Parameter und Meldungen der Datenbanksystemprüfung 

Die Datenbanksystemprüfung wird normalerweise im OPEN-Zustand der Datenbank durchgeführt. In kritischen Situationen der Datenbank können bestimme Parameter der Datenbanksystemprüfung auch im MOUNT-Zustand geprüft werden. Diese Parameter sind in den folgenden Tabellen ausdrücklich gekennzeichnet.
Typ DBA:
Parameter |
Schweregrad |
Prüfung im |
ARCHIVE_STUCK |
W |
Ja |
Ursache: Der belegte Speicherplatz im Archivierungsverzeichnis der Offline-Redo-Log-Dateien liegt über dem spezifizierten Schwellenwert. Es besteht die Gefahr eines Systemstillstands, weil das Datenbanksystem weitere Online-Redo-Log-Dateien nicht archivieren kann.
Der Operand > des Schwellenwertes prüft den belegten Speicherplatz im Archivierungsverzeichnis. Der Operand < des Schwellenwertes prüft den freien Speicherplatz im Archivierungsverzeichnis. Mount-Zustand: Prüft, ob der frei verfügbare Speicherplatz im Archivierungsverzeichnis kleiner 10% ist. Maßnahme: Archivieren Sie Offline-Redo-Log-Dateien mit SAPDBA (BRARCHIVE). | ||
CONTROL_FILE_MISSING |
E |
Ja |
Ursache: Auf mindestens eine Steuerdatei (drei werden empfohlen) kann nicht zugegriffen werden. Wenn das Datenbanksystem noch läuft, ist mindestens eine Kopie noch online verfügbar.Maßnahme: Suchen Sie in der init<SID>.ora -Initialisierungsdatei den Parameter CONTROL_FILES , um die Verzeichnisse der Steuerdateien zu finden. Prüfen Sie, daß Sie jede Datei mit dem Dateimanager (Kommando ls ) anzeigen können. Stellen Sie den Zugriff auf fehlende Dateien wieder her. | ||
CONTROL_MIRROR |
E |
Ja |
Ursache: Sie haben weniger als zwei Steuerdateien in der init<SID>.ora - Initialisierungsdatei eingetragen. Für den sicheren Betrieb wird sogar eine Spiegelung der ursprünglichen Datei auf zwei Kopien empfohlen. Eine häufige Ursache dieser Meldung ist eine Spiegelung der Steuerdatei auf Hardwareebene, die dann nicht in der Initialisierungsdatei init<SID>.ora wiedergegeben wird. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt SAP, daß Sie entweder die Spiegelung von Oracle (mehrere init<SID>.ora -Einträge) oder sowohl die Spiegelung auf Hardwareebene als auch die Spiegelung von Oracle verwenden.Maßnahme: Bearbeiten Sie das init<SID>.ora -Profil und geben Sie zusätzliche Steuerdateien im Parameter CONTROL_FILES ein. Es werden insgesamt drei Instanzen der Datei empfohlen. Jede Instanz muß auf einer anderen physischen Platte gespeichert werden. Starten Sie das Datenbanksystem erneut, damit Ihre Änderung wirksam wird.
Wenn Sie nur die Hardwarespiegelung verwenden wollen, können Sie diese Prüfung ausschalten, indem Sie in der SAPDBA-Initialisierungsdatei init<SID>.sap den Parameter check_control_mirror auf N setzen. Damit überschreiben Sie die Standardkonfiguration (Transaktion DB17 ). | ||
CRITICAL_SEGS |
W |
Nein |
Ursache: Eine Speicherallokation der Anzahl der angezeigten Extents zu der (den) angezeigten Tabelle(n) würde zu einem Tablespace-Overflow-Fehler führen.Maßnahme: | ||
DF_OFFLINE |
E |
Ja |
Ursache: Auf die in der Meldung genannte Datendatei kann nicht zugegriffen werden, weil sie offline ist. Im Regelfall sollten alle Dateien einer SAP-Datenbank online sein.
