Festlegen der automatischen Kanbanberechnung im Regelkreis 

Einsatzmöglichkeiten

Die Festlegung der Anzahl Kanbans bzw. der Kanbanmenge kann auch mit Hilfe der automatischen Kanbanberechnung erfolgen.

Dieser Prozeß beschreibt, welche Parameter Sie im Regelkreis vorgeben müssen, damit das System den Kanbanumlauf selbst berechnen kann.

Ablauf

  1. Sie geben die Berechnungsart vor. Sie steuert, ob die Anzahl der Kanbans oder die Menge pro Kanban berechnet wird.
  2. Sie geben den Sicherheitsfaktor vor. Er dient dazu, Bedarfsschwankungen abzufangen. Er wird mit dem Ergebnis der Formel zur Kanbanberechnung multipliziert.
  3. Sie geben die Konstante vor. Mit ihr kann der Impuls zum Leermelden des Kanbans folgendermaßen gesteuert werden:

Außerdem können Sie mit Hilfe der Konstante ebenfalls einen Sicherheitsbestand einplanen.

  1. Sie geben das Berechnungsprofil vor. Es wird im KANBAN-Customizing definiert und vereinfacht die Pflege der Berechnungsparameter, da es die oben genannten Parameter enthält und zusätzlich das Glättungsverfahren für die Sekundärbedarfsglättung (Lesen Sie weiter: Glättung der Sekundärbedarfe) sowie ggf. eine Verteilungsfunktion für die Glättung.
  2. Sie geben die Wiederbeschaffungszeit vor. Sie kann in Tagen oder Stunden/Minuten eingegeben werden.
  3. Für die Kanbanberechnung müssen die Sekundärbedarfe ermittelt werden, die in dem PVB eingeplant werden, in dem das Material verbraucht wird. Hier wird der PVB aus den Sekundärbedarfen herangezogen. Zur Ermittlung des PVBs im Sekundärbedarf lesen Sie weiter im Abschnitt Lagerort- und PVB-Findung bei der Stücklistenauflösung).
    Ist in Sonderfällen die PVB-Findung für einen Sekundärbedarf nicht möglich oder nicht erwünscht, können Sie mit der Funktion Erweiterte Sekundärbedarfsselektion beliebige Kombinationen aus Werk, Lagerort und PVB angeben. Das System berücksichtigt bei der Berechnung eines Regelkreises dann alle Sekundärbedarfe, die zu einer dieser Kombinationen passen. Folgende Anwendungsbeispiele sind denkbar:

Bei der Eingabe ist folgendes zu beachten: Wenn Sie die Kombination aus Werk, Lagerort und PVB nicht vollständig eingeben, sondern z.B. nur Werk und Lagerort, dann liest das System alle Sekundärbedarfe, die im eingegebenen Werk und Lagerort eingeplant sind, ohne Rücksicht darauf, welcher PVB im Sekundärbedarf steht. Dasselbe gilt auch, wenn Sie nur ein Werk eingeben; dann werden alle Sekundärbedarfe des Werkes verwendet, ohne Rücksicht auf Lagerort und PVB.

Um die erweiterte Sekundärbedarfsselektion aufzurufen, wählen Sie Springen ® Sekundärbedarfsselektion. Sie erhalten das Dialogfenster Erweiterte Sekundärbedarfselektion und können Ihre Eingaben vornehmen.

Die Berechnung und Auswertung bzw. Übernahme führen Sie mit den Funktionen Automatische Kanbanberechnung durch.