Datenbanksystemprüfung konfigurieren 

Verwendung

Mit dieser Funktion können Sie die Datenbanksystemprüfung konfigurieren, um

Vorgehensweise

Wählen Sie Werkzeuge ® CCMS ® DB-Administration ® Prüfung ® Konfiguration, um die Datenbanksystemprüfung zu konfigurieren. Verwenden Sie alternativ den Transaktionscode DB17 .

Die Konfigurationsdaten der Datenbanksystemprüfung werden in der Tabelle DBCHECKORA abgelegt.

Der Gruppenrahmen Anzahl SAPDBA Prüfparameter gibt einen Überblick über den aktuellen Status der Parameter, wie z.B. Anzahl der derzeit aktiven Parameter. In der darunterliegenden Tabelle können Sie die einzelnen Parameter konfigurieren. Die Tabelle besitzt folgende Spalten:

Spalte

Beschreibung

Typ

Meldungstyp, dem der Parameter zugeordnet sind. Es gibt vier Meldungstypen:

DBA

umfaßt im Auslieferungszustand 19 Parameter, die das Datenbanksystem bezüglich Speicherplatz (Füllgrad und Fragmentierung), physikalischer Konsistenz (Verfügbarkeit von Daten) und DBA-spezifischer Problemsituationen prüfen.

DBO

umfaßt im Auslieferungszustand 8 Parameter, die Datenbankoperationen prüfen, die seit

  • dem Zeitpunkt der letzten Prüfung und dem aktuellen Zeitpunkt abgebrochen sind oder fehlerhaft waren. Eine abgebrochene oder fehlerhafte Operation wird nur einmal gemeldet.
  • einer zu spezifizierenden Periode (Zeitkriterium) nicht mehr erfolgreich abgearbeitet wurden.

ORA

umfaßt im Auslieferungszustand 13 Parameter, die im Fehlerfall der Oracle-Alert-Datei <SID>alert.log entnommen und gemeldet werden. Es sind beliebig neue Parameter (Oracle-Fehlermeldungen oder Oracle-Strings) spezifizierbar.

PROF

umfaßt im Auslieferungszustand 25 Parameter, welche die Werte der Oracle-Datenbankparameter mit den Werten in der Konfigurationstabelle DBCHECKORA vergleichen. Es sind beliebig neue Parameter (Oracle-Profilparameter) spezifizierbar.

Parameter

Parameter der Datenbanksystemprüfung

Objekt

Objektspezifische Ausprägung eines Parameters vom Typ DBA oder DBO. Anhand der Ausprägung kann das Objekt von der Prüfung ausgeschlossen oder die Eigenschaften des Objekts können individuell spezifiziert werden.

Um Parameter objektspezifisch auszuprägen, muß immer ein charakteristischer Masterparameter existieren, der den Standard für alle Ausprägungen darstellt. Dieser Masterparameter besitzt keine Objektspezifikation. Wenn er inaktiv geschaltet wird, werden automatisch alle Ausprägungen inaktiv geschaltet (dies gilt nicht für Parameter vom Typ DBO)

Für Parameter vom Typ DBO dürfen nur sogenannte Operationsobjekte spezifiziert werden, die als Objekte in den XDB-Tabellen DBAREOL, DBAOPTL oder DBASPAL eingetragen sind.

Aktiv

Anzeige, ob der Parameter aktiv (grün) oder inaktiv (rot) ist

Grad

Schweregrad der Meldung (Ausmaß des Problems):

A Ausnahme, die eine Abweichung vom SAP-Standard anzeigt (z.B. ein Parameter vom Meldungstyp PROF liegt nicht in dem von SAP vorgeschlagenen Wertebereich)

E Fehler

W Warnung

Operand,

Wert,

Einheit

Definition des Schwellenwertes durch Operand, Wert und Einheit.

Mögliche Operanden sind gleich, ungleich, kleiner, kleiner gleich, größer, größer gleich und größer kleiner.

Mögliche Einheiten sind:

D Tage

G Giga

K Kilo

M Mega

P Prozent

R Rate, nur bei ORA-Typen (Anzahl der Meldungen zwischen zwei Prüfläufen)

S Sekunden

Bei Operand = >, Schwellenwert = 80 und Einheit = P wird eine Meldung ausgelöst, wenn der Wert des geprüften Parameters 80% überschreitet.

