Tabellendurchsuchungen: Problemanalyse (Oracle) 

Der Eintrag Table Scans, der im Datenbank-Alert- und im Datenbankmonitor erscheint, zeigt die Anzahl der sequentiellen Leseoperationen auf Tabellen an. Ist die Anzahl der sequentiellen Leseoperationen pro Tag sehr hoch, sollten Sie weitere Analysen durchführen. Der sequentielle Zugriff auf Daten ist im allgemeinen nicht sehr effizient, daher sollten vollständige Tabellendurchsuchungen (Full table scan) so weit wie möglich reduziert werden.

Ursachen

Siehe auch: Fehlende Indizes

So können Sie durch sequentielle Leseoperationen betroffene Tabellen identifizieren:

  1. Wählen Sie im R/3-Hauptmenü Werkzeuge ® Administration ® Computing Center ® Management System ® Control ® Performance Menu ® Database ® Activity.
  2. Geben Sie alternativ den Transaktionscode ST04 ein.

  3. Wählen Sie Goto ® Exceptions ® Alert Monitor.
  4. Sie sehen den Datenbank-Alert-Monitor.

  5. Wählen Sie Table Scans long tables, um die für die Tabellendurchsuchungen verantwortlichen Applikationsserver und Prozesse anzuzeigen.
  6. Wenn es sich um Prozesse eines Oracle-Benutzers handelt (zum Beispiel SYS ), werden die Tabellendurchsuchungen vom Datenbanksystem selbst verursacht. Wichtig für die weitere Analyse sind Prozesse des SAP-Benutzers SAPR3 .

  7. Melden Sie sich auf dem Applikationsserver an, der die Tabellendurchsuchungen verursacht.
  8. Identifizieren Sie über den Prozeß-Monitor den Benutzer und den Report, der die Tabellendurchsuchungen verursacht.
  9. Wählen Sie im R/3-Hauptmenü Werkzeuge ® Administration ® Monitor ® Systemüberwachung ® Prozeßübersicht.

    Geben Sie alternativ dazu den Transaktionscode SM50 ein.

    Work-Process-Load-Monitor: Überblick

  10. Finden Sie heraus, welche Tabellen von diesem Report benutzt werden.

Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Vergleichen Sie die gefundenen Tabellen mit denen, die in der Liste der Tabellen mit fehlenden Indizes aufgeführt sind. Wählen Sie hierfür im Alert-Monitor Database indices.

Siehe auch: Fehlende Indizes

Wenn bei keiner der gefundenen Tabellen ein Index fehlt, werden die Tabellendurchsuchungen wahrscheinlich durch eine nicht optimierte SQL-Anweisung des entsprechenden Reports verursacht.

Siehe auch:

Table Scans/Table Fetch (Oracle)

Überwachen der Tabellenzugriffsmethoden (Oracle)

Überwachen der Shared-SQL Area (Oracle)