Porttyp Internet  

Definition

Umwandlung von IDocs aus oder in E-Mails.

Verwendung

Über das Internet können IDocs mit jedem System ausgetauscht werden, das eine E-Mail-Adresse hat.

Struktur

Aufbau der E-Mail

Eine IDoc-E-Mail enthält die IDocs als Anlage im MIME-Format (Multipurpose Internet Mail Extensions).

Die Anlage hat den Dokumenttyp R3I, welcher entweder Referenzen auf IDocs (IDoc-Nummern) oder IDoc-Daten enthalten kann. Zur Umwandlung zwischen diesen beiden Formaten hat die IDoc-Schnittstelle zwei Funktionsbausteine bereitgestellt.

Innerhalb des R/3-Systems wird die Anlage stets mit Referenzen gefüllt bzw. abgelegt. Außerhalb des R/3-Systems sind in der Anlage die IDoc-Daten selbst vorhanden.

Ausgangsverarbeitung

Mit Hilfe der Parameter aus der Portbeschreibung wird eine Mail erzeugt, die als Anlage zunächst nur eine Menge von IDoc-Nummern trägt. Diese E-Mail wird dem Funktionsbaustein SO_OBJECT_SEND übergeben, der den weiteren Versand aus dem Business Workplace übernimmt.

Der Workplace ruft den Funktionsbaustein EDI_IDOC_R3I_OUTGOING auf, der die IDocs (Kontrollsatz und Datensätze) im Format R3I, nämlich als Tabelle mit Struktur SOLI, zurückgibt. Diese Tabelle wird über SAPconnect dem SAP Internet-Mail-Gateway übergeben, das die Daten im MIME-Format ins Internet versendet. Dazu benutzt das Gateway das Programm sendmail, das unter UNIX schon zur Verfügung steht, unter Windows NT aber erst bezogen werden muß (siehe dazu die Dokumentation zum Internet-Mail-Gateway).

Alternativ dazu kann über SAPconnect der MS Exchange Server oder ein anderes Gateway angesteuert werden, das dann für den weiteren Versand ans Internet verantwortlich ist.

Eingangsverarbeitung

Das Gateway (z.B. das SAP Internet-Mail-Gateway) ruft per RFC den SAPconnect-Funktionsbaustein SX_OBJECT_RECEIVE auf, der die E-Mail im MIME-Format übernimmt. Die Mail wird dem Workplace-Funktionsbaustein SO_DOCUMENT_RECEIVE_API1 übergeben.

Der Workplace ruft daraufhin den Funktionsbaustein EDI_IDOC_R3I_INCOMING auf, der die Konvertierung vom R3I- ins IDoc-Format vornimmt und die Eingangsverarbeitung der IDocs startet. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß der Mail-Empfänger der EDI-Eingangsverteilung zugeordnet ist (Abschnitt Benutzeradresse für Internet einrichten).

Die Erzeugung der IDocs und deren Verarbeitung wird entweder vollständig oder überhaupt nicht durchgeführt. Dazu wird EDI_IDOC_R3I_INCOMING als eigener Work-Prozeß aufgerufen, damit bei Fehlern in der IDoc-Erzeugung oder –Verarbeitung die bis dahin aufgetretenen Datenbankveränderungen separat rückgängig gemacht werden können (Rollback).

Als Rückgabewerte erhält der Workplace eine Tabelle mit den IDoc-Nummern sowie den Namen der Eingangsmappe, in die die Mail abgelegt werden soll. Diese Mappe stammt aus der Tabelle für die IDoc-Administration (Abschnitt: Internet-Port einstellen: Portbeschreibung) .

Integration

Weitere Informationen zur Architektur finden Sie unter

SAPconnect

BC - SAP Internet-Mail-Gateway

SAP Exchange Connector (für die Anbindung an den MS Exchange Server)