Bearbeitung von Anbruchslagereinheiten 

Wenn Sie für eine volle homogene Lagereinheit aus dem Blocklager eine Teilentnahme durchführen, möchten Sie die Palette unter Umständen in einen anderen Lagertyp zurücklagern. Dazu müssen Sie dem LE-verwalteten Blocklager einen Kommissionierpunkt zuordnen, wenn Sie den Lagertypsatz definieren. Dies wird genauso durchgeführt wie bei anderen LE-verwalteten Lagertypen.

Für Blocklagertypen, in denen Anbruchsverwaltung oder Mischbelegung zulässig ist, muß kein Kommissionierpunkt benutzt werden.

Weitere Informationen über die Definition von Lagertypen zu diesem Zweck finden Sie unter Verwendung eines Kommissionierpunktes.

Steuerparameter für Blocklager

Informationen darüber, wie Sie sicherstellen können, daß die richtige Bestandsmenge ausgelagert wird, finden Sie unter Strategien ® Einlagerungsstrategien ® Strategie Blocklager definieren ® Lagertypsteuerung festlegen im Einführungsleitfaden (IMG) für die Lagerverwaltung.

Im Customizing müssen Sie die beiden Parameter "Summe" und "Abrunden" für die LE-Verwaltung pflegen, wenn Sie Anbruchslagereinheiten bearbeiten möchten.

Ebene des Summenquants

Das Feld Summe wird für die interne Berechnung des Summenquants im LE-verwalteten Blocklager verwendet. Dieser Parameter beeinflußt sowohl Einlagerungen als auch Auslagerungen.

Einlagerung

Bei Einlagerungen wird über diesen Parameter gesteuert, ob das System automatisch Chargen mischt oder nicht. Ist der Parameter auf "1" (chargenneutral) gesetzt, sucht das System nach einem Lagerplatz, auf dem das Material bereits liegt. Die Chargennummer wird in diesem Fall nicht berücksichtigt. Ist der Parameter auf "2" (chargenspezifisch) gesetzt, sucht das System nach einem Lagerplatz, auf dem die Charge des Materials bereits liegt, und versucht, den neuen Bestand zuzulagern. Ist eine Zulagerung nicht möglich, sucht das System nach einem leeren Lagerplatz.

Auslagerung

Die Kommissionierung wird über die Parameter "Vollentnahmepflicht" und "Ebene der Summeninformation" gesteuert und außerdem dadurch beeinflußt, ob im Lagertypsatz ein Kommissionierpunkt definiert ist oder nicht.

Die Ebene der Summeninformation steuert, wie die Summeninformationen verarbeitet werden. Das System berechnet das Summenquant getrennt für jeden Lagerplatz und für jedes Material, das auf diesem Lagerplatz im LE-verwalteten Blocklager liegt. Chargenpflichtige Materialien können diese Ebene auch beeinflussen. Ist der Parameter auf "2" (chargenspezifisch) gesetzt, berechnet das System ein Summenquant für jede Charge. Ist der Parameter auf "1" (chargenneutral) gesetzt, werden alle Chargen dieses Materials aufaddiert.

Wenn das Summenquant für Chargen berechnet wurde, müssen Sie bei Auslagerungen die Charge auch in der Transportauftragsposition angeben, um sicherzustellen, daß die Menge vom entsprechenden Summenquant abgezogen wird. Dies bedeutet, daß der Benutzer Materialien nur aus einer Lagereinheit entnehmen darf, die diese Charge enthält.

Wenn Sie den Transportauftrag quittieren, prüft das System, ob die eingegebene Lagereinheit auch die entsprechende Charge enthält.

Abrunden

Wenn Sie Abrunden wählen, wird das Verfahren für die Kommissionierung aus einem LE-verwalteten Blocklager optimiert. Diese Funktion wird nachfolgend ausführlich beschrieben.

Optimierung der Auslagerung von Anbruchslagereinheiten

Wenn Sie die Spalte Abrunden markieren, optimiert das System die Auslagerung von Anbruchslagereinheiten.

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung dafür ist, daß Sie die Auslagerungsstrategie so eingestellt haben, daß das System für die Kommissionierung zunächst einen Lagertyp, der mit der Groß-/Kleinmengen-Strategie arbeitet, und anschließend das Blocklager auswählt. Entsprechend sucht das System nach bestimmten Materialien zunächst in einem Kommissionierbereich (Groß-/Kleinmengen-Strategie) und danach im Blocklager.

Siehe auch:

Beispiel: Optimierung im Blocklager