Für die Überprüfung der Netzwerkverbindung zwischen dem Kommunikationsserver und einem SAP-System steht Ihnen das SAPcomm-Hilfsprogramm scmping zur Verfügung.
Außerdem können Sie mit scmping folgende Tests durchführen:
Eine Beschreibung des Hilfsprogramms scmping finden Sie in
SAPcomm-Hilfsprogramme.Führen Sie zuerst den Test mit scmping durch, bevor Sie den Austausch von Daten zwischen der Komponente SAP des Kommunikationsserver und einem SAP-System testen.
Das Aktivieren der Funktionalität für das Übertragen von Testdaten von/zu einem SAP-System ist nicht an eine PERFORM-Parametergruppe gebunden, sondern an einen ganzen Kanal. Sie definieren einen Kanal als "Testkanal" durch Angabe des CHANNEL-Parameters TEST_CHANNEL (mit ON).
Zum Testen der Anwendungen (EDI, Mail, Telematik) im SAP-System (nicht der Netzwerkverbindung), insbesondere zum Testen der Eingangsverarbeitung, stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung:
Indem Sie die für den Test benutzten Standardtexte geeignet anlegen oder modifizieren (für RECEIVE), oder auch - für eine SEND-Aktion - die durch eine RECEIVE-Aktion generierten Dateien vor dem SEND geeignet modifizieren, können Sie insbesondere Probleme im Bereich Datenkonvertierung (siehe oben) untersuchen.
Beispiel für die Konfiguration eines Testkanals:
CHANNEL TEST_CH
DESTINATION SAP1
TEST_CHANNEL ON
PERFORM DOWNLOAD_TEST
ACTION RECEIVE
END-PERFORM
PERFORM UPLOAD_TEST
ACTION SEND-SCHEDULE
END-PERFORM
END-CHANNEL

Legen Sie für den Test immer einen eigenen Kanal an. Ändern Sie nie einen produktiven Kanal in einen Testkanal, denn die Daten, die Sie als Testdaten in das SAP-System geladen haben, können Sie nachträglich nicht in die produktive SAP-Umgebung laden.
Erzeugen Sie keine Eingangsdateien "von Hand". Sie könnten das Nummernvergabesystem des Kommunikationsservers in einen undefinierten Zustand bringen.
Übertragung von Testdaten vom SAP-System zu SAPcomm
In diesem Test laden Sie die Daten, die in einem Standardtext der SAP-Textverarbeitung abgelegt sind, in den Kommunikationsserver.
Der Standardtext muß im SAP-System unter folgendem Namen angelegt sein:
R/2: 40001
R/3: S_EDI_TEST
Wenn Sie aus irgendeinem Grund die vorgegebene Textnummer nicht verwenden können, so wählen Sie eine beliebige andere und ändern die Routine GET_TEST_TEXTNR des ABAP/4-Reports RSECPIC0 entsprechend ab.
Führen Sie für den Test die folgenden Schritte durch:
Sie sollten den Standardtext des für den Test benutzten Kanals im Datenverzeichnis wiederfinden.
Ist dies der Fall, so ist der Test erfolgreich verlaufen.
Ist dies nicht der Fall, so versuchen Sie mit Hilfe des Themas
Hinweise zur Problemanalyse das vorliegende Problem zu lokalisieren und zu beheben.Jede über einen Testkanal angestoßene RECEIVE-Aktion lädt den Standardtext auf die Workstation mit dem Kommunikationsserver und legt ihn in dem Dateiverzeichnis ab, das diesem Kanal zugeordnet ist.
Übertragung von Testdaten von SAPcomm zum SAP-System
In diesem Test übertragen Sie Dateien vom Kommunikationsserver zum SAP-System und legen sie in der SAP-Tabelle EDCT ab.
Jede über einen Testkanal angestoßene SEND-Aktion lädt die Daten, die in dem diesem Kanal zugeordneten Verzeichnis abgelegt sind, in das zugeordnete SAP-System und legt sie in der Tabelle EDCT ab. Generieren Sie diese Dateien nicht selbst, sondern benutzen Sie die vorher durch ein RECEIVE angelegten Dateien.

Der Upload-Test setzt voraus, daß in dem zu dem Testkanal gehörigen Verzeichnis überhaupt Testdaten vorhanden sind (z.B. durch einen vorangegangenen erfolgreichen Download-Test). Sind keine Testdaten vorhanden, so werden in die Logdatei der Komponente SAP lediglich folgende Einträge vorgenommen, sofern Sie den TRACE-Parameter SCI_CALL auf ON gesetzt haben:
Führen Sie für den Test die folgenden Schritte durch:
Der Kommunikationsserver überträgt nun vordefinierte Daten ("START OF TEST DATA.....END OF TEST DATA") zum SAP-System. Dort werden die übertragenen Daten in der Tabelle EDCT abgelegt.
Überprüfen Sie, ob die Daten korrekt in der Tabelle EDCT abgelegt wurden.
Ist dies der Fall, so ist der Test erfolgreich verlaufen. Schalten Sie den Debugging-Modus über die Tabelle 164B wieder aus.
Ist dies nicht der Fall, so versuchen Sie, mit Hilfe des Themas
Hinweise zur Problemanalyse das vorliegende Problem zu lokalisieren und zu beheben.