Dateien die offline sind, nehmen weder am normalen Datenbankgeschehen teil noch an jeglicher Form der Wiederherstellung. Maßnahme: Schließen Sie alle Anwendungen und führen Sie mit dem Oracle Server Manager folgende Schritte durch:
Verwenden Sie alternativ die SAPDBA-Funktion
| ||
FILE_MISMATCH |
E |
Ja |
Ursache: Der in der Steuerdatei angegebene Dateityp einer Datenbankdatei stimmt nicht mit der Angabe im Data-Dictionary des Oracle-Datenbanksystems überein. Dieser Fehler ist normalerweise das Ergebnis von Fehlern bei der Bearbeitung der Steuerdatei oder einer fehlerhaften Wiederherstellung der Steuerdatei.Maßnahme: Führen Sie CREATE CONTROLFILE mit der korrekten Datei oder gar keiner Datei mit dem Oracle Server Manager aus. | ||
FILE_MISSING |
E |
Ja |
Ursache: Es fehlt mindestens eine Datendatei (kein Zugriff möglich). Dieser Fehler tritt auf, wenn eine Datei den Status Recovery besitzt und wenn auf diese Datei entweder nicht zugegriffen werden kann oder diese zu alt ist.Maßnahme: Führen Sie nacheinander die SAPDBA-Funktionen
Datenbanksystemprüfung und
| ||
FILE_TYPE_UNKNOWN |
E |
Ja |
Ursache: Der Dateityp (Datendatei, Raw Device, dir, link) ist unbekannt.Maßnahme: Zur Bestimmung der Ursache des Problems muß eine Fehleranalyse durchgeführt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie weiter vorgehen sollten, rufen Sie die Hotline an. | ||
FS_FULL |
W |
Nein |
Ursache: Der belegte Speicherplatz in einem SAPDATA-Verzeichnis liegt über dem spezifizierten Schwellenwert.
Der Operand > des Schwellenwertes prüft den belegten Speicherplatz in allen SAPDATA-Verzeichnissen. Der Operand < des Schwellenwertes prüft den freien Speicherplatz in allen SAPDATA-Verzeichnissen. Maßnahme: Vergrößern Sie die Speicherkapazität der SAPDATA-Verzeichnisse. | ||
MANY_EXTENTS |
W |
Nein |
Ursache: Der (die) in der Meldung genannte(n) Tablespace(s) nähern sich der MAXEXTENTS-Grenze bzw. müssen für einen effizienten Betrieb reorganisiert werden.Maßnahme: Reorganisieren Sie den (die) Tablespace(s) mit SAPDBA. Sie können kurzfristig auch die MAXEXTENTS-Grenze für den (die) Tablespace(s) mit SAPDBA erhöhen. | ||
MISSING_INDEXES |
E |
Nein |
Ursache: Für SAP-Tabellen fehlen UNIQUE-Indexe. SAP-Tabellen, die standardmäßig keinen Index besitzen, sind in einer Ausnahmetabelle festgehalten. Diese Ausnahmetabelle wird von der Datenbanksystemprüfung des SAPDBA berücksichtigt.Maßnahme: Erstellen sie die fehlenden Indexe mit der Transaktion SE11 ( Datenbanktabelle ® Indizes). | ||
NOARCHIVELOG |
E |
Ja |
Ursache: Das Oracle-Datenbanksystem archiviert keine Online-Redo-Log-Dateien. SAPDBA prüft, ob der ARCHIVELOG-Modus und die automatische Archivierung der Online-Redo-Log-Dateien aktiv sind.Maßnahme: Starten Sie mit SAPDBA die Datenbank erneut im ARCHIVELOG-Modus. Wählen Sie Archive mode ® Toggle database log mode. SAPDBA fährt die Datenbank herunter, konfiguriert den Datenbankmodus und startet die Datenbank erneut. | ||
NO_OPT_STATS |
E |
Nein |
Ursache: Dem kostenbasierten Optimizer fehlen Statistiken. SAP-Tabellen, die standardmäßig keine Statistiken besitzen, sind in der Ausnahmetabelle DBDIFF festgehalten. Diese Ausnahmetabelle wird von der Datenbanksystemprüfung des SAPDBA berücksichtigt.Maßnahme (sofort): Rufen Sie die Transaktion DB20 auf. Führen Sie im Menü Standard-Operationen die Aktion NO_OPT_STATS . Maßnahme (langfristig): Planen Sie die Aktion Check optimizer statistics in den DBA-Einplanungskalender ein. | ||
REDOLOG_MIRROR |
W |
Ja |
Ursache: Die Online-Redo-Log-Dateien sind nicht gespiegelt. Eine Spiegelung ist die Voraussetzung für einen sicheren Betrieb. SAP empfiehlt auf jeden Fall die Oracle-Spiegelung einzuschalten, auch wenn bereits die Hardwarespiegelung verwendet wird.Maßnahme: Aktivieren Sie mit dem Oracle Server Manager über die Anweisung ALTER DATABASE ADD LOGFILE die Spiegelung der Online-Redo-Logs in Ihrem Datenbanksystem.