Bei Operand = >, Schwellenwert = 1 und Einheit = R wird eine Meldung ausgelöst, wenn während des Prüflaufs in der Oracle-Alert-Datei <SID>alert.log die dem ORA-Parameter entsprechende Oracle-Fehlermeldung bzw. der dem ORA-Parameter entsprechende Oracle-String mehr als einmal protokolliert wird.

Periode

Zeitintervall, nach dem der Parameter wieder frühestens geprüft wird.

Für Parameter der Typen DBO, PROF und ORA gilt: Besitzt ein Parameter mehrere objektspezifische Ausprägungen, für die jeweils Perioden spezifiziert sind, wird immer die größte Periode als Zeitintervall verwendet.

Sie wollen den Parameter ARCHIVE_STUCK nur einmal pro Woche prüfen, die Datenbanksystemprüfung wird jedoch täglich per DBA-Einplanungskalender durchgeführt:

Tragen Sie beim Parameter ARCHIVE_STUCK in das Feld Zeitdauer 7 ein und in das Feld Zeiteinheit Tage . Der Parameter wird dadurch wöchentlich nur einmal geprüft.

Einheit

Einheit der Periode

Mögliche Einheiten sind Sekunden, Stunden oder Tage

Datum

Datum, an dem der Parameter zuletzt geändert wurde

Benutzer

Benutzer, der den Parameter zuletzt geändert hat

Korr.typ

Werkzeug, das für die Korrekturmaßnahme(n) verwendet werden soll:

E Texteditor

H Hotline

P Programm SAPDBA

R R/3-Report

T R/3-Transaktion

Korr.massnahme

Aktivitäten, die zur Behebung der Meldung durchgeführt werden müssen

Beschreibung

Beschreibung des Parameters / der Meldung

SAPDBA verwendet Platzhalter (#1, #2) zur korrekten Beschreibung der Parameter / Meldungen:

Typ DBA: Diese Meldungen sollten Sie nicht ändern, sondern nur ergänzen

Typ DBO: Der Platzhalter #1 wird durch eine von SAPDBA generierte Detailmeldung ersetzt

Typ ORA: Die im Oracle-Alert-Log protokollierte Fehlermeldung ORA-... wird angezeigt, nicht die im Feld Beschreibung existente Dokumentation

Typ PROF: Der Platzhalter #1 wird durch eine von SAPDBA generierte Meldung ersetzt. Wenn der Platzhalter #1 nicht verwendet wird oder das Feld Beschreibung leer ist, wird die Oracle-Dokumentation des Datenbankparameters angezeigt

Wählen Sie Parameter Details , um detaillierte Informationen zum markierten Parameter zu erhalten und Auffrischen , um die Anzeige der Konfigurationstabelle zu aktualisieren.

Aktivitäten

Neue Parameter vom Typ ORA oder PROF hinzufügen

Führen Sie folgende Schritte durch, um einen neuen Parameter vom Typ ORA oder PROF zur Datenbanksystemprüfung hinzufügen:

  1. Wählen Sie Neu anlegen(Vorlage)
  2. Wählen Sie im Feld Typ den gewünschten Meldungstyp ORA oder PROF. Geben Sie DB Fehlermeldung ein, um neue Parameter vom Typ ORA hinzuzufügen und DB Profile Parameter, um neue Parameter vom Typ PROF hinzuzufügen.
  3. Geben Sie im Feld Parameter den Namen des Parameters ein
  4. Geben Sie im Feld Aktiv Ja ein, um den Parameter zu aktivieren
  5. Geben Sie im Feld Bedingung den Schwellenwert (Operand, Wert und Einheit) ein
  6. Geben Sie im Feld Beschreibung eine kurze Dokumentation zum Parameter ein
  7. Geben Sie bei Wiederholperiode die Zeitdauer und die Einheit ein
  8. Geben Sie bei Korrekturmassnahme den Korrekturtyp und eine Beschreibung der Korrekturmaßnahme ein
  9. Sichern Sie den neu angelegten Parameter

Die vorgenommenen Änderungen werden wirksam, wenn das nächste Mal die Aktion Check database vom DBA-Einplanungskalender (DB13) ausführt wird oder das SAPDBA-Kommando -CHECK ausgeführt wird.

