Zeitauswertung von externen Dienstleistungen  

Verwendung

Externe Dienstleistungen werden über die Zeitauswertung (RPTIME00) ausgewertet. Eine Minimalversion der für die Auswertung von Zeitdaten für externe Dienstleister notwendigen Funktionen zur Lohnartenfindung bildet das Standardschema TM02. Es ist speziell an die Erfordernisse der Auswertung von externen Dienstleistungen angepaßt.

Voraussetzungen

Passen Sie bei Bedarf das Schema TM02 an, wenn Sie eigene Personalrechenregeln für die Auswertung von externen Dienstleistungen erstellen möchten.

Orientieren Sie sich an den Standardschemen TM00 oder TM04, wenn Sie weitere Funktionen in das Schema TM02 einbinden möchten. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden unter Zeitabrechnung mit Daten aus dem Subsystem (TM00) und Zeitabrechnung für Stundenerfassung (TM04).

Funktionsumfang

Im folgenden erläutern wir die Besonderheiten, die das Schema TM02 von anderen Standardschemen (wie TM00) unterscheidet. Daher sollten Sie mit den Konzepten des Reports RPTIME00 (Zeitauswertung) und dem Schema TM00 vertraut sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Zeitauswertung.

Auswertung von externen Mitarbeitern

Über die Funktion CHECK - SRV wird sichergestellt, daß nur Mitarbeiter abgerechnet werden, denen im Infotyp Sollarbeitszeit (0007) der Status Zeitwirtschaft 8 (Fremddienstleistungen) zugewiesen worden ist.

Bildung von Lohnarten

Im Schema TM02 werden keine Salden ermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf der Bildung von Lohnarten, die an das MM-SRV übergeben werden können.

Integrieren Sie die Funktionen zur Saldenbildung, falls Sie dennoch Interesse an der Bildung von Salden haben. Sinnvoll ist dieses zum Beispiel, wenn Sie ein Kompensationskonto für die externen Mitarbeiter einrichten möchten. Orientieren Sie sich hierbei an den Standardschemen TM00 oder TM01.

Auswertung auf der Basis von Stunden

Wenn es für Ihr Unternehmen nicht von Interesse ist, die Kommt- und Gehtuhrzeiten der externen Mitarbeiter zu erfassen, können Sie auch nur die Anwesenheitsstunden der Mitarbeiter erfassen und auswerten. Die neue Funktion TYPES ermöglicht die Auswertung der uhrzeitlos erfaßten Zeitdaten.

Orientieren Sie sich bei der Anpassung des Schemas TM02 an dem Standardschema TM04, wenn Sie eine uhrzeitlose Erfassung der Zeitdaten mit Kontierung auf externe Dienstleistungen durchführen möchten.

Ermittlung der Ist-Zeiten aus dem Infotyp Anwesenheiten (2002)

Die Komponente Zeitauswertung (PA-TIM-EVA) setzt im Normalfall einen Eintrag in dem Infotyp Zeiterfassungsinformation (0050) voraus. Durch die Funktion CHECK - NOTR (No Time Recording) wird festgelegt, daß Informationen aus dem Infotyp Zeiterfassungsinformation (0050) nicht verwendet werden. Diese Funktion benötigen Sie insbesondere, wenn die Istzeiten der Mitarbeiter nicht über externe Zeiterfassungsgeräte bzw. den Infotyp Zeitereignisse (2011) erfaßt werden, sondern über den Infotyp Anwesenheiten (2002).

Berücksichtigen Sie, wenn Sie die Zeiten der externen Mitarbeiter über Zeiterfassungsgeräte erfassen, daß über den Infotyp Zeitereignisse (2011) bislang noch keine Daten zu externen Dienstleistungen erfaßt werden können.

Mehrarbeitsermittlung

Für die Mehrarbeitsermittlung können Sie wie im Schema TM00 auf mehrere Varianten zurückgreifen.

Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang auch die Ausprägungen der Verarbeitungsklasse 17 bei den verwendeten Mehrarbeitslohnarten.

Export in die Tabelle HRMMSRVIF

Die Funktion MMSRV bewirkt, daß die ermittelten Zeitlohnarten mit den zugehörigen Kontierungsdaten über die MM-SRV-Tabelle ASMD (Leistungsstamm-Grunddaten) ausgewertet werden. Eventuell wird bei dieser Auswertung eine neue Leistungsnummer ermittelt. Dann erst erfolgt das Update in die Interfacetabelle HRMMSRVIF.

Gewährleistung der Rückrechnungsfähigkeit:

Bei jedem Abrechnungslauf werden die Zeitlohnarten des letzten Abrechnungslaufes mit den neu ermittelten Zeitlohnarten verglichen. Dabei werden alle Unterschiede über die Tabelle ASMD ausgewertet und in die Schnittstellentabelle HRMMSRVIF gestellt.