Beispielszenario: Strategie 52 
Ablauf
Dieses Beispiel basiert auf einem Produktionsplan, in dem 100 Stück für <BedTerm1>, <BedTerm2> und <BedTerm3> geplant werden.
Die Stücklistenstruktur für dieses Beispiel enthält das übergeordnete Material SZ-52 und die Komponente ROH52A. Die Stückliste hat die Positionsmenge 1.
Phase 1: Programmplanung
Das System findet die Bedarfsart VSE, da die Strategiegruppe auf 52 festgelegt wurde. Siehe
Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen.
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
0 | ||
<Heute> |
® Vorplanung ohne Endmontage |
|||
<BedTerm1> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
100 - |
<BedTerm2> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
200 - |
<BedTerm3> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
300 - |
Phase 2: Beschaffung vor Verkauf
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
0 | ||
<Heute> |
® Vorplanung ohne Endmontage |
|||
<BedTerm1> |
PL-AUF |
1234/PB |
100 |
100 |
<BedTerm1> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
0 |
<BedTerm2> |
PL-AUF |
1235/PB |
100 |
100 |
<BedTerm2> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
0 |
<BedTerm3> |
PL-AUF |
1236/PB |
100 |
100 |
<BedTerm3> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
0 |
Diese Bestellanforderungen sind der Ausgangspunkt für die Produktion oder externe Beschaffung. Für die Abwicklung des Beschaffungsprozesses im R/3-System gibt es verschiedene Möglichkeiten. Folgende Faktoren sind jedoch für diese Strategie wichtig:
· Der Bestand auf Enderzeugnisebene wird für die Fertigung nicht berücksichtigt.
· Die Planaufträge sind noch keine "echten" Aufträge, da die Fertigung des Enderzeugnisses nach dem Eingang der Kundenaufträge durchgeführt werden muß. Die Planaufträge besitzen die Auftragsart VP. Es ist nicht möglich, diese VP-Planaufträge in Fertigungsaufträge umzusetzen oder sie in einer Serienfertigungsumgebung zu verwenden. Das Feld Umsetzung in der Anzeige des Planauftrags ist nicht gesetzt, d.h., eine Fertigung dieses Planauftrags ist nicht möglich.
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
0 | ||
<BedTerm1> |
PL-AUF |
1237/LA |
100 |
100 |
<BedTerm1> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
0 |
<BedTerm2> |
PL-AUF |
1238/LA |
100 |
100 |
<BedTerm2> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
0 |
<BedTerm3> |
PL-AUF |
1239/LA |
100 |
100 |
<BedTerm3> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
0 |
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
300 | ||
<BedTerm1> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
200 |
<BedTerm2> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
100 |
<BedTerm3> |
SEKBED |
SZ-52 |
100 - |
0 |
Phase 3: Kundenauftrag und Zuordnung
· Das System findet die Bedarfsart KSVS, da die Strategiegruppe auf 52 festgelegt wurde. Siehe
· Es besteht die Möglichkeit, eine zuvor geplante Menge zu bestätigen (in diesem Beispiel 100 Stück pro Einteilung). Der Kopftext Zuordnung von Planprimärbedarfen zeigt an, daß diese Verfügbarkeitsprüfung nicht nach der ATP-Logik, sondern auf der Basis von Planprimärbedarfen erfolgt.
· Das System findet den Einteilungstyp CP und den Positionstyp TAN, da die Positionstypengruppe auf NORM gesetzt wurde.
In diesem Beispiel wird angenommen, daß ein Auftrag mit einer Menge von 90 Stück und dem Wunschlieferdatum Heute erfaßt wird. Dieser Auftrag kann nach dem ersten Planprimärbedarfstermin <BedTerm1> bestätigt werden, wenn die Verrechnungsparameter entsprechend definiert wurden und der Termin gefunden werden kann. Weitere Informationen finden Sie unter
Verrechnungsstrategien und -logik.
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
0 | ||
<Heute> |
K-AUFT |
000333/0010/001 |
90 - |
|
<Heute> |
® Vorplanung ohne Endmontage |
90 - | ||
<BedTerm1> |
PL-AUF |
1234/PB |
100 |
100 |
<BedTerm1> |
VP-BED |
VSE |
10 - |
90 |
<BedTerm2> |
PL-AUF |
1235/PB |
100 |
190 |
<BedTerm2> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
90 |
<BedTerm3> |
PL-AUF |
1236/PB |
100 |
190 |
<BedTerm3> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
90 |
Phase 4: Beschaffung nach Verkauf
Datum |
Dispoelement |
Daten zum Dispoelem. |
Zugang/Bedarf |
Verfügbare Menge |
<Heute> |
W-BEST |
0 | ||
<Heute> |
K-AUFT |
000333/0010/001 |
90 - |
90 - |
<H+WBZ> |
PL-AUF |
1237/LA |
90 |
0 |
<Heute> |
® Vorplanung ohne Endmontage |
0 | ||
<BedTerm1> |
PL-AUF |
1234/PB |
10 |
10 |
<BedTerm1> |
VP-BED |
VSE |
10 - |
0 |
<BedTerm2> |
PL-AUF |
1235/PB |
100 |
100 |
<BedTerm2> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
0 |
<BedTerm3> |
PL-AUF |
1236/PB |
100 |
100 |
<BedTerm3> |
VP-BED |
VSE |
100 - |
0 |
Es besteht nun die Möglichkeit, den Planauftrag ("LA") für das übergeordnete Material in einen Fertigungs- oder Prozeßauftrag umzusetzen oder die retrograde Entnahme im Serienfertigungsprozeß zu erlauben. Dadurch wird die Phase Fertigung nach Kundenauftrag angestoßen. Die Fertigung dieses Materials kann schnell durchgeführt werden, da alle erforderlichen Komponenten bereits verfügbar sind.

Das Arbeiten mit Fertigungsaufträgen ist nur eine Option für die Fertigung. Dieser Prozeß ist auch im Bereich der Serienfertigung möglich.
Auf Komponentenebene (ROH52x) werden die Sekundärbedarfe ("SEKBED" im Planauftrag) durch eine Abhängige Reservierung ("AR-RES" in einem Fertigungsauftrag) ersetzt.
Stage 5: Warenausgang für Lieferung und Abbau von Planprimärbedarfen
Nachdem der Warenausgang für die Lieferung (wählen Sie Logistik ® Vertrieb ® Versand ® Lieferung ® Anlegen) für das übergeordnete Material erfolgt ist, wird die Bedarfs-/Bestandsliste des übergeordneten Materials wieder auf leer zurückgesetzt. Dies bedeutet, daß nur die Planprimärbedarfe und die entsprechenden Planaufträge angezeigt werden. Die Planprimärbedarfe werden natürlich abgebaut.