Parameter für die Prüfung aktivieren / deaktivieren

Mit Hilfe der Drucktaste in der Spalte Aktiv können Sie Parameter aktivieren (grüne Anzeige) bzw. deaktivieren (rote Anzeige)

Schwellenwerte der Parameter spezifizieren

Bei folgenden Parametern können Schwellenwerte spezifiziert werden:

Parameter

Typ

ARCHIVE_STUCK

DBA

CRITICAL_SEGS

DBA

FS_FULL

DBA

MANY_EXTENTS

DBA

TSP_FULL

DBA

alle Parameter

DBO

Checkpoint not complete (oder ähnliche Meldungen)

ORA

alle Parameter

PROF

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Ändern
  2. Geben Sie den Operanden, den Wert und die Einheit ein
  3. Sichern Sie den Parameter

Parameter objektspezifisch anlegen, um ihn von der Prüfung auszuschließen

Folgende Parameter können durch objektspezifische Ausprägung von der Prüfung ausgeschlossen werden:

Parameter

Objekt

Typ

CRITICAL_SEGS

<Table> oder <Tablespace>

DBA

FS_FULL

<SAPDATA> oder <Dateisystem>

DBA

MANY_EXTENTS

<Table> oder <Tablespace>

DBA

MISSING_INDEXES

<Table>

DBA

NO_OPT_STATS

<Table>

DBA

TABLES_NOT_IN_TABLE_TABLSPACE

<Table>

DBA

TSP_FULL

<Tablespace>

DBA

alle Parameter

 

DBO

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Neu anlegen(Obj.)
  2. Geben Sie im Feld Objekt das zu spezifizierende Objekt ein. Bei der Eingabe können Sie auch den Wildcard * verwenden (z.B. *Zeichenkette, *Zeichenkette* oder Zeichenkette*)
  3. Geben Sie im Feld Aktiv Nein ein, um den Parameter zu deaktivieren
  4. Sichern Sie den neu angelegten objektspezifischen Parameter

Parameter objektspezifisch anlegen, um seinen Schwellenwert individuell auszuprägen

Bei folgenden objektspezifischen Parametern können die Schwellenwerte indviduell ausgeprägt werden:

Parameter

Objekt

Typ

CRITICAL_SEGS

<Tablespace>

DBA

FS_FULL

<SAPDATA-Verzeichnis> oder <Dateisystem>

DBA

TSP_FULL

<Tablespace>

DBA

alle Parameter

 

DBO

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Neu anlegen(Obj.)
  2. Geben Sie im Feld Objekt das zu spezifizierende Objekt ein
  3. Geben Sie im Feld Aktiv Ja ein, um den Parameter zu aktivieren
  4. Geben Sie im Feld Bedingung den Schwellenwert (Operand, Wert und Einheit) ein
  5. Geben Sie im Feld Beschreibung eine kurze Dokumentation zum Parameter ein
  6. Geben Sie bei Wiederholperiode die Zeitdauer und die Einheit ein
  7. Geben Sie bei Korrekturmassnahme den Korrekturtyp und eine Beschreibung der Korrekturmaßnahme ein
  8. Sichern Sie den neu angelegten objektspezifischen Parameter

Prüfperiode der Parameter einstellen

Die Prüfperiode können Sie für alle Parameter einstellen:

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Ändern
  2. Geben Sie bei Wiederholperiode die Zeitdauer und die Einheit ein
  3. Sichern Sie den geänderten Parameter

Korrekturmaßnahme spezifizieren

Für jeden Parameter können Sie eine entsprechende Korrekturmaßnahme spezifizieren:

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Ändern
  2. Geben Sie bei Korrekturmassnahme den Korrekturtyp und eine Beschreibung der Korrekturmaßnahme ein
  3. Sichern Sie den geänderten Parameter

Dokumentation der Parameter pflegen

Für alle Parameter kann die Dokumentation gepflegt werden:

  1. Markieren Sie den Parameter und wählen Sie Ändern
  2. Geben Sie im Feld Beschreibung eine kurze Dokumentation zum Parameter ein
  3. Sichern Sie den geänderten Parameter