Wenn Sie keine Oracle-Spiegelung verwenden wollen, können Sie diese Prüfung ausschalten, indem Sie in der SAPDBA-Initialisierungsdatei init<SID>.sap den Parameter check_redolog_mirror auf N setzen. Damit überschreiben Sie die Standardkonfiguration (Transaktion DB17 ). | ||
REDOLOG_MISSING |
E |
Ja |
Ursache: Bei der Prüfung, ob auf Online-Redo-Logs (<n> Gruppen, <m> Mitglieder pro Gruppe) zugegriffen werden kann, hat R/3 festgestellt, daß auf ein Online-Redo-Log nicht zugegriffen werden kann. Dieses Problem kann mehrere Ursachen haben.Maßnahme: Sie sollten zuerst die Datei prüfen, auf die nicht zugegriffen werden kann und das System auf Probleme untersuchen (Netzprobleme, Serverausfall, etc.). Eine mögliche Maßnahme (nur für Oracle-Experten, da ein Fehler zu einer unvollständigen Kette von Offline-Redo-Logs und folglich dazu führen kann, daß kein vollständiges Recovery der Datenbank möglich ist!): Wenn ein zweites Mitglied derselben Gruppe existiert, auf das kein Zugriff möglich ist, löschen Sie das fehlende Mitglied. Führen Sie dann mit dem Oracle Server Manager ALTER SYSTEM SWITCH LOGFILE aus. Überprüfen Sie dann, ob die Status der Online-Redo-Logs in der Tabelle V$logfile korrekt sind. | ||
TABLES_NOT_IN_TABLE_TABLESPACE |
E |
Nein |
Ursache: Mindestens eine Tabelle liegt in einem Tablespace vom Typ INDEX, PURE INDEX, ROLLBACK, PURE ROLLBACK, TEMP oder PURE TEMP. Bei bestimmten Szenarien der Wiederherstellung der Datenbank (z.B. bei einer ALL_DATA-Sicherungsstrategie) ist das gefährlich, da diese Tablespaces dann nicht mehr einfach rekonstruiert werden können.
