organisatorischen Gründen kann es erforderlich oder wünschenswert sein, die Gesamtheit aller Gefahrgutvorschriften in kleinere Gruppen aufzuteilen. Zum hierdurch abgewandelten Prozess der Gefahrgutklassifizierung siehe auch
Vorschriftenfamilien.