Datenquelle zuordnen 

Auf dem Bild Titel und Datenbank tragen Sie eine Bezeichnung für das InfoSet ein. Diese Bezeichnung sieht der Endanwender beim Anlegen einer Query. Sie sollte daher die Identifikation eines InfoSets ermöglichen.

In das Feld Berechtigungsgruppe können Sie eine maximal achtstellige Berechtigungsgruppe eintragen. Vergeben Sie eine Berechtigungsgruppe für das InfoSet, so wird diese Berechtigungsgruppe als Attribut an jeden Report vererbt, der für eine Query über diesem InfoSet generiert wird. Das bedeutet, daß nur derjenige Queries (bzw. die entsprechenden Reports) ausführen darf, der in seinem Benutzerstamm die Berechtigung zum Ausführen von Programmen dieser Berechtigungsgruppe besitzt. Damit stellen die Berechtigungsgruppen eine Möglichkeit dar, die von der Query generierten Reports vor unbefugter Ausführung zu schützen.

Bitte verwechseln Sie nicht die Berechtigungsgruppen mit den Benutzergruppen.

Berechtigungsgruppen können für beliebige Reports vergeben werden und bestimmen die Ausführungsberechtigung. Berechtigungsgruppen können über das Berechtigungsobjekt S_PROGRAM in Benutzerstammsätze eingetragen werden. (Nähere Informationen zu diesem Berechtigungsobjekt finden Sie in der Transaktion AUTH_DISPLAY_OBJECTS Wählen Sie hier die Berechtigungsklasse Basis-Entwicklungsumgebung und dann die Dokumentation zum Berechtigungsobjekt S_PROGRAM).

Benutzergruppen sind dagegen ein Hilfsmittel im Query-Umfeld zur Steuerung der Zugriffs- und Änderungsberechtigung für Queries.

Zur Auswahl der Datenquelle stehen Ihnen fünf Optionen zur Verfügung:

Tabellen-Join über Basistabelle

Ein Tabellen-Join umfaßt immer mehrere Tabellen, die mit Hilfe spezieller Formen der SELECT-Anweisung gelesen werden. Geben Sie im Eingabefeld die erste Tabelle im Join ein. Die weiteren Tabellen können nach der Auswahl der Taste Weiter eingegeben werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Definition eines Tabellen-Joins.

Direktes Lesen der Tabelle

Die Daten werden direkt aus einer SAP-Tabelle gelesen. Die Tabelle muß im ABAP Dictionary verzeichnet sein und auf der Datenbank existieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Direktes Lesen.

logische Datenbank

Tragen Sie den Namen der logischen Datenbank ein. Mit der Eingabehilfe erhalten Sie eine Liste aller logischen Datenbanken. Aus dieser Liste können Sie bei Bedarf detaillierte Informationen zu jeder einzelnen logischen Datenbank anfordern. Dabei ist für das Anlegen von InfoSets die Struktur der logischen Datenbank besonders wichtig, d.h. das hierarchische Zuordnungsverhältnis der Tabellen der logischen Datenbank zueinander.

Beachten Sie auch die Ausführungen im Anhang: Logische Datenbanken mit verschiedenen Knotentypen.

Haben Sie bereits eine logische Datenbank eingetragen, so können Sie detaillierte Informationen zur logischen Datenbank über die Funktion anfordern.

Im Feld Selektionsbildversion können Sie ein Kürzel für die Version eines Selektionsbildes eintragen, welches Sie für die Queries über diesem InfoSet verwenden werden. Wenn Sie keine Eingabe vornehmen, wird beim Ausführen der Queries das Standardselektionsbild aufgerufen. Die Version besteht aus einem dreistelligen Kürzel. Die entsprechende Selektionsbildversion muß von der logischen Datenbank unterstützt werden. Über die Wertehilfe können Sie ermitteln, welche Selektionsbildversionen existieren.

Datenbeschaffung durch Programm

Sie können über einen ABAP Report Auswertungen zu Datenbeständen machen, für die die automatische Datenbeschaffung der Query nicht ausreicht. Weitere Informationen finden Sie unter Datenbeschaffung durch ein Programm

Sequentieller Bestand

Markieren Sie dieses Feld, wenn Sie Auswertungen zu einem sequentiellen Datenbestand ermöglichen möchten, ohne sich um die Datenbeschaffung in den Query-Reports selbst kümmern zu müssen. Nach Sequentieller Bestand ist der Name der Datei einzugeben, von der gelesen werden soll und deren Satzstruktur der vorgegebenen Struktur entspricht. Weitere Informationen finden Sie unter Sequentieller Bestand.

Die Option Sequentieller Bestand wird unter Datenbeschaffung durch Programm eingeblendet, wenn Sie im oben abgebildeten Dialogfenster die Drucktaste Weitere Optionen wählen.

Existiert für ein bestimmtes Feld ein Textfeld, so wird dies in der Pflege der InfoSets durch eine entsprechende Ikone angezeigt. Beim Erstellen von Queries über das InfoSet kann dann zwischen der Anzeige des Wertes und der Anzeige zugehörigen Textes im Bericht gewählt werden. Wählen Sie die Option Keine automatische Texterkennung, wenn dies nicht gewünscht ist.

Mit dem Feld Festpunktarithmetik können Sie festlegen, ob die Queries, die über diesem InfoSet definiert werden, mit eingeschalteter oder mit ausgeschalteter Festpunktarithmetik arbeiten sollen. Der Inhalt dieses Feldes wird also als Attribut an die generierten Reports vererbt. Im Standard-System ist die Festpunktarithmetik eingeschaltet.

Das Ändern des Status für die Festpunktarithmetik ist für ein existierendes InfoSet möglich. Dabei müssen allerdings alle Coding-Teile des InfoSets überprüft werden. Falls in diesen Coding-Teilen Berechnungen mit Werten vom Typ P enthalten sind, müssen diese Berechnungen an die geänderte Festlegung zur Festpunktarithmetik angepaßt werden.

Wenn Sie die Drucktaste Weitere Optionen wählen, erscheinen die Eingabefelder Klasse für Textidentifizierung und InfoSet Generator. Vergleichen Sie hierzu die Ausführungen im Abschnitt Anwendungsspezifische Erweiterungen.

Die Beispiele in diesem Abschnitt beziehen sich auf InfoSets über der logischen Datenbank F1S (Flugbuchungen).

InfoSets über einer logischen Datenbank und InfoSets ohne unterliegende Datenbank sind weitestgehend gleich aufgebaut, so daß die Ausführungen in den folgenden Kapiteln sich sowohl auf logische Datenbanken als auch auf andere Möglichkeiten der Datenbeschaffung beziehen. Lesen Sie in diesem Zusammenhang unter InfoSets ohne logische Datenbank den Abschnitt Besonderheiten bzw. die Ausführungen in den Abschnitten, auf die in der obigen Tabelle verwiesen wird.