Ein Tablespace ist vom Typ INDEX, ROLLBACK oder TEMP, wenn mehr als 75% seiner Segmente entweder Index-Segmente, Rollback-Segmente oder temporäre Segmente sind. Ein Tablespace ist vom Typ PURE INDEX, PURE ROLLBACK oder PURE TEMP, wenn 100% seiner Segmente entweder Index-Segmente, Rollback-Segmente oder temporäre Segmente sind. Maßnahme: Führen Sie mit SAPDBA eine Reorganisation (Reorganize single table or index) der betreffenden Tabellen durch und verschieben Sie damit die Tabelle in einen Tablespace vom Typ TABLE oder PURE TABLE. | ||
TSP_BACKUP_MODE |
E |
Ja |
Ursache: Der (die) in der Meldung aufgelistete(n) Tablespace(s) bzw. deren Datendateien befinden sich momentan im Sicherungsmodus. Dies senkt die Performance des R/3-Systems. Die Prüfung berücksichtigt, wenn eine BRBACKUP Online-Sicherung aktiv ist.Maßnahme: Vergewissern Sie sich, daß keine Datenbanksicherung läuft, weder BRBACKUP noch ein externes Tool. Entfernen Sie den Sicherungsmodus mit SAPDBA über die Funktion Check database (online quick check). Bei der interaktiven Verwendung von SAPDBA werden Sie gebeten, die Aktion zu bestätigen, bevor der Sicherungsmodus abgeschaltet wird. | ||
TSP_FULL |
W |
Nein |
Ursache: Der (die) in der Meldung genannte(n) Tablespace(s) sind zu mehr als 90% belegt und muß erweitert werden, um ein mögliches Überlaufen zu vermeiden.Maßnahme: Erweitern Sie die entsprechenden Tablespaces mit SAPDBA über Tablespace administration. | ||
TSP_OFFLINE |
E |
Nein |
Ursache: Der (die) in der Meldung genannte(n) Tablespace(s) sind offline, es kann nicht auf sie zugegriffen werden.Maßnahme: Machen Sie die entsprechenden Tablespaces mit dem Oracle Server Manager über die Anweisung ALTER TABLESPACE <Tablespace> ONLINE verfügbar. | ||
Typ DBO:
Parameter |
Schweregrad |
Prüfung im |
DBO ALY |
E |
Nein |
Ursache: sapdba-analyze -Läufe sind fehlerhaft | ||
DBO ALY DBSTATCO |
E |
Nein |
Ursache: Der letzte erfolgreiche sapdba-analyze -Lauf für das Objekt DBSTATCO ist älter als der spezifizierte Schwellenwert (Standardeinstellung: >10 Tage) | ||
DBO NXT |
E |
Nein |
Ursache: Der letzte erfolgreiche sapdba-next -Lauf ist älter als der spezifizierte Schwellenwert (Standardeinstellung: >10 Tage) | ||
DBO OPT |
E |
Nein |
Ursache: sapdba-checkopt -Läufe sind fehlerhaft | ||
DBO OPT PSAP% |
E |
Nein |
Ursache: Der letzte erfolgreiche sapdba-checkopt -Lauf für das Objekt PSAP% ist älter als der spezifizierte Schwellenwert (Standardeinstellung: >10 Tage) | ||
DBO RSI |
E |
Nein |
Ursache: SAPDBA-Reorganisationen einer einzelnen Tabelle bzw .eines einzelnen Indizes sind fehlerhaft | ||
DBO RTC |
E |
Nein |
Ursache: SAPDBA-Reorganisationen eines Tablespaces ohne Datendatei sind fehlerhaft | ||
DBO RTD |
E |
Nein |
Ursache: SAPDBA-Reorganisationen eines Tablespaces mit Datendatei sind fehlerhaft | ||
Maßnahme bei allen DBO-Meldungen:
Prüfen Sie die Einplanung im DBA-Einplanungskalender (Transaktion DB13 ) und die Operationsprotokolle im DB-Operationsmonitor (Transaktion DB24 ).Typ ORA:
Parameter |
Schweregrad |
Prüfung im |
ORA – 272 error writing archive log |
E |
Ja |
Ursache: Fehler beim Schreiben des Archive LogsMaßnahme: Prüfen Sie, ob das Speichermedium korrekt arbeitet und genügend Speicherplatz besitzt. | ||
