Das Spool-System kann die Ausgabedaten auch über den "entfernten Druck" an das Host-Spool-System weiterleiten. Dabei gibt der R/3-Spool-Workprozeß die Ausgabedaten über eine Netzwerkverbindung an den Host-Spooler in einem UNIX-System weiter.
Sie können jeden Drucker verwenden, der vom Host-Spool-System aus erreichbar ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Drucker lokal oder entfernt an das Hostsystem angeschlossen ist.

Wichtige Überlegungen:
- Unterstützte Hostsysteme
: Diese Methode steht für alle LPD-Systeme zur Verfügung (alle UNIX-Systeme und das IBM OS/2 LPD-System). Bei OSF/1-Systemen ist jedoch nur der lokale Druck möglich, da das OSF/1-Spool-System voraussetzt, daß der Absender als "root" läuft; das R/3-System kann jedoch nicht als "root" laufen.
- Hohe Zuverlässigkeit erforderlich
: Bei dieser Methode kann die Druckleistung beeinträchtigt werden, wenn beim Senden eines Ausgabeauftrags der UNIX-Kommunikationspartner nicht aktiv ist. Der UNIX-Partner muß eine hohe Verfügbarkeit bieten. Sie sollten diese Methode daher nur verwenden, wenn in Ihrem Unternehmen eine hohe Verfügbarkeit gewährleistet ist.
Ist der UNIX-Partner nicht aktiv, wenn der Ausgabeauftrag gesendet wird, muß der Aufbereitungsserver warten, bis der Verbindungsaufbau durch die Zeitüberschreitung abgebrochen wird. Erst dann kann der Aufbereitungsserver mit der Verarbeitung der anderen Ausgabeaufträge fortfahren.
- Netzwerkdrucker
: Sie sollten diese Methode nicht verwenden, um Ausgabedaten direkt an einen Drucker zu senden, der mit einer Ethernet- oder Token Ring-Karte ausgestattet ist, da der R/3-Aufbereitungsserver beim entfernten Druck seine Übertragungsgeschwindigkeit an die des Druckers anpassen muß. Die Datenübertragung an den Drucker kann den R/3-Aufbereitungsserver daher lange blockieren, wenn der Drucker keine eigene Festplatte hat oder wenn Sie die Daten nicht über einen Druckerserver senden.
Voraussetzungen: Für den entfernten Druck sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:
- Richten Sie die Drucker an Hostsystemen ein, die die erforderliche hohe Zuverlässigkeit gewährleisten (siehe Hinweis weiter oben).
- Richten Sie auf einem beliebigen Hostsystem einen R/3-Aufbereitungsserver ein. Sie können beliebig viele Aufbereitungsserver im R/3-System einrichten (Anwendungsserver, die die Spool-Verarbeitung bereitstellen).
- Geben Sie in allen Druckerdefinitionen des R/3-Spool-Systems das Hostsystem, auf dem der Aufbereitungsserver läuft, als Aufbereitungsserver des Druckers an.
Geben Sie als Koppelart U an (Druck auf LPDHOST über Berkeley-Protokoll).
Ein Beispiel finden Sie unter