Bruttoplanung (11) 

Einsatzmöglichkeiten

Die Lagerfertigungsstrategie Bruttoplanung eignet sich besonders für Massenfertigungsumgebungen und wird oft mit der Serienfertigung kombiniert. Diese Strategie bietet sich besonders an, wenn produziert werden muß, unabhängig davon, ob Bestand vorhanden ist oder nicht. Unternehmen der Stahl- oder Zementindustrie wenden diese Strategie zum Beispiel an, weil sie ihre Produktion nicht unterbrechen können; ein Hochofen oder eine Zementfabrik muß die Produktion fortsetzen, auch wenn dies bedeutet, daß auf Lager produziert wird.

Die Strategie wird auch häufig verwendet, wenn ein Materialbedarfsplanungssystem in einem Altsystem vorhanden ist, das an ein als Fertigungssteuerungssystem dienendes R/3-System angebunden werden muß. Das Altsystem berechnet einen bestimmten Produktionsplan, der ungeachtet der Bestandssituation in R/3 ausgeführt werden muß.

Beispiele aus der Industrie

Schwerindustrien wie Stahlindustrie (Hochöfen) und Zementindustrie.

Voraussetzungen

Sie müssen die folgenden Stammdaten für Ihr Enderzeugnis pflegen:

Ablauf

Ein Beispiel des gesamten Prozesses finden Sie unter Beispielszenario: Strategie 11.

Diese Planungstrategie ähnelt der Strategie Nettoplanung (10). Es gibt jedoch folgende Unterschiede:

Strategie

10

11

Der Bestand wird berücksichtigt

Ja

Nein

Der Abbau der Planprimärbedarfe findet statt während

... des Warenausgangs für die Lieferung

... des Wareneingangs für einen Fertigungsauftrag (Stückfertigung), für einen Planauftrag (Serienfertigung) oder für eine Bestellung (Handelsware).

 

Darüber hinaus haben Bruttoplanung und Nettoplanung (10) folgende Funktionen gemeinsam:

Andere Bereiche

Verfügbarkeitsprüfung

Sie müssen mit einer Verfügbarkeitsprüfung arbeiten, die bei der Prüfung nicht die Wiederbeschaffungszeit prüft. Siehe Verfügbarkeitsprüfung.