ORA – 376 file <name> cannot be read at this time |
E |
Ja |
Ursache: Die häufigste Ursache ist, daß die Datei offline ist.Maßnahme: Prüfen Sie den Zustand der Datei mit SAPDBA über die Funktion Check database. Machen Sie die Datei online verfügbar, falls erforderlich. Für weitere Informationen rufen Sie die Hotline an, da es viele mögliche Ursachen für dieses Problem gibt. | ||
ORA – 600 internal error code, arguments: [num], [?], [?], [?], [?], [?] |
E |
Ja |
Ursache: Allgemeiner interner Fehler für Oracle-Programmausnahmen. Er zeigt an, daß ein Prozeß auf eine maschinenorientierte unerwartete Bedingung gestoßen ist. Zu den verschiedenen Ursachen für diese Meldung gehören: Zeitüberschreitungen, fehlerhafte Dateien, fehlerhafte Datenprüfungen im Speicher, Hardware- Speicher- oder E/A-Fehler und fehlerhaft wiederhergestellte Dateien.Maßnahme: Teilen Sie diese Meldung dem Kunden-Support-Service von Oracle oder der SAP-R/3-Hotline mit. | ||
ORA – 1113 file <name> needs media recovery |
E |
Ja |
Ursache: Das Datenbanksystem hat versucht, eine Datendatei zu öffnen, für die ein Media Recovery erforderlich ist. Auf die Datei konnte aufgrund eines physischen Defekts des Plattenlaufwerks nicht zugegriffen werden.Maßnahme: Sie müssen im allgemeinen die Datenbank wiederherstellen. Die Wahl einer Recovery-Strategie erfordert jedoch eine sorgfältige Analyse des Fehlers. SAP empfiehlt, daß Sie sich bei diesem Problem an die Hotline wenden. | ||
ORA – 1115 IO error reading block from file <name> block <#> num |
E |
Ja |
Ursache: Die Speicherplatte, auf der sich die Datei befindet, ist wahrscheinlich offline.Maßnahme: Stellen Sie den Zugriff auf die Platte wieder her. Führen Sie die Operation dann nochmals aus. Wenn es Ihnen nicht gelingt, den Zugriff auf eine Datei wiederherzustellen, oder wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie fortfahren sollen, empfiehlt SAP Ihnen, sich mit diesem Problem an die Hotline zu wenden. | ||
ORA – 1122 database file <name> failed verification check |
E |
Nein |
Ursache: Die Information in der Datendatei ist zur Information in der Kontrolldatei inkonsistent.Maßnahme: Stellen Sie sicher, daß Sie für die Datenbank die korrekte Datendatei und Kontrolldatei verwenden. | ||
ORA – 1135 file name accessed for DML query is offline |
E |
Ja |
Ursache: Bei einer Abfrage ist ein Fehler aufgetreten, weil sie auf eine Datendatei zugegriffen hat, die zu einem Offline-Tablespace gehört. Ein Offline-Tablespace muß online verfügbar gemacht werden, damit auf seine Daten zugegriffen werden kann.Maßnahme: Prüfen Sie die Oracle-Alert-Datei in dem Verzeichnis, das bei der Datenbanksystemprüfung (DB16) in der Detailanzeige steht. Weitere Oracle-Meldungen können zusätzliche Informationen über das Problem enthalten. Wenn Sie sich bezüglich der weiteren Vorgehensweise nicht sicher sind, wenden Sie sich an die Hotline. | ||
ORA – 1555 snapshot too old: rollback segment number %s with <name> too small |
W |
Nein |
