Abrechnung einer Kundenauftragsposition 

Verwendung

Die Abrechnung dient dazu

Integration

Sie können den Periodenabschluß mit Hilfe des Schedule Managers ausführen. Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:

Scheduler

Monitor

Ablaufdefinition

Sie können im Kundenauftrags-Controlling nicht mit dem mehrstufigen Arbeitsvorrat des Schedule Managers arbeiten.

Wenn Sie in der Kundenauftragsposition kein Abgrenzungsschlüssel hinterlegt ist, dann leitet die Abrechnung

Wenn Sie eine Ergebnisermittlung durchgeführt haben, dann leitet die Abrechnung die folgenden Abgrenzungssdaten aus der Ergebnisermittlung periodisch weiter:

Sie können an FI und an EC-PCA folgende durch die Ergebnisermittlung ermittelte Abgrenzungsdaten abrechnen:

Sie können an die Ergebnisrechnung (CO-PA und EC-PCA) abrechnen:

Die Daten werden bei der Abrechnung an das FI an EC-PCA weitergeleitet.

Wenn in der Kundenauftragsposition ein Abgrenzungsschlüssel hinterlegt ist, Sie aber keine Ergebnisermittlung durchgeführt haben, dann rechnet das System nichts ab.

Voraussetzungen

Ist das CO-PA aktiv, so erzeugt das System beim Anlegen des Kundenauftrages eine Abrechnungsvorschrift. Die Abrechnungsvorschrift legt fest, ob eine Abrechnung von Daten an andere Objekte oder Bereiche des Controlling stattfinden soll. Gemäß dieser Abrechnungsvorschrift erfolgt die Abrechnung der relevanten Daten an das CO-PA.

Ist das CO-PA nicht aktiv, dann legen Sie eine Abrechnungsvorschrift an. Diese Abrechnungsvorschrift, die sie manuell anlegen, wird i.d.R. als Empfänger ein Sachkonto (z.B. 399999) enthalten. Alternativ können Sie Kosten und Erlöse bzw. Abgrenzungsdaten auch auf erlösführende Objekte abrechnen.

Alternativ können Sie die über die Ergebnisermittlung errechneten Kosten des Umsatzes an eine Anlage oder eine Kostenstelle abrechnen. Dazu müssen Sie die Abgrenzungskostenarten, unter denen die Kosten des Umsatzes auf dem Auftrag fortgeschrieben werden, im Verrechnungsschema aufnehmen.

Die Abrechnungsvorschrift umfaßt eine Aufteilungsregel für die Kundenauftragsposition. Die Aufteilungsregel setzt sich aus einem Abrechnungsempfänger, einem Abrechnungsanteil und einer Abrechnungsart zusammen:

Die Abrechnung findet dennoch in jeder Periode statt. So werden die Erlöse und die Kosten des Umsatzes periodisch an das CO-PA und die Ware in Arbeit und die Rückstellungen an das FI weitergeleitet.

Voraussetzungen für die Abrechnung an CO-PA

Damit eine Kundenauftragsposition an das CO-PA abgerechnet werden kann, müssen Sie gültige Abrechnungsparameter für die Kundenauftragsposition pflegen. Zu den Abrechnungsparametern gehören ein Abrechnungsprofil, ein Verrechnungsschema und ein Ergebnisschema. Führen Sie die folgenden Arbeitsschritte im Customizing des Produktkosten-Controlling unter Kostenträgerrechnung ® Kundenauftrags-Controlling ® Periodenabschluß ® Abrechnung durch:

Über das Abrechnungsprofil wird u.a. festgelegt, an welche Abrechnungsempfänger (z.B. Ergebnisobjekt, Sachkonto) der Auftrag abgerechnet werden kann

Im Abrechnungsprofil werden zusätzlich folgende Vorschlagswerte hinterlegt:

Das Abrechnungsprofil wird über die Bedarfsklasse vorgeschlagen

Wenn Sie die angefallenen Kosten und Erlöse an ein Ergebnisobjekt oder ein Sachkonto abrechnen möchten, müssen Sie ein Verrechnungsschema definieren.

Das Verrechnungsschema legt fest, welche Kosten und Erlöse an den Abrechnungsempfänger abgerechnet werden. Es gliedert die Belastungskostenarten und Erlösarten nach Abrechnungszuordnungen und ordnet die Abrechnungszuordnung einer Abrechnungskostenart zu.

Beim Definieren des Verrechnungsschemas müssen Sie folgendes beachten:

Wenn Sie an ein Ergebnisobjekt abrechnen, dann bestimmen

Wenn Sie an ein Sachkonto abrechnen, dann bestimmt

Stellen Sie sicher, daß alle Kostenarten inklusive der Abgrenzungskostenarten im Verrechnungsschema aufgeführt sind.

Um die Kosten des Umsatzes, die Rückstellungen für drohenden Verlust und den Erlös an das CO-PA weiterleiten zu können, müssen Sie

Das Ergebnisschema legt fest, welche Kosten und Erlöse an die das CO-PA abgerechnet werden. Es gliedert die Belastungskostenarten nach Ergebniszuordnungen und ordnet die Ergebniszuordnungen den Wertfeldern eines Ergebnisbereichs zu.

Das Ergebnisschema besteht aus einer oder mehreren Positionen, sog. Ergebniszuordnungen. Darin weisen Sie eine Kostenartengruppe einer Ergebniszuordnung zu. Im Customizing des CO-PA ordnen Sie dann alle Ergebniszuordnungen Wertfeldern zu.

Beim Definieren des Ergebnisschemas müssen Sie beachten, daß jede Belastungskostenart und jede Abgrenzungskostenart muß im Ergebnisschema aufgeführt ist.

Voraussetzung für Übergabe einer Kostenschichtung

Sie können eine Kostenschichtung an das CO-PA übergeben, wenn die Bestandsbewertung auf Basis einer der folgenden Kalkulationen erfolgt:

Nehmen Sie die notwendigen Einstellungen im Customizing des CO-PA unter Controlling ® Ergebnis- und Marktsegmentrechnung ® Stammdaten ® Bewertung ® Bewertung mit Materialkalkulation einrichten ® Zugriff auf Materialkalkulation definieren.

Sie übergeben keine Kostenschichtung an das CO-PA, wenn die Bestandsbewertung auf Basis einer der folgenden Kalkulationen erfolgt:

Voraussetzungen für die Abrechnung an FI

Um die Kostenanteile im Bestand beziehungsweise die erlösfähigen Bestände und die Rückstellungen beziehungsweise Erlösüberschüsse periodengerecht an FI und die EC-PCA abrechnen zu können, müssen Sie im Customizing des Produktkosten-Controlling unter Kostenträgerrechnung ® Kundenauftrags-Controlling ® Periodenabschluß ® Ergebnisermittlung ® Buchungsregeln für Abrechnung an FI festlegen Buchungsregeln pflegen, die die Abgrenzungsdaten auf der Kundenauftragsposition (Ware in Arbeit, Rückstellungen, usw.) mit den relevanten Sachkonten (z.B. Bestand an unfertige Erzeugnisse, Aufwand) im FI verknüpfen.

Funktionsumfang

Sie können die Ergebnisermittlung nach mehreren Methoden (z.B. erlösproportionale Ergebnisermittlung, mengenproportionale Ergebnisermittlung) parallel durchführen, indem Sie entsprechende Abgrenzungsversionen definieren.

Beachten Sie dabei, daß

Verfügt die Kundenauftragsposition über einen Abgrenzungsschlüssel, dann werden die folgenden Abgrenzungsdaten an das Ergebnisobjekt abgerechnet.

Die Bestandswerte und die Rückstellungen werden an FI und EC-PCA über die im Customizing definierten Buchungsregeln weitergeleitet. Die Abrechnungsvorschrift hat für die Abrechnung der Abgrenzungsdaten an FI und EC-PCA keine Relevanz.

Beachten Sie, daß jeweils die Differenz zur letzten Abrechnung abgerechnet wird.

Sie können die Abrechnung entweder zum zum letzten Tag der Periode buchen oder aber ein anderes Buchungsdatum eingeben. Das Buchungsdatum muß innerhalb der Periode liegen, für die die Zuschlagsrechnung ausgeführt wird.

Transferpreise

Sie können im Rahmen des Transferpreisekonzeptes Abgrenzungsdaten in parallelen Bewertungssichten fortschreiben. Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Transferpreise in der Kostenträgerrechnung

Einschränkungen

Für die Abrechnung steht Ihnen im Kundenauftrags-Controlling kein Arbeitsvorrat zur Verfügung.