Die Paarbildung 

Die Verarbeitung von Zeitereignissen, die aus den Zeiterfassungssystemen in das HR-System hochgeladen wurden, geschieht in zwei logisch getrennten Schritten:

  1. Zuerst werden die Zeitereignisse zu Zeitpaaren zusammengefügt. Dieser Verarbeitungsschritt ist relativ starr und Sie können ihn nur bedingt beeinflussen. Diesen Vorgang bezeichnen wir als Paarbildung.
  2. Aus den Paaren werden Zeitlohnarten generiert, Zeitsalden berechnet und Kontingente fortgeschrieben. Diesen Teil der Verarbeitung können Sie an Ihre Anforderungen anpassen. Lesen Sie hierzu die Abschnitte über den RPTIME00 und das Standardschema TM00.

Um die einzelnen Zeitereignisse verarbeiten zu können und Aussagen über die geleistete Arbeitszeit eines Mitarbeiters geben zu können, müssen die einzelnen Zeitereignisse zu Zeitpaaren zusammengefaßt werden. Dieses geschieht in der Paarbildung. Die Paarbildung setzt sich aus drei Teilschritten zusammen:

  1. Logische Zuordnung der Zeitereignisse zu einem Tag bzw. Vortag
  2. Paarbildung pro Tag
  3. Bei Einsatz der Betriebsdatenerfassung: Generierung von Lohnscheinen für den Leistungslohn.

Um die Paare bilden zu können, ordnet das System in einem ersten Schritt das Zeitereignis einem Tag zu. Hierbei wird das Zeitereignis nicht unbedingt dem Tag zugeordnet, an bzw. für den es erfaßt worden ist. Es kann auch logisch zu einem Zeitereignis des Vortages gehören.

1. Paarbildung

Kommenbuchung:

02.01.1996

05:56 Uhr

Gehenbuchung

02.01.1996

14:07 Uhr

Zeitpaar

02.01.1996

05:56 - 14:07 Uhr

2. Vortageszuordnung in der Paarbildung

Die Vortageszuordnung erfolgt zum Beispiel bei einer Nachtschicht von 22:00 - 06:00 Uhr. Bei dieser Konstellation wird die Gehenbuchung während der Paarbildung dem Vortag zugeordnet.

Kommenbuchung

02.01.1996

21:56 Uhr

Gehenbuchung

03.01.1996

06:12 Uhr

Zeitpaar

02.01.1996

21:56 - 30:12 Uhr

Die Paarbildung erfolgt tageweise. Prinzipiell wird die Paarbildung nur für solche Tage angestoßen, an denen neue Zeitereignisse oder ein Paarbildungsfehler aus einer früheren Paarbildung vorliegen.

Die Paarbildung erfolgt im Rahmen der Zeitauswertung.

Eine Wiederholung der Paarbildung können Sie auch manuell anstoßen. Dieses wird notwendig, wenn Sie zum Beispiel rückwirkend Tabelleninhalte geändert haben. Lesen Sie hierzu den Abschnitt Parameter des RPTIME00 .

Wenn die Paarbildung erneut angestoßen wird, kann sie Auswirkungen auf die automatische Tageszuordnung ( durchgeführt in der Paarbildung) haben.