Ursache: Für konsistentes Lesen notwendige Rollback-Segmente wurden von anderen Datenbankbenutzern überschrieben.Maßnahme: Ändern Sie die Konfiguration der Rollback-Segmente. Führen Sie diese Operation nur bei geringer Auslastung des Datenbanksystems durch. Weitere Informationen finden Sie in den SAPNet-Hinweisen. | ||
ORA – 1562 failed to extend rollback segment number <n> |
W |
Ja |
Ursache: Das in der Meldung angegebene Rollbacksegment konnte nicht erweitert werden, weil der Tablespace PSAPROLL keinen weiteren Speicherplatz besitzt.Maßnahme: Erweitern Sie den Tablespace PSAPROLL mit SAPDBA über Tablespace extension. | ||
ORA – 1578 Oracle data block corrupted (file <name>, block <number> |
E |
Ja |
Ursache: Das Datenbanksystem hat versucht, eine Datendatei mit fehlerhaften Daten zu lesen.Maßnahme: Stellen Sie die Datenbank wieder her. Die Wahl der Recovery-Strategie erfordert jedoch eine sorgfältige Analyse des Fehlers. SAP empfiehlt, daß Sie sich bei diesem Problem an die Hotline wenden. | ||
ORA – 3113 end-of-file on communication channel |
E |
Nein |
Ursache: Auf dem Kommunikationsweg wurde ein unerwartetes Dateiende verarbeitet. Die Oracle-Net8-Two-Task-Software konnte dieses Problem nicht bearbeiten. Diese Meldung kann auftreten, wenn der Two-Task-Schattenprozeß in Verbindung mit einer Net8-Verbindung aufgrund eines Fehlers abgebrochen wurde oder wenn ein physischer Fehler auftritt, d.h. das Netzwerk oder der Server ausfällt.Maßnahme: Wenn die Meldung bei dem Versuch auftritt, eine Verbindung herzustellen, überprüfen Sie die Setupdateien für den entsprechenden Oracle-Net8-Treiber und bestätigen Sie, daß die Net8-Software auf dem Server korrekt installiert ist. Wenn die Meldung auftritt, nachdem die Verbindung erfolgreich aufgebaut wurde, und der Fehler nicht auf einen physischen Fehler zurückzuführen ist, überprüfen Sie, ob auf dem Server zu dem Zeitpunkt des Fehlers eine Trace-Datei erzeugt wurde. | ||
Checkpoint not complete |
E |
Nein |
Ursache: Nach einem Log-Switch werden durch COMMIT bestätigte Daten vom Datenbankpuffer in die Datendateien geschrieben (Synchronisation). Die Meldung wird von Oracle in den Alert-Log geschrieben, wenn beim nächsten Log-Switch dieser Schreibvorgang noch nicht beendet ist.Maßnahme: Tritt diese Meldung öfters auf, liegt ein Performanceproblem der Datenbank vor. Um das Problem zu beheben, sollten Sie die Online-Redo-Log-Dateien vergrößern. Weitere Informationen finden Sie in der Oracle-Dokumentation. | ||
Typ PROF:
Parameter |
Schweregrad |
Prüfung im |
CONTROL_FILE_RECORD_KEEP_TIME |
E |
Nein |
Zeit (Tage), wie lange wiederverwendbare Bereiche einer Kontrolldatei gesperrt bleiben Standardeinstellung: < 30 | ||
CURSOR_SPACE_FOR_TIME |
W |
Nein |
CURSOR_SPACE_FOR_TIME = FALSE benötigt einen wesentlich geringeren Speicherplatzbedarf im Oracle Shared Pool Standardeinstellung: <> FALSE | ||
DBWR_IO_SLAVES |
A |
Nein |
Anzahl der IO-Slaves, die vom DBWR-Prozeß benutzt werden Standardeinstellung: <> 0 | ||
DB_BLOCK_BUFFERS |
W |
Nein |
Anzahl der Blöcke im Cache des Datenbankpuffers Standardeinstellung: < 8960 | ||
DB_BLOCK_CHECKPOINT_BATCH |
W |
Nein |
Anzahl der Puffer, die der DBWR-Prozeß während eines Checkpoints pro Schreibvorgang schreibt Standardeinstellung: < 8 | ||
DB_BLOCK_SIZE |
W |
Nein |
Größe (Byte) der Oracle-Datenbankblöcke Standardeinstellung: <> 8192 | ||
DB_FILES |
W |
Nein |
Anzahl der Datendateien Standardeinstellung: < 254 | ||
DB_FILE_MULTIBLOCK_READ_COUNT |
W |
Nein |
Anzahl der Blöcke, die während einer I/O-Operation eines kompletten Tablescans gelesen werden Standardeinstellung: > 8 | ||
DISK_ASYNCH_IO |
W |
Nein |
DISK_ASYNCH_IO = TRUE bewirkt, daß für Datendateien, Kontrolldateien und Protokolldateien die Ein-/ Ausgabe asynchron abläuft Standardeinstellung: <> TRUE | ||
HASH_JOIN_ENABLED |
W |
Nein |
HASH_JOIN_ENABLED = FALSE bewirkt, daß der Optimierer bei der Zugriffsplanberechnung keine Hash-Joins verwendet Standardeinstellung: <> FALSE | ||
LOG_ARCHIVE_START |
E |
Nein |
LOG_ARCHIVE_START = TRUE startet die automatische Archivierung beim Start der Oracle Instanz Standardeinstellung: <> TRUE | ||
LOG_BUFFER |
W |
Nein |
Größe (KByte) des Redo Log Puffers in der SGA Standardeinstellung: >< 1100,300 | ||
LOG_CHECKPOINT_INTERVALL |
W |
Nein |
Anzahl der Redo Log Blöcke, die einen neuen Checkpoint auslösen. Dadurch den hohen Wert der Standardeinstellung soll erreicht werden, daß ein Checkpoint nur durch einen Redo-Log-Switch ausgelöst wird. Standardeinstellung: < 3000000000 | ||
LOG_CHECKPOINT_TIMEOUT |
W |
Nein |
Zeit (Sekunden) zwischen zwei Checkpoints Standardeinstellung: > 0 | ||
LOG_SMALL_ENTRY_MAX_SIZE |
W |
Nein |
Maximale Größe (Byte) einer Kopie im Redo Log Puffer, die mit dem Redo Allocation Latch (ohne Redo Buffer Copy Latch) möglich ist Standardeinstellung: <> 120 | ||
OPEN_CURSORS |
W |
Nein |
Maximale Anzahl an offenen Cursor pro Benutzerprozeß Standardeinstellung: >< 2000,800 | ||
OPTIMIZER_FEATURES_ENABLED |
W |
Nein |
Oracle-Release, das angibt welche Features des Optimierers aktiv sind Standardeinstellung: <> 8.0.4 | ||
OPTIMIZER_INDEX_COST_ADJ |
W |
Nein |
Verhältnis (%), das die Bewertung von Index-Scans beeinflußt Standardeinstellung: <> 10 | ||
OPTIMIZER_MODE |
W |
Nein |
Steuert des Verhaltens des Optimierers (z.B. regelbasiert = RULE oder kostenbasiert = CHOOSE) Standardeinstellung: <> CHOOSE | ||
ROW_CACHE_CURSORS |
W |
Nein |
Anzahl der rekursiv gepufferten Cursor, die vom Row Cache Manager verwendet werden Standardeinstellung: >< 1500,270 | ||
SHARED_POOL_SIZE |
W |
Nein |
Größe (MByte) des Shared Pools in der SGA Standardeinstellung: < 50 | ||
SORT_AREA_RETAINED_SIZE |
E |
Nein |
Größe (KByte) der Sort Area in der PGA nach einem Sortiervorgang, welche die Ergebnismenge enthält Standardeinstellung: >< 540,0 | ||
SORT_AREA_SIZE |
E |
Nein |
Größe (KByte) der Sort Area in der PGA Standardeinstellung: >< 10240,2048 | ||
TIMED_STATISTICS |
E |
Nein |
TIMED_STATISTICS = TRUE erstellt zeitbezogene Statistiken Standardeinstellung: <> TRUE | ||
TRANSACTION_AUDITING |
E |
Nein |
TRANSACTION_AUDITING = FALSE erstellt die Transaktionsschicht keinen speziellen REDO Record mit Sitzungs- und Benutzerinformationen Standardeinstellung: <> FALSE | ||
Maßnahme bei allen PROF-Meldungen:
Passen Sie die Oracle-Initialisierungsdatei init<SID>.ora entsprechend den PROF-Parametertypen der Datenbanksystemprüfung (Transaktion DB17 ) an.

SAPDBA legt ausführliche Informationen zu jeder Datenbankoperation in einem Protokoll ab